Beiträge von friedel

    Zitate haben m.E. etwas Oberflächliches (das ist jedoch meine Meinung - und jeder darf die Seinige haben), da sie viele davon abhalten selber zu denken und die Gedanken selber zu formulieren. Aber eben: Jedem das Seine.

    Wäre das Verwenden von Zitaten als "Krücke" wegen mangelnen Talentes (oder auch mal fehlender Zeit) um etwas selbst zu formulieren demnach immer mit Oberflächlichkeit verbunden? Ist jeder oberflächlich, der sich gerade eine eigene Formulierung nicht zutraut und deshalb praktischerweise zum Zitat greift?


    Wie ist das mit dem Zitat jener Textstelle, auf die sich der eigene Beitrag bezieht? Das Zitat ist eindeutig. Diese Textstelle ist gemeint. Eine eigene Formulierung dagegen könnte, mal wieder, zu Missverständnisse führen.


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    Was ist für mich Oberflächlichkeit? Was sagt mir der Begriff?


    Die Oberfläche. Das womit man bei einem Aufeinandertreffen als erstes Kontakt hat. Der Begriff bedeutet aber auch: Wo es eine Ober-Fläche gibt, da gibt es auch etwas dahinter/darunter. Denn sonst würde es doch nur "Fläche" heißen.


    Wenn ich nun im berufsleben versuche, solche Details wie meinen Autismus für mich zu behalten, um mir Vorteile zu erhalten, dann begehe ich Oberflächlichkeit. Ich pflege damit nämlich den äußeren Anschein. Dabei weiß ich genau, dass dahinter noch mehr ist. Und die anderen vermuten im Grunde dasselbe.


    Der einzige Unterschied ist doch, dass ich von mir selbst genau weiß, was da unter der Oberfläche, hinter dem Schein, der Maske verborgen ist, während ich das von den anderen nur vermuten kann. Genauso sicher weiß ich von den anderen, dass da überhaupt mehr ist als die Oberfläche.


    Aber wieviel davon muss mich wirklich interessieren? Und wo beginnt ganz einfach der Bereich, den man als Privatsphäre bezeichnet?


    Ist Oberflächlichkeit in der Form, dass man Grenzen zieht und sich sagt, dass dieser oder jener Vorgang im Gegenüber einem nicht unbedingt etwas angeht, wirklich etwas Negatives? Denn auch das ist Oberflächlichkeit, den äußeren Anschein des anderen zu pflegen. Es gibt ihm die Möglichkeit, "das Gesicht zu wahren", statt ihn in die Defensive zu drängen.


    So wird es auch bei diesem Thema so sein, wie in vielen Bereichen des Lebens. Mal macht Oberflächlichkeit durchaus Sinn, mal schadet sie dem Miteinander. Mal wird ihre Pflege übertrieben, mal wird sie von vorneherein verpönt. Dass jeder Mensch einen anderen Bezug zu ihr hat, anders damit umgeht, das nennt sich Vielfalt. Und der Umgang damit ist der ewige Balanceakt zwischen Abgrenzung und Toleranz.

    Hallo Sunny, Nic und Doris,


    habe mich sehr über eure guten Wünsche gefreut.


    Ja, heute war ein wirklich schöner, sonniger Tag. Und das Beste daran war, dass wir beschlossen hatten, die fast unausweichliche Feier auf einen späteren Termin zu verschieden. So hatte ich auch etwas von diesem Tag.


    Liebe Grüße


    friedel

    Hallo Nic, dann habe wir ja am selben Tag Geburtstag.


    Ich sende dir meine herzlichste Gratulation. Wünsche dir etwas Gutes, das wünsche ich dir dann auch.