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Anregung gesucht: Real world Desensibilisierung zu Covid zeiten.

  • Data1996
  • 11. Dezember 2020 um 13:40
  • Data1996
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    • 11. Dezember 2020 um 13:40
    • #1

    Hallo zusammen

    Das hier ist mein erster Post, und ich habe mich erst vor einer Woche selbst diagnostiziert als Asperger mit Sensory Processing Disorder (bisher ärztlich diagnostiziert waren nur Dysgraphie und ADHS, vielleicht Fehldiagnosen, vielleicht habe ich auch alle 4 zu einem gewissen Grade - das soll es ja auch geben).

    Jedenfalls: Seitdem ich durch die Covid-Massnahmen und Homeoffice zwangsmässig isoliert wurde von Sozialer Interaktion und sonstigen sensorischen Eingängen, habe ich (um ca. 500%) vermehrte Shutdowns. Ich arbeite derzeit eine Strategie aus wie ich mein Tiefgehendes wissen über Trainings- und Lernmethodik, und Psychologie auf meine aktuelle Problemsituation anwenden kann.

    Das Grundgerüst dazu habe ich bereits, mir fehlen bloss noch ein paar Werkzeuge, und deshalb frage ich euch hier nach Anregungen. ich suche nach

    1. Einer Reproduzierbaren Situation, wo man sich durch laute Menschenmengen bewegt und Leute anquatscht

    2. Einer Reproduzierbaren Situation, wo mehrere Gespräche an einem Tisch laufen

    3. So etwas wie Kampfsport (Starke Reize auf allen Kanälen, zeitgleich soziale Interaktion und die Anforderung einen kühlen Kopf im Übungskampf bewahren)

    4. Eine Methode zur kontrollierten visuellen Reizüberflutung. Vielleicht gibt es eine Art Stroboskop, das sich hierzu empfiehlt? visuelle Reizüberflutung und Lichtempfindlichkeit (daher sind Bildschirme nicht geeignet, Helligkeitsspektrum zu eng) erhoffe ich mir damit zu lindern

    Logischerweise bedarf es zu allen 4 Massnahmen eine ordentliche vor- und Nachbereitung. in diesem Bereich bin ich bereits gut informiert und geübt. Logischerweise bricht man jede Massnahme ab, kurz bevor die "Schmerzgrenze" erreicht ist - auch wenn das unter Umständen schon nach 2 Sekunden der Fall ist.

    Normalerweise wären 1-3 beantwortet durch: Ausgang, Restaurant, und BJJ/MMA (was ja leider alles im Moment nicht möglich ist wegen den extern erzwungenen Covid Massnahmen). Allenfalls muss ich anfangen leute im ÖV anzusprechen, so sehr mich das ekelt. Auf 4 habe ich wiederum noch garkeine Antwort, mit oder ohne Covid.

    Ich bin froh um jeden Input. Ich bin ziemlich furchtlos und stoisch (im Aurelischen Sinne) - ihr dürft gerne auch etwas "verrücktere" Ideen bringen.

    Vielen Dank im Voraus und liebe Grüsse,

    Data

  • Rabea
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    165
    • 11. Dezember 2020 um 20:49
    • #2

    Ich glaube nicht, dass das bei mir funktionieren würde. Ich wurde durch's Joggen weniger empfindlich, alles andere hat früher nur den Stresslevel hochgebracht.

  • Data1996
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    • 11. Dezember 2020 um 21:42
    • #3

    Ich war Zeitweise schon sehr resistent. Nicht "ich halte es länger als 10 Minuten in der Disco aus ohne zusammenzubrechen" resistent, aber resistent genug um an Metalkonzerte zu gehen, dort spass zu haben und nur 3 tage komplette isolation zu brauchen, bis ich wieder ansprechbar war. Oder genug um an mehrstündige Kampfsportseminaren mit Sparring teilzunehmen, und nur 2 Tage unbrauchbar im Geschäft zu sein.

    Auf diesen Level will ich wieder hoch. Hoch genug um wieder Fahrstunden nehmen zu können.

