Beiträge von soleil

    Ich habe diese Woche die neue, komplett überarbeitete 85 Seiten umfassende Fachdokumentation "autismus contact" von "autismus deutsche schweiz" erhalten. Ein grosses Kompliment an Cordilia Derungs (Autismusberaterin) und dem ganzen Team von Fachpersonen, die an dieser umfassenden und sehr aktuellen Dokumentation gearbeitet haben.
    Aus der Einleitung:
    "In der Schweiz leben heute 50 000 Menschen mit einer Behinderung aus dem Autismus-Spektrum. Im Unterschied zu anderen Geburtsgebrechen können mittels frühzeitigen intensiven autismus-spezifischen Fördermassnahmen jedoch erhebliche Fortschritte im Entwicklungsveraluf von Menschen mit Autismus erzielt werden, welche die Lebenssituation von Betroffenen wie auch von deren Angehörigen massiv verbessern. ........
    Eines der Hauptprobleme von Eltern mit Kindern mit Autismus ist die Informationsbeschaffung und das Finden der richtigen Therapie. In den letzten Jahren hat sich in allen Bereichen wie z. Bsp. Forschung, Diagnose oder Therapien rund um das Themenfeld Autismus viel getan. ........
    Die vorliegende Dokumentation "autismus contact" gibt einen Ueberblick über Therapien, Fördermöglichkeiten, medizinische Ansätze, Forschungsthemen und Unterstützungsmöglichkeiten rund um das Thema Autismus in der Schweiz. Zudem ist sie ergänzt durch eine umfangreiche Adress- und Literaturliste."


    Wer Infos zum Asperger Syndrom sucht, muss selbstverständlich gezielt in der Dokumentation blättern, da das autistische Spektrum sehr gross ist!


    Die Dokumentation ist zu Fr. 20/Stück plus Versandkosten über die Website http://www.autismus.ch unter Schriftenbestellung zu erwerben.


    grüsse


    soleil

    Ja, ich habe mir den Termin reserviert und werde teilnehmen. Die Elterngruppe Asperger-Betroffener von autismus-schweiz macht diese Veranstaltung ebenfalls zum Thema und trifft sich nach der Veranstaltung zum (kurzen) Austausch mit Verena Tapprich.


    grüsse


    soleil

    Hallo zusammen


    Habe heute von autismus schweiz folgenden weblink bekommen:
    www.autismuslink.ch : Kompetenzzentrum für Menschen mit Autismus


    Eine gute Sache! Da wird für etwas gearbeitet/Aufbauarbeit geleistet, was in der Schweiz fehlt!


    Aus der Hompage "autismuslink":


    Unsere Vision, Werte und Zielsetzungen:


    Unsere Vision ist es, für Menschen mit Autismus und deren Angehörige in der Schweiz eine bedürfnisgerechte Situation in allen Lebensbereichen wie Diagnose, Behandlung, Beratung, Betreuung, Therapie, schulische Förderung, Arbeit, sowie Wohnen und Freizeit zu schaffen.


    Würde
    Das Recht von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Autismus, gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilzuhaben und damit ein würdevolles Leben zu führen.


    Förderung
    Eine möglichst frühzeitige individuelle Förderung von Menschen mit Autismus, die sich an deren Fähigkeiten und den Entwicklungsmöglichkeiten und nicht einseitig an deren Defiziten orientiert.


    Lebensqualität
    Die Verbesserung der Lebensqualität und die Erleichterung des Alltags von Menschen mit Autismus und ihren Angehörigen.


    Weshalb braucht es das Kompetenzzentrum?


    Der Bedarf eines solchen Zentrums
    ist unbestritten.


    [Blockierte Grafik: http://www.autismuslink.ch/Stiftung/Ueber_uns_files/shapeimage_6.jpg] Im Rahmen einer eigens erstellten Studie hat sich klar gezeigt, dass die derzeitige Situation für Menschen mit Autismus in der Schweiz in allen Lebensbereichen unzureichend ist. Zwar gibt es vereinzelte bedürfnisgerechte Angebote, doch sind dies nur wenige und meist räumlich beschränkt. Zudem sind sie oft abhängig vom Engagement einzelner Personen, was Fragen nach der Nachhaltigkeit aufwirft.


    Vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) wie den Krankenkassen ist in Zeiten des Spardrucks sowie des Leistungsabbaus kurzfristig keine Unterstützung zu erwarten. Aufklärung, Forschung und therapeutische Arbeit sind unabdingbar, um neuen Methoden zu mehr Akzeptanz zu verhelfen.


