Was habt ihr für einen Beruf

  • Hallo rainerzufall


    dass ich am Asperger Syndrom leide


    Immer wieder höre (oder lese) ich, dass man am AS leidet und auch ich hab es oft so empfunden (bis hin zu dem Wunsch so sehr behindert zu sein, dass ich es selbst nicht mehr merke) :rot: Aber das AS ist ja auch eine Besonderheit und je nachdem wie man es anschaut sogar ein Vorrecht. So auf jeden Fall sehe ich es heute.


    Finde keinen rechten Draht zu den Kollegen


    Das kann ich sehr gut nachvollziehen, so auf jeden Fall habe ich es in der Berufswelt immer empfunden. Und jetzt wo ich Hausfrau bin, geht es mir genauso mit der Nachbarschaft, oder im Zusammenhang mit den Eltern anderer Kinder (dies ist jetzt zum Glück Vergangeheit, weil meine Söhne erwachsen geworden sind).
    Damit will ich sagen, dass es gar nicht auf den Beruf ankommt, es ist eine Eigenheit, die das AS je nach Ausprägung einfach mit sich bringt.


    habe oft dass Gefühl dass die älteren Kollegen mich klein halten wollen, bei Fragen reagieren sie pampig.


    Es ist eine Beobachtung bei den NTs die ich immer wieder mal gemacht habe. Wenn jemand mehr weiss, oder kann, als sie selbst ertragen viele das nur schlecht. Das Auftreten der Aspies ist nach meinem Empfinden ja oft nur ein Helfen, oder Informieren wollen. Wenn es ihr Interessensgebiet betrifft, geben sie ihr Wissen gerne weiter, aber von den NTs wird das dann als Besserwisserei empfunden und das wollen sie vermutlich unterdücken.


    Ich rate dir, dass du dir eine "dicke Haut" zulegst und dir die Freude am Beruf nicht rauben lässt.

  • Also ich mache gerade eine Ausbildung zum Kaufmann an einem geschützen Arbeitsplatz und bin sehr glücklich!


    Ich liebe es in der Buchhaltung zu arbeiten! Man arbeitet dort mit Zahlen und ich liebe genauigkeit und perfektionismus! xD


    In Meiner Freizeit mache ich auch sehr gerne Theater, aber auch in der Politik bin ich sehr involviert!


    Weiss noch nicht was ich nach der Lehre mache, mal schauen!


    Gruss
    Yvchen

  • Ich bin gelernter Erzieher. In der Hoffnung meine Probleme zu lösen und einiges im Umgang mit Menschen zu lernen habe ich diesen Beruf ergriffen.
    Nach einigen Jahren habe ich dann zur Forst gewechselt entsprach eher Naturel. :D
    Nun bin ich durch eine Muskelkrankheit erwerbsunfähig. ;(

  • Ich bin Eidg. Dipl. Informatiker mit der Fachrichtung Softwareentwicklung und Testen.


    Habe fast ein Jahr bei einer Firma gearbeite, welche ERP's an die Bedürfnisse der Kunden anpasst. das war nicht immer einfach.


    Zurzeit suche ich eine neue Herausforderung, welche für Aspies zugeschnitten ist.

  • Habe Ausbildung nach Ausbildung gemacht, da es mir schnell langweilig wurde: Malerin, Biologielaborantin, Matura nachgeholt und nun dipl. Therapeutin im Energiebereich. :thumbsup:

  • Hallo,


    ich bin von Haus aus eigentlich Versicherungskaufmann. Habe danach aber Informationswissenschaften (Diplom) studiert und sitze im Moment als Student an der Masterarbeit in Informationswissenschaften Richtung Bibliothekswesen.


    Gerade heute ist übrigens ein Beitrag von mir auf der Hochschulseite erschienen. Über Autismus und meine persönlichen Erfahrungen im Studium.


