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Samstag, 17. Dezember 2011, 22:28

«Autistische Mädchen fallen kaum auf»

Ein guter Artikel zu einem Thema, das noch kaum im Forum diskutiert wurde:

Eine zu enge Vorstellung von Autismus sei der Grund, warum Mädchen oft nicht rechtzeitig eine Diagnose bekämen. Es braucht deshalb Änderungen in der Diagnostik, sagt Autismusexpertin Judith Gould.


Frau Gould, Sie sagen, Mädchen mit Autismus bekämen oft gar keine oder keine rechtzeitige Diagnose. Was bringt Sie zu dieser Aussage?
Wir haben in unserem Autismuscenter in den letzten Jahren vermehrt Mädchen im Teenageralter und junge Frauen diagnostiziert. Das heisst, der Autismus ist bei ihnen im Kindesalter nicht erkannt worden. Auch bekommen wir vermehrt jugendliche Mädchen von den psychiatrischen Diensten zur Abklärung zugewiesen, wobei wir dann feststellen, dass nicht ein psychiatrisches Problem vorliegt, sondern eine Entwicklungsstörung, ein Autismus, der aber zuvor nie diagnostiziert wurde.

 

Was ist der Grund dafür, dass der Autismus bei Mädchen nicht erkannt wird?
Ich glaube das liegt daran, dass viele eine sehr enge Vorstellung von Autismus haben. Nicht nur Laien, sondern auch Ärzte oder Fachpersonen. Sie denken, autistisch zu sein, bedeute, dass jemand total verschlossen ist, sich nur für technische Dinge und Objekte interessiert und dass eine autistische Person hyperaktiv und aggressiv ist. Das sind typischerweise Merkmale, wie sie bei autistischen Buben anzutreffen sind. Wenn dann ein Mädchen kommt, das zumindest oberflächlich kontaktfreudig ist und Interessen zeigt, wie sie für Mädchen typisch sind, dann sagen viele: Das kann unmöglich Autismus sein.

 

Heisst das denn, der Autismus zeigt sich bei Mädchen anders als bei Buben?
Ja. Das Grundproblem, die Schwierigkeiten bei der Kommunikation und bei der sozialen Interaktion: Das ist zwar bei allen innerhalb des Autismusspektrums vorhanden. Aber Mädchen sind eher passiv, und sie haben die Fähigkeit, zu beobachten und soziales Verhalten bis zu einem gewissen Grad zu kopieren. Damit verschleiern sie ihre autistischen Symptome und fallen viel weniger auf.

 

Ist das der Grund, warum die Störung bei Mädchen nicht erkannt wird – weil autistische Mädchen anders sind als autistische Jungen?
Gerade weil der Autismus sich anders manifestiert bei Mädchen, muss man eben wissen, warum das so ist. Da genügt eine enge Vorstellung von Autismus einfach nicht.

 

Ist es demnach auch ein Problem der Diagnostik?
Tatsächlich ist die Diagnostik noch immer sehr stark auf Jungen ausgerichtet. Die geltenden Diagnosekriterien beschreiben das typisch männliche Muster von Autismus. Mädchen, die davon abweichen, werden mit diesen Kriterien nicht erfasst. Es braucht also Änderungen in der Diagnostik, das heisst, man muss spezifische und detaillierte Fragen stellen, um den Autismus in seiner Komplexität zu erfassen.




Wer den ganzen Artikel lesen möchte, klickt auf:
»bazonline.ch«

Was meint ihr?

grüsse

soleil

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »soleil« (17. Dezember 2011, 22:30)


Kathy92

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2

Sonntag, 18. Dezember 2011, 11:42

Das stimmt. Früher als Mädchen wollte ich immer normal sien. Ich ahbe bei allen Abklärungen gewusst, was ich sagen muss, wie ich mich verhalten muss, um normal zu sein. Im Nachhinein bereuhe ich es. Mir wäre so viel erspart geblieben...
Meine Psychiaterin ist auch sehr auf die 0815-Version des Asperger-Autisten ausgelegt. Das ist sehr schade...
Darum suchen wahrscheinlich so viele junge Frauen dann die Diagnose, weil sie mit ihren problemen nciht mehr klarkommen (so wars bei mir).