  • friedel
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    • 12. Dezember 2020 um 00:54
    • #4

    Telefonate. Nicht Nachrichten schreiben, sondern sich per Telefongespräch austauschen. Mindestens drei hintereinander.

    Waldlauf. Vergiss die Wege. Springen, ducken, stolpern, ausweichen. Und GPS.

    Stroboskopblitze, aber zeitgleich auch Farbwechsellichtstrahl auf rotierende Diskokugel. Dazu Chormusik oder Acapella auf Kopfhörer.

    Details beachten im ÖV. Scheuklappen vewusst senken. Formen, Geräusche, Gerüche alle mal wahrnehmen. Vor allem letztere.

    Mein natürlicher Zustand ist verträumte Abwesenheit. Seit 45 Jahren lebe ich gegen meine Natur.

  • Data1996
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    • 12. Dezember 2020 um 02:35
    • #5

    30-60% meiner Arbeit ist telefonischer IT support. Mein Job hat mir sehr geholfen, bevor ich damit anfing, hatte ich eine wahre Phobie vor Telefonaten.

    Ich nehme immer alles wahr im ÖV, kenne jedes Gesicht und die dazugehörige Heimstation und viele weitere persönliche Details, kann die meisten blind am Geruch, Schrittrhythmus oder Stimme erkennen. Meine Sinne sind immer 100% an, mir fällt es sehr schwer sie jemals abzuschalten

    Zitat von friedel

    Stroboskopblitze, aber zeitgleich auch Farbwechsellichtstrahl auf rotierende Diskokugel.

    Meinst du so etwas hier (Farbwechselstrahl)? https://www.thomannmusic.ch/fun_generation…IMaAh9PEALw_wcB

    Womit generiere ich Stroboskopblitze? Irgendwie finde ich dazu nichts auf Google. ich nehme an ich benutze die falschen Suchbegriffe. Das ist alles Neuland für mich, mir fehlt das Vokabular.

    Vielen Dank für Deinen Beitrag zu meiner Lösungssuche!

  • petrichor
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    • 14. Dezember 2020 um 21:55
    • #6

    Data1996 schau mal hier Stroboskop

    "Before you judge me, make sure, you're perfect."

  • Federkiel
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    • 29. Dezember 2020 um 14:42
    • #7
    Zitat von Rabea

    Ich glaube nicht, dass das bei mir funktionieren würde. Ich wurde durch's Joggen weniger empfindlich, alles andere hat früher nur den Stresslevel hochgebracht.

    Ja, bei mir stieg schon der Stresslevel bei allein der Vorstellung mich so vielen schwierigen Situationen aussetzen zu wollen/müssen. Andererseits merke ich schon, dass mich das Corona Jahr etwas zurückgeworfen hat, weil je weniger Kontakte und schwierige Situationen man meistern muss, desto empfindlicher wird man auch irgendwie. Mehr wie mehrfach in der Woche spazieren zu gehen, schaffe ich derzeit aber nicht.

    Zitat von Data1996

    1. Einer Reproduzierbaren Situation, wo man sich durch laute Menschenmengen bewegt und Leute anquatscht

    Eventuell könnte man das erreichen, in dem man Flugblätter verteilt, vielleicht am Bahnhof wo auch zu Covid einiges los ist. Vielleicht welche für einen guten Zweck in deinem Ort.

    Hier wurden zum Beispiel Decken und Jacken für Obdachlose gesammelt für die Winterzeit letztes Jahr und da hat jemand Flugblätter verteilt wo drauf stand wo man die abgeben kann.

    Sicher ergäbe sich da zumindest ein kurzer Blickkontakt mit den Leuten die einen Zettel nehmen/ihn dankend ablehnen und eventuell hin und wieder auch ein kurzes Gespräch.

    Ich bin kein Engel, mache Fehler, bin nicht perfekt, nicht normal, manchmal verrückt....Aber wenigstens bin ich - ICH SELBST. :thumb:

  • Data1996
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    • 7. Januar 2021 um 22:43
    • #8

    Sehr guter Ansatz! kaum eine Simulation hilft mehr als die Realität, heutzutage muss man sie nur zu finden wissen und das wäre eine recht zuverlässige option.

    Danke dafür :)

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