    Studenten erzählen


    Querdenkender

  • Ich war in der Schule (Bezirksschule) ohne grossen Aufwand sehr gut (für die Kanti hätt's prüfungsbefreit gereicht), und hab nach einer Pflichtschnupperlehre die Begeisterung zum Handwerklichen endgültig gefunden. (Gebaut und getüftelt hab ich schon immer am liebsten!) Ich habe also mit etwa 15 eine Lehre zur Elektromonteurin begonnen und diese mit berufsbegleitender Matura abgeschlossen. Im September darauf habe ich das Studium Elektro- und Informationstechnik aufgenommen und nach einem Semester gemerkt -nö is nix für mich. Elektrotechnik ist zwar spannend, aber das viele Informatik und am PC höckeln ist nix für mich. Ich habe mich dann umgeschaut und mein Blick fiel auf Maschinenbau. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die Maschine versteht mich und ich die Maschine.
    Ich mag es mit Zahlen zu jonglieren, die Berechnungen eines Kräftesystemes, Ideen suchen, das Bauteil zeichnen berechnen und schlussendlich fertigen lassen. (Man hat was von seiner Arbeit, man SIEHT das Ergebnis, also das was ich bei der Elektronik so vermisst habe)


    Wobei, mein Studiengangleiter mir beim Wechsel gesagt hat, es passt, oder es passt nicht. Man ist entweder Elektroniker oder Maschinenbauer. Wobei ein Hybrid wie ich hat auch seine Vorteile ;)

  • Nach der Volksschule (hat mir nicht gefallen, hatte immer Probleme mit den Lehrern, die mich nicht verstanden haben - und ich wollte sie nicht verstehen) hatte ich eine Lehre als Kaufm. Angestellter gemacht, weil mir nichts besseres in den Sinn gekommen ist - später hat sich das als guter Berufseinstieg entpuppt. Danach folgte eine Ausbildung als Juniorprogrammierer und später habe ich den Eidg. Fa. Wirtschaftsinformatiker gemacht und Software entwickelt auf Applikations-, Middleware- und Systemebene (war damals noch nicht so klar getrennt wie heute). Irgend wie ging es dann immer weiter und es folgten verschiedene Schulen, bis ich mit einem Bachelor in Business Administration und später einem MBA im englischsprachigen Raum den universitären Weg nachgeholt habe. Derzeit bin ich nebenberuflich an einer Doktorarbeit in einem Executive-Programm einer ausländischen Universität. Parallel zum schulischen Weg habe ich jeweils recht intensiv gearbeitet. Ich war in verschiedenen Projekten auf der ganzen Welt tätig und arbeitete für zwei der grossen globalen Revisions- und Beratungsunternehmen. Heute leite ich eine Funktion mit etwas mehr als 1000 Mitarbeitenden in einem Grosskonzern. Daneben bin ich als Dozent an zwei Universitäten und einer militärischen Führungsschule tätig. Militärisch habe ich auch verschiedenes gemacht: über Gebirgsspezialist zum Nachrichtendienst und dann zur Aufklärung; zuletzt kommandierte ich eine Infanterieaufklärungseinheit.

  • Interessante Beruf, die ihr da hbat- ausser dem Kaufmann, den Beruf finde ich langweilig^^
    Ich mache momentan eine Ausbildung als Telematiker und würde ihn ab und zu am liebsten einfach hinschmeissen- das wäre allerdings dumm, weil ich schon zwei Jahre gemacht habe und im Mai, 2013, habe ich meine LAP. Also "beisse" ich mich da jetzt einfach mal durch. =(
    Vor allem das Praktikum, das ich jetzt momentan machen muss, macht mich fast wahnsinnig.

  • Berufslehren hab ich 3 (Metzger A, das KV und den Informatiker), zwischendurch war ich noch ungelernt auf dem Bau (Flach-, Steildach und Zimmerei).
    Nun aber seit etwa 15 Jahren in der Informatik (Leven 2 Support mit recht wenig Kundenkontakt) und hab dort auch die eine oder andere Weiterbildung absolviert.


    Ein Tipp an Kathy92: Brich nicht ab. Bei mir hat die abgeschlossene Metzgerlehre alleine dadurch dass ich mich durchgebissen habe später einige Weiterbildungstüren geöffnet welche ogen Abschluss verschlossen geblieben wären.