Kopfkino

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3

Sonntag, 18. Dezember 2011, 12:11

Bei mir war es auch mituner der Grund, weshalb ich meine Diangnose erst mit bald 19 bekommen habe. Ich war zwar schon seit fast 2 Jahren in Therapie, wegen Depressionen, und erst durch die beurteilung meiner Thera wurde eine Abklärung in erwägung gezogen. Sie brauchte auch eine lange Zeit, da ich mich eben möglichst normal Verhalten wollte, nicht auffalen und alles versuchte um normal zu sein. Das übte ich schon mein ganzes Leben lang, weil ich mir meine Andersartigkeit nicht erklären konnte und einfach normal sein wollte. Zum Glück hatte ich eine so Aufmerksame Therapeutin, die sich mit dem Autismusspektrum auskennt. Dadurch verdanke ich ihr viel. Ich kann nun daran arbeiten und mein Leben in den Griff bekommen.

waldelfe

unregistriert

4

Sonntag, 18. Dezember 2011, 13:47

Wow und danke für diesen Artikel! Er trifft die Realität auf den Punkt! Ich kann nichts mehr anfügen......:-)

Gruss und :thumbsup:

5

Sonntag, 18. Dezember 2011, 16:11

Ich habe lange über diese Thematik nachgedacht. An der Uni-Klinik in Köln, wo ich meine letzte Diagnose bekam, beträgt der Geschlechterverhältnis der Diagnostizierten 1:2. Die Geschlechterverhältnisse, die ich in der Literatur finde, weisen jedoch immer einen deutlich höheren Anteil männlicher Autisten aus. Woran liegt das?
Ich habe den Eindruck, dass das Grundproblem ist, dass niemand weiß, was Autismus eigentlich ist, wodurch er verursacht wird und wozu er gut ist. Bei der Diagnose können deshalb nur Bündel von Verhaltensauffälligkeiten beschrieben werden, die gemeinsam auftreten. Meine Vermutung geht weiter: Die Nichtautisten neigen dazu, hier von einer "Störung" zu sprechen. Damit laufen sie Gefahr, ihre Aufmerksamkeit eher dem Verhalten zuzuwenden, das sie als "gestört" erleben. Damit gerät dann eher die 'männliche' Variante des Autismus in den Fokus.
Wenn klarer wäre, was Autismus eigentlich ist und welche Funktion er hat, ließe sich das vielleicht vermeiden.
Ich habe ein Buch von Tony Attwood gelesen, in dem er beschreibt, dass Buben mit Asperger kleine Wissenschaftler sind und Mädchen mit Asperger kleine Philosophen. Er beschreibt auch, woran das seiner Meinung nach liegt.

friedel

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6

Sonntag, 18. Dezember 2011, 16:23

dass Buben mit Asperger kleine Wissenschaftler sind und Mädchen mit Asperger kleine Philosophen.


Demnach wäre ich, geistig betrachtet, ein autistischer Zwitter. :D
Attwoods Auslegungen sind ein Meilenstein im Verständnis von Autismus.
Inzwischen sollte es dringend noch wenigstens einen zweiten geben.
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.
Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)
Wer den Willen hat, etwas zu tun (oder zu lassen), findet auch einen Anlass dafür. (UT)

7

Sonntag, 18. Dezember 2011, 18:48

Männer verteidigen (meist aggressiv) ihr Territorium. Der Status in einer Gruppe ist wichtig, damit sie entsprechend viele Frauen beeindrucken und sich weiterpflanzen können. Autismus, das extrem männliche Gehirn. Solche Klassifizierungen von Fachleuten irritieren mich. Möglicherweise würde es hilfreich sein, wenn man betreffend Autismus-Spektrums-Störungen weniger nach geschlechterspezifischen Verhaltensweisen und Klassifikationen suchen würde.

Objekto

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8

Sonntag, 18. Dezember 2011, 20:56

Seltsamerweise habe ich als Mädchen typische Buben interessen gehabt.
Das sind Objekte und Maschinen/Technik, dass noch heute geblieben ist.
Auch habe ich nie in der Schule so Mädchendinge gemacht, wie schminken und shoppen gehen.
Habe mich auch nie angepasst, wenn es hiess du bist ein Mädchen sowas macht man nicht, bin ich gar nie darauf eingegangen, meine Frage nur, warum dürfen das Mädchen nicht, ich bekam nie eine Antwort.

Kopfkino

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9

Sonntag, 18. Dezember 2011, 21:32

Da finde ich mich glatt wieder. Ich bin ja schon bald 19. Aber ich habe mich noch nie geschminkt, noch nie einen Rock getragen geschweige denn Absatzschuhe. Ich spiele gerne Fussball. Ich mag diese "Mädchen-Dinge" nicht und Pink hasse ich! Ich bin also wirklich nicht typisch Mädchen, trotzdem habe ich meine Diagnose leider erst spät erhalten.