    Handeln tut jedoch Not – hier und jetzt! Das Kompetenzzentrum soll bestehende Initiativen von privater Seite fördern, für vermehrte Sensibilisierung in der Gesellschaft sorgen, Betroffene und deren Angehörige unterstützen und deren Lebensqualität nachhaltig verbessern.


    Ihre Unterstützung wird dringend benötigt!


    Die Stiftung autismus link wurde mit dem Zweck gegründet, ein Kompetenzzentrum für Menschen mit Autismus aufzubauen. Sämtliche Mittel werden für diesen Zweck eingesetzt. autismus link verpflichtet sich, Administration und Verwaltung auf ein Minimum zu beschränken und stützt sich stark auf ehrenamtliche Arbeit ab.


    autismus link ist keine Vergabestiftung und wir können leider keine direkte finanzielle Unterstützung an Betroffene oder deren Familien leisten.


    Wir stehen Ihnen sehr gerne zur Verfügung:


    Mail spenden@autismuslink.ch



    grüsse


    soleil

    Hallo supertux


    Alles Gute zum Geburri und ein gutes 22. Lebensjahr! Du bist ja ein Sommerkind!


    :geburtstag: Was wünscht man da? Heisse PC Stunden mit Linux oder doch besser eine Abkühlung? :geburtstag:


    grüsse


    soleil

    Lieber Fabio


    Alles Gute zu deinem ersten runden Geburtstag! :geburtstag: :geburtstag:
    Ich hoffe, der Ausflug heute war toll und nicht nicht einem Gewitter verschüttet.


    Bis wieder mal, vielleicht im Chat?


    Grüsse


    soleil

    Ich bin Primarlehrein und arbeite in Pensenteilung an einer 3./4. Primarklasse.


    Ich habe eine Zusatzausbildung im heilpädagoschen Bereich und arbeite (ebenfalls im Teilpensum) im selben Schulhaus auch als Lehrperson für Spezielle Förderung. Das heisst ich bin mit der Abklärung/Erfassung und Förderung von Kindern mit besonderen Lernbedürnissen im Primarschulalter der 1. bis 6. Klasse bauftragt.


    ........aber eigentlich arbeite ich hauptberuflich als Familienfrau und Mutter eines Sohnes mit AS. Besondere Kennzeichen dieses Berufes: keine Kündigungsmöglichkeit, unregelmäassige Arbeitszeit (also 365 Tage im Jahr), keine Lohn- und Ferienregelung, etc.


    Also, ich arbeite insgesamt einfach gerne mit Menschen, plane und organisiere gerne


    grüsse


    soleil

    Ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben, denn ich stehe oft mit *abgesägten Hosen* da, wenn es um meinen Sohn geht. Es ist für mich als Mutter ein grosses Bedürfnis, mich mit betroffenen auszutauschen und sinnvolle Tips zu bekommen :huh:.
    Obwohl ich schon im Kinderspital nachgefrag habe, ob es denn irgendwo in unserer Region eine Selbsthilfegruppe gibt, konnte mir niemand einen Tip geben.
    Heute nun habe ich mal etwas mehr Zeit gehabt und gegoogelt und wurde hier fündig.


    Liebe sunny
    ....also, ich bin auch so eine betroffene Mutter. Mit vielen positiven, einmalig schönen aber auch mit zahlreichen schwierigen, traurigen, anstrengenden Situationen vertraut, die das Zusammenleben mit meinem von AS betroffenen Sohn mit sich bringen. Mit dem Austausch ist das so eine Sache: einerseits toll und absolut ein Bedürfnis für mich, anderseits kann es aber aber auch belastend sein. (und um die Anonymität und damit auch den offeneren Austasch zu gewähren, würde ich mich mit dir oder anderen betroffenen Elternteilen gerne im geschützen Elternforum austauschen). Was die Elternselbshifegruppe betrifft, hätte ich aber einen Tipp: In Zürich gibt es einen regelmässigen Asperger-Eltern-Treff, an dem ein Austausch stattfindet und jeweils ein ausgewähltes Thema rund ums AS besprochen wird. Die Gruppe wird von Frau Verena Tapprich (Psychologin, bestens vertraut mit dem Asperger Syndrom) geführt. Die Einladungen zu den treffen erhätst du über Frau Germann vom Sekretariat von Autismus Schweiz. Ich war selber ein paar mal dabei, habe sehr engagierte Eltern und eine tolle Gesprächsleiterin kennengelernt. Die Sorgen und die sehr schwierigen Situationen, in denen viele der Eltern steckten, haben mich aber sehr belastet, so dass nicht mehr an den letzten Treffen teilgenommen habe. Eben: Austasch gut,aber....
    Und: abgesägte Hosen wären an diesen tollen, warmen Frühlingstagen doch eigentlich ganz praktisch. In diesem Sinne Frühlings- und Muttergrüsse