    Ich bemerke dass mein Training im Umgang mit Aspies begonnen hat und ich möchte mich entschuldigen falls es durch meinen gewohnheitsmässigen Umgang mit Doppeldeutigkeiten, Wortspielen und Ironie zu Missverständnissen gekommen ist (und kommen wird).

  • Berufslehren hab ich 3 (Metzger A, das KV und den Informatiker), zwischendurch war ich noch ungelernt auf dem Bau (Flach-, Steildach und Zimmerei).
    Nun aber seit etwa 15 Jahren in der Informatik (Leven 2 Support mit recht wenig Kundenkontakt) und hab dort auch die eine oder andere Weiterbildung absolviert.


    Ein Tipp an Kathy92: Brich nicht ab. Bei mir hat die abgeschlossene Metzgerlehre alleine dadurch dass ich mich durchgebissen habe später einige Weiterbildungstüren geöffnet welche ogen Abschluss verschlossen geblieben wären.


    Ich glaueb, nicht, dass ich abbrechen werde, weil ich eine wirklich tolle Lehrfirma habe. Aber dieses Praktikum als Elektriker macht mich fertig. Wenn man nämlich keine LAP hat, dann hat meine fats keine Chancen auf dem ARbeitsmarkt.

  • Berufslehren hab ich 3 (Metzger A, das KV und den Informatiker), zwischendurch war ich noch ungelernt auf dem Bau (Flach-, Steildach und Zimmerei).
    Nun aber seit etwa 15 Jahren in der Informatik (Leven 2 Support mit recht wenig Kundenkontakt) und hab dort auch die eine oder andere Weiterbildung absolviert.


    Ein Tipp an Kathy92: Brich nicht ab. Bei mir hat die abgeschlossene Metzgerlehre alleine dadurch dass ich mich durchgebissen habe später einige Weiterbildungstüren geöffnet welche ogen Abschluss verschlossen geblieben wären.

    Ich kann dem nur zustimmen.
    Ich musste selber neue Mitarbeiter für meine Gruppe auswählen.
    Wichtig ist eine abgeschlossene Berufslehre und später dann auch verschiedene Erfahrung.
    Und danach auch Hobbys und Beschäftigung in der Freizeit.
    Jeder Abschluss ist da bei der Auswahl neuer Mitarbeiter wichtig und relevant.
    Erst dannn kommt man in eine kleinere Auswahl und wird für ein Gespräch eingeladen.


    Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
    Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.


  • Ich glaueb, nicht, dass ich abbrechen werde, weil ich eine wirklich tolle Lehrfirma habe. Aber dieses Praktikum als Elektriker macht mich fertig. Wenn man nämlich keine LAP hat, dann hat meine fats keine Chancen auf dem ARbeitsmarkt.


    Elektrikerpraktikum? Ja, da musst du ein wenig "unten durch".


    Meine Vermutung:
    Elektriker fühlen sich gegenüber Telematikern gerne etwas "minderwertig" und werden von einigen Telematikern auch gerne als "dumme Kabelzieher" behandelt auf denen man dann rumhacken kann wenn die Verkabelungsqualität nicht den Wünschen entspricht. Nun hat sich für die "Stromer" die Baustellenhackordnung umgekehrt und das geniessen sie ein wenig.
    Lass dich einfach nicht fertigmachen. So ein Praktikum geht vorbei.

    Ich bemerke dass mein Training im Umgang mit Aspies begonnen hat und ich möchte mich entschuldigen falls es durch meinen gewohnheitsmässigen Umgang mit Doppeldeutigkeiten, Wortspielen und Ironie zu Missverständnissen gekommen ist (und kommen wird).

    Einmal editiert, zuletzt von sofafernsehfan ()

  • Elektrikerpraktikum? Ja, da musst du ein wenig "unten durch".