10

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 21:39

Leider ist noch zu wenig bekannt, dass Autismus in vielen verschiedenen Varianten auftritt.
Unsere Tochter bekam die Diagnose untypisches ADHS. Die Empfehlung war, ihr Ritalin zu geben. Autismus wurde ausgeschlossen, da sie sehr kommunikativ ist und für Mädchen typische Interessen hat (z. B. Puppen).
Wir liessen uns trotzdem noch einen Termin bei der Abklärungsstelle für Autismus geben, da die Diagnose ADHS für uns überhaupt nicht passte. Dort wurde die Diagnose HFA gestellt.
Lange dachte ich, dass sie es ohne eine Diagnose und damit einen bestimmten Stempel leichter hat. Aber der Leidensdruck ist enorm. Ich habe feststellen müssen, dass die meisten Menschen diese Diagnosen brauchen, damit sie untypisches Verhalten akzeptieren können.
Ich hoffe sehr, dass der Begriff der "Autismus-Spektrums-Störung" zumindest bei den Fachleuten baldmöglichst ankommt.

Liebe Grüsse

miggu

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11

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 13:27

Autismus Schweiz hat ja letztens eine Veranstaltung zu diesem Thema gehabt. Unter anderem war auch Judith Gould dort.
Dieser Link könnte einige Interessieren: (gibts leider nur in Englisch)

http://www.help4aspergers.com/pb/wp_a58d…p_a58d4f6a.html

Ich bekam meine Diagnose mit 28. Als Kind war ich eher ein Wildfang (bin es eigentlich noch heute) habe auch kaum Interessen, welche ins weibliche Schema passt. Mädchen/Frauen können sich im allgemeinen besser anpassen als Jungen/Männer, so werden oft nur die auffälligsten der Mädchen diagnostiziert. Es verzerrt halt das Bild der Realität, wenn so viele undiagnostiziert ihr Leben fristen. Ich arbeite als Informatikerin in einer 100% Stelle, habe eine eigene Wohnung und brauche keine Hilfe, sprich ich führe ein "normales", wenn auch sehr zurückgezogenes Leben. Zur Diagnose bin ich eher durch Zufall gekommen, als mir ein Kollege mal einen Artikel über Asperger gezeigt hat und ich viele paralellen bei mir gefunden habe. So habe ich mich dann "testen" lassen. Ich habe in meinem Leben viele Strategien (selbst) gelernt wie ich in gewissen Situationen reagieren muss, was ich sagen kann, "soziale" Skripts die abarbeitet werden. Der scheinbare Vorteil sich besser anpassen zu können führt zum Nachteil, dass mehr von einem erwartet wird, man so viel gibt, bis man irgendwann keine Energie mehr hat. Spätestens dann landen viele mit Depressionen oder ähnlichen Problemen beim Psychiater.
Ich bin, was ich nicht bin

Tinu

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12

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 22:30

Die Fachtagung vom 19.11.11 (Autistische Störungen bei Mädchen und Frauen) war wirklich hochinteressant. Was ich besonders empfehlen kann, ist die Maturaarbeit von Sandra Schneebeli: "Verstehen und Verstanden werden - Mein Leben mit dem Asperger-Syndrom".

13

Montag, 26. Dezember 2011, 16:58

Hallo

Spannend Eure Beiträge, allesamt von Mädchen/Frauen handelnd.
Ich komme nun als Mami von zwei Aspi Jungs in diesen Beitrag. Ich fand schon immer unser "Grosser" und nun auch unser "Kleiner" Junge seien nicht die typische Aspi`s. Wohl die Grundprobleme wahren klar ersichtlich aber ihr Verhalten oder Ausleben ihrer Probleme entsprach einfach nicht so richtig dem Bild das gängig vermittelt wurde. Ich kam etwa vor einem Jahr an das Büchlein von Sandra Schneebeli und erkannte meine Söhne. Auch hatte ich nun schon mehrere Gelegenheiten zuzuhören wenn eine Selbst-betroffene Erwachsene Frau aus Ihrem Leben erzählt. In diesen Erfahrungen finde ich meine Jungs sehr gespiegelt mehr als wenn Männer aus ihrem Leben erzählen.

Das Verhalten anderer beobachten und kopieren, dadurch sehr angepasst erscheinen gehört zu meinen Buben. Dies gelingt über eine gewisse Zeit des Tages recht gut bis die Luft raus ist und langfristig bei Überbelastung mit Angst, Zwängen und Psychischen Problemen geantwortet wird...

So können wohl Jungs das Verhalten der Mädchen an den Tag legen und umgekehrt :) :huh:
Grüsse bronti




@M. le muet

Wie lautet der Titel vom Buch von Attwood das Du erwähnt hast ?