    Grüsse
    soleil

    Oeffentlichkeitsarbeit bei diesem Thema finde ich wichtig, da das Asperger-Syndrom kaum bekannt ist. Das macht es für Betroffene zusätzlich schwierig, mit dem Anderssein zu leben oder andere zu informieren. Ich finde den Newsreader online eine gute Mögichkeit, um schnell an aktuelle Artikel/Infos rund ums Asperger Syndrom zu gelangen. Den Spreu vom Weizen muss jeder selber trennen!


    Zu finden unter RSSFeed


    Der direkte Pfad zur datei findet ihr hier.


    Viel Vergnügen beim Lesen


    soleil

    Tipps für Bücher rund ums Asperger Syndrom, die ich lesenswert finde und die mir geholfen haben, das Asperger Syndrom besser zu verstehen:
    (Die Buchrezensionen habe ich beim Amazonshop „ausgeliehen“.)



    Tony Attwood:
    Das Asperger Syndrom, Wie Sie und Ihr Kind alle Chancen nutzen


    „Das Buch liefert eine sehr genaue und umfassende Beschreibung der AS-Symptomatik, die von der Vollständigkeit her wohl eher selten so zu finden sein dürfte. Es gibt viele Ansatzvorschlägen für Eltern und Therapeuten, die mit kleinen AS-Kindern (maximal noch bis zum Schulverlassen) zu tun haben. Für diese kann ich das Buch auch nur empfehlen. Die "häufig gestellten Fragen" (FAQ) geben einen kurzen und dafür trotzdem allumfassenden Überblick über den Forschungsstand zu Ursachen, Perspektiven.“



    Nicole Schuster:
    Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing (eine Mischung aus Autobiographie und sehr detailliertem Asperger Sachbuch einer Betroffenen jungen Frau)



    „Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing von Nicole Schuster ist endlich ein weiteres Buch über Autismus, geschrieben von einer Betroffenen.


    Die Autorin schreibt einerseits aus der Sicht eines Menschen mit Asperger Autismus und andererseits beleuchtet sie das Thema und die einzelnen Kriterien die es ausmachen, aus einer wissenschaftlichen Sicht. Sie gibt Beispiele, erklärt anhand von genauen Beschreibungen, bei denen sie oft bis an die Wurzel der Dinge geht, so dass man es durch und durch verstehen und begreifen kann, was bestimmt auch die autistischen Leser sehr freuen wird. Sie zitiert andere Menschen mit Autismus und sie erläutert bisher in anderer Literatur nicht oder nur wenig beachtete Standpunkte und Merkmale. Da sie sozusagen Fachfrau auf dem Gebiet ist und sich fachlich sehr gut auskennt, bedeutet dies eine wesentliche Bereicherung da sie zusätzliche bisher relativ unbekannte Informationen gibt, bzw. die bisher bekannten Informationen viel intensiver erklärt und beschreibt, als es von nicht-autistischen Autoren aus Mangel an Einfühlung je erfolgen könnte. Dieses Buch ist ein Muss für alle die mehr über Autismus wissen wollen, oder für jene, die glauben eine autistisches Syndrom zu haben und mehr darüber erfahren wollen.


    Dieses Buch ist das umfassendste Buch, das auch von Laien gut verstanden wird, was ich zum Thema bisher finden konnte. Es ist sehr gründlich und ausführlich geschrieben, die Recherchen und Zitate sind mit Literaturhinweisen versehen, so dass man auch auf diese zurückgreifen kann. Alles in allem ein sehr gelungenes Werk, das auch Fachleuten auf diesem noch relativ unbekannten Terrain weitere neue Informationen liefern kann, die eine Diagnosestellung in der Praxis erleichtern könnte.“