    Meine Vermutung:
    Elektriker fühlen sich gegenüber Telematikern gerne etwas "minderwertig" und werden von einigen Telematikern auch gerne als "dumme Kabelzieher" behandelt auf denen man dann rumhacken kann wenn die Verkabelungsqualität nicht den Wünschen entspricht. Nun hat sich für die "Stromer" die Baustellenhackordnung umgekehrt und das geniessen sie ein wenig.
    Lass dich einfach nicht fertigmachen. So ein Praktikum geht vorbei.

    Nein, das ist es nicht. Es ist auch nicht, dass sie auf mir "rumhacken" oder so.... eher so, dass es dort so laut ist und es sind so viele Leute und das macht mich ganz wahnsinnig. Ich bin am Ende des Tages total fertig. :( Eigentlich, bin ich am Ende des Arbeitstages (Als ich noch bei meiner Lehrfirma war, noch nciht im Praktikum) Immer noch kurz in eine Bücherei oder eine Bibliotheck gegangen, aber mittlerweile will ich einfach nur nach Hause und in meinem Vogelbuchlesen. Ausser am Freitag, da gehe ich immer zu meiner Psychiaterin, die nett ist. Sie versteht mich dann immer, wenn ich ihr davon erzähle.

  • Hallo, ich bin in der Ausbildung zum Automatiker (2. Lehrjahr)

    "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein."


    "Gesunder Menschenverstand: eigentlich nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat."


    "Gott würfelt nicht."


    by Einstein

  • Hallo zusammen
    Ich bin zurzeit im dritten Lehrjahr zum Landschaftsgärtner, mach die BMS und will danach ein Studium als Umweltingenieur beginnen. Da mich die Natur uns Technik und ihre Zusammenhänge sehr interessieren freue ich mich wahnsinnig auf das Studium.
    Ausserdem gefällt mir die Amtosphäre auf dem Bau, da nimmt dich keiner Krumm und ich kann mich geben wie ich bin. Ausserdem sind da die Leute viel direkter und man kann selbst direkter sein.
    alles gute
    Insti

  • Ja, lieber Insti, die Atmosphäre auf dem Bau, die hat's mir auch angetan. Ich bin hochwohlgeborener diplomierter Naturwissenschafter ETH Zürich (Achtung Sarkasmus). Zwischendurch habe ich als Forstwart gearbeitet, seit vier Jahren bin ich als Zimmermann tätig. Und ein bisschen als Möchtegern- und Hobby-Bauer. Das sind auch die für mich schönsten vier Berufe.
    Und eben, auf dem Bau, da gibt's die vielen komischen Verhaltensregeln nicht. Direkt, ehrlich. Da braucht man kein Licht unter den Scheffel stellen. Das hintenrum-Gequatsche ist verpönt. Die "Gesetze" scheinen zwar etwas machomässig, sind aber einfach und einleuchtend. Ehrlich gesagt frage ich mich, wieso so wenige Asperger einen handwerklichen Beruf ergreifen (zumindest habe ich den Eindruck, dass es sehr sehr wenige sind).
    Mindestens als ebenso perfekt habe ich die Arbeit im Forst empfunden. Da gab es nur den Berg (war meist im subalpinen Bereich, oft in Steilhängen, wo die grossen Maschinen nicht hinkommen), den Baum, meine Motorsäge und ich. Und den Anspruch, den Baum zentimetergenau hinzulegen, ihn in nullkommanichts auszuasten. Mit einem Minimum an Fehlern, mit einem Minimun an Kraft und Aufwand. Am Abend war ich dann auch nicht erschöpft, sondern voller Vitalität und Energie. Nachgerade aufgeladen.
    Und als Zimmermann gibt es kaum was Schöneres, als eine eigene Baustelle zu haben, die Pläne, ein Stapel Holz. Und nach ein paar Tagen steht ein Stall, ein Anbau, irgendwas. Die frische Luft, Sonne und Regen, schwere Arbeit, manchmal 14cm Holz vs. 5m freier Fall... herrlich.
    Und ganz wichtig: kein stimmt's-für-Di, Gschpür'sch-mi und dergleichen. Einfach tun, was getan werden muss.

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