14

Montag, 26. Dezember 2011, 23:10

The Complete Guide to Asperger's Syndrome, London and Philadelphia, Kingsley, 2007
http://www.amazon.co.uk/Complete-Guide-A…24936871&sr=8-1


Dies ist die Übersetzung ins Deutsche:
Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom: Alle Fragen,– alle Antworten: Von Kindheit bis Erwachsensein: Was Menschen mit Asperger-Syndrom weiterhilft
http://www.amazon.de/Ein-ganzes-Leben-As…24937171&sr=1-1

15

Samstag, 31. Dezember 2011, 21:16

@ M.le muet

Danke für den Hinweis.
Obwohl ich das Buch selber besitze kam ich nie darauf unter der Thematik "Warum ist die Diagnose bei Mädchen oft schwieriger" nach zu schlagen.
Hier finde ich viele Aussagen:

...Mädchen mit AS sind schwieriger zu erkennen weil sie Mechanismen zur Bewältigung und zur Überspielung des As entwickeln, was allerdings auch bei einigen Jungen der Fall ist. Einer dieser Bewältigungsmechanismen ist es zu lernen, wie man sich in einer sozialen Umgebung verhält...

Tarnstrategien, passiv sein, gut beobachten...

Grüsse bronti

marimi

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16

Dienstag, 28. August 2012, 21:36

Früher als Mädchen wollte ich immer normal sien. Ich ahbe bei allen Abklärungen gewusst, was ich sagen muss, wie ich mich verhalten muss, um normal zu sein.

Das war bei mir auch so. Ich habe immer geschauspielert, um "normal" zu sein. Deswegen habe ich dann die AS-Diagnose erst mit 16 bekommen.
All cats have Asperger Syndrome..

Apologize

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17

Mittwoch, 29. August 2012, 19:21

Ich schauspielere immer noch um "normal" zu wirken, obwohl ich die Diagnose schon habe, ich habe die Diagnose aber nicht sehr spät bekommen. (Mit 13) Aber es liegt bei mir auch daran, das mein Cousin Autist ist, also wussten meine Eltern vorher schon was es ist, und haben bei mir ähnliches Verhalten gefunden.
Jeder möchte die Menschheit verändern, aber keiner fängt bei sich selbst an.

18

Mittwoch, 29. August 2012, 21:48

Aber Mädchen sind eher passiv, und sie haben die Fähigkeit, zu beobachten und soziales Verhalten bis zu einem gewissen Grad zu kopieren. Damit verschleiern sie ihre autistischen Symptome und fallen viel weniger auf.
So ergeht es mir, aber ich bin ein Mann! Ich bin sehr ruhig, eher zurückhaltend und überangepasst. Im Alltag schauspielere ich oft, auch um mich zu schützen. Denn wenn ich nicht Theater spiele habe ich Umgang mit den Anderen Mühe, ziehe mich in mich zurück und möchte eigentlich mit niemandem etwas zu tun haben. Das kann ich mir im aktuellen Job nicht erlauben. Die Schauspielerei ist zwar nützlich aber sehr, sehr anstrengend. Manchmal habe ich keine Lust oder keine Energie dazu, das sind dann schwierige Tage.

dhqd

19

Samstag, 1. September 2012, 18:16

Schauspielern?

Kann mir mal jemand erklären was der Sinn des Schauspielern ist?

Eine wirkliche Verbesserung des eigenen Verhaltens tritt ja nur dann ein wenn eine Verhaltens Teil des eigenen Wesens geworden ist. Darüber hinaus denke ich das es sehr wichtig ist sich selbst anzunehmen wie man ist...Ausserdem sollen die NTs ruhig mal beweisen, was sie sozialkompetenzmässig drauf haben..ich glaube nämlich nicht das die uns Aspies so überlegen sind wie gehauptet wird...anders zu denken heisst ja nicht besser zu denken oder etwas besser handzuhaben.

..und wie bemerkt man nun das Asperger Syndrom bei Mädchen? ...das Asperger Syndrom ist ja schon für sich eine unsichtbare Behinderung.

Tuxine

Aspie-Mutter

Beiträge: 96

Wohnort: 127.0.0.1

Beruf: Hausfrau und Mutter

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20

Sonntag, 2. September 2012, 14:34

..und wie bemerkt man nun das Asperger Syndrom bei Mädchen? ...das Asperger Syndrom ist ja schon für sich eine unsichtbare Behinderung.

Zu dieser Frage, kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung antworten.

Meine Vermutung, dass es oft nicht bemerkt und auch nicht geglaubt, oder ernst genommen wird. Aber die betroffenen weiblichen AS spüren (meiner Meinung nach), dass sie irgendwie einfach anders sind und nicht so richtig zu der "normalen" Gesellschaft passen.

Zum Thema Schauspielern:
Oft beobachte ich mein Verhalten, wie als Zuschauer und komme mir irgendwie fremd vor, trotzdem wüsste ich nicht, wie ich mich sonst verhalten sollte, .... vermutlich hab ich mir dieses NT-Verhalten in all den Jahren so angegeignet, dass es irgendwie doch zu mir gehört. ?(

Auf jeden Fall geht dies mir so. Eine Diagnose habe ich nicht und brauche auch keine mehr (in meinem Alter :D )
:winke: Tuxine :winke: :respekt:

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