    Daniel Tammet:
    Elf ist freundlich und fünf ist laut


    „Der Achtundzwanzig Jahre alte Autist versucht die Leser an seiner Welt Teil haben zu lassen, einer Welt in der Zahlen als Formen, Farben und sogar als Gefühle existieren. Daniel Tammet zählt zu den etwa Fünfzig weltweit bekannten "Savants", Autisten welche auf bestimmten Gebieten außerordentliche geistige Fähigkeiten entwickeln. In seinem Fall handelt es sich um erstaunliche mathematische Fähigkeiten und die Fähigkeit in kürzester Zeit (eine Woche) Fremdsprachen zu erlernen.
    Daniel Tammet ist unter diesen Fünfzig "Savants" insofern noch einmal etwas Besonderes, als er zudem die Fähigkeiten hat, eine Brücke in unsere Welt zu schlagen und auch die Notwendigkeit dazu sieht.
    Der Psychater Darold A. Treffert beschreibt in seinem Vorwort Daniel Tammet als "einen redegewandten, sehr sympathischen, liebenswürdigen, höflichen und bescheidenen Menschen". Und genau diese Eigenschaften sind es, welche das Buch von Daniel Tammet so lesenswert machen.“



    John Elder Robison:
    Schau mich an, Mein Leben mit Asperger Syndrom


    „Dieses Buch ist ein bewegendes Lebenszeugnis eines Menschen, der als Kind als "unnormal" galt und von anderen , Erwachsenen und Kindern, gemieden wurde. Erst sehr viel später stellte sich heraus, das er unter dem Asperger-Syndrom gelitten hatte, einer leichten Form des Autismus.


    "Mit neun Jahren hatte ich eine Offenbarung: Ich kam dahinter, wie man mit anderen Kindern redet", erzählt John Elder Robison in seinem empfehlenswerten Buch, das man liest, ohne aufhören zu können, so spannend ist seine Lebensgeschichte. Doch wie so viele andere Menschen mit Asperger oder anderen Formen des Autismus hat auch er ganz besondere und außergewöhnliche Talente. Als er ein solches entdeckt, nämlich sein Talent und seine Vorliebe für elektrische Geräte, beginnt für ihn ein neues Leben und eine neue Welt steht ihm offen. Er entwirft für die Musikgruppe KISS flammenwerfende Gitarren und bereitet deren Tourneen vor. Später entwickelt er für die Firma MB die ersten elektronischen Spielzeuge.


    Doch auch in der Arbeit setzt sich sein Außenseitertum fort, das ihm keine Ruhe lässt, Erst als er vierzig Jahre alt ist, erfährt er die Ursache seines Verhaltens: er leidet am Asperger-Syndrom.


    John Elder Robison setzt sich hin und schreibt ein Buch über sein Leben und seine Erfahrungen, die er nun unter einen ganz anderen Blickwinkel sieht und einschätzen und bewerten kann.


    Das Buch ist für Menschen, die mit Asperger in der einen oder anderen Form konfrontiert sind, ein mutmachendes Beispiel, auch wenn viele nicht eine solche Karriere machen werden.“




    Dawn Prince-Hughes:
    Heute singe ich mein Leben


    „Dawn P.-H. erfährt erst als Erwachsene mit 36 Jahren, daß ihre gravierenden Schwierigkeiten auf dem Asperger Syndrom beruhen ( einer angeborenen neurologischen Behinderung aus dem Autismus-Spektrum).
    Nach einer hilflosen, schmerzlich erlebten und unbegriffenen Kindheit und Jugend, nach verzweifelten Versuchen, nicht abzugleiten in Trunksucht, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit bekommt sie eine Anstellung in einem Zoo. In den Gorillafamilien findet sie, unerwartet und beglückend, Seelenverwandtschaft und erkennt u.a., daß Verständigung und Übermittlung von Emotionen in einer Gruppe Lebewesen durch Körpersprache urtümlich und weitgehend unabdingbar ist.
    (Der autistische Mensch kennt die Körpersprache, die auch beim Menschen eine große Rolle spielt, nicht )


    Sie entwickelt Strategien, Körpersprache im Alltag anzuwenden: Lächeln, Ansprechen, Wiedererkennen notfalls simulieren usw. und bekommt feedback, das ihre Anstrengungen belohnt und damit immer mehr erleichtert.
    Dawn P.-H. promovierte in Anthropologie und lehrt jetzt in einer amerikanischen Universität.
    Das Buch beschreibt sehr anschaulich ihre eigenen Erfahrungen und Eindrücke ( übrigens seit dem Tag ihrer Geburt, was beinahe unglaublich klingt) und die anderer Autisten, deren Informationen sie sammelte.
    Die Autorin will mit dem Buch Hilfestellung für Betroffene geben. Dies ist überaus eindrucksvoll gelungen. "



    Wer hat auch gute Tipps?


    Grüsse


    soleil