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Querdenkender

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Sonntag, 20. März 2011, 09:16

Meine Sicht auf Autismus

Hallo,

ich weiß nicht ob das hier das richtige Unterforum ist, aber ich denke zumindest ein Teil meiner aktuellen Beiträge passt hier gut rein.

Ich schreibe seit kurzer Zeit über Autismus aus Sicht eines Autisten. Ich versuche eine Balance zu finden zwischen persönlichen Teilen und allgemeinen Aussagen. Dies mache ich, weil ich weder für alle Autisten sprechen kann und möchte, noch durch meine persönliche Geschichte ein Einzelbild schaffen möchte die von den Lesern dann evtl. als allgemeingültig für alle Autisten gesehen werden. Ich versuche auch möglichst klar und wertfrei zu schreiben. Viele Texte von Autisten sind sehr geschnörkelt und verspielt und für viele Leser zu abstrakt. Ich freue mich das meine Texte vorallem Fachleute und Angehörige ansprechen aber auch Autisten sich dort wiederfinden :)
Aktuell erscheint jeden Montag ein neuer Beitrag von mir, ich würde mich über Euer Feedback sehr freuen!
Da vielleicht nicht jeder alle meine Texte lesen möchte oder Interessant findet hier eine kurze Aufstellung:

Abschnitt 1: Einführung, abgeschlossen

Autismus: Ein Leben in zwei Welten und zwischen zwei Stühlen

Die Sprache des Autismus

Abschnitt 2: Wahrnehmung, abgeschlossen

Autismus: Ein Leben in High Definition

Autismus: Atemberaubend und Ohrenbetäubend Teil 1

Autismus: Atemberaubend und Ohrenbetäubend Teil 2

Autismus: Please don´t touch!

Abschnitt 3: Bild des Autismus, abgeschlossen

Autismus ist: Wenn man trotzdem lacht!

1,2,3,4 Eckstein Autismus muss versteckt sein

Autismus vs. Autism oder Autismus ist nicht gleich Autismus

Autismus: Toleranz basiert auf Gegenseitigkeit

Abschnitt 4: Über den Autismus, 5 Beiträge geplant

Autismus ist: Manchmal Leben wie in einem Film!

Abschnitt 5: Autismus Awareness, bisher 3 Beiträge geplant

Abschnitt 6: Autismus und das "Aus"Bildungssystem, 2 Beiträge und ein Interview geplant

Specials und Beiträge außerhalb der Reihe "Autismus quergedacht":

Special zum Welt-Autismustag 2011
Special: Studenten erzählen
Special für ein besonderes kommendes Projekt
Beitrag für ein Ergotherapeutenblog

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Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Querdenkender« (17. April 2011, 13:54) aus folgendem Grund: 03.04: Planung aktualisiert


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2

Sonntag, 27. März 2011, 16:54

Hallo,

heute ist der nächste meiner Beiträge erschienen:
Autismus vs. Autism oder Autismus ist nicht gleich Autismus

Viel Spaß beim Lesen!

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3

Freitag, 1. April 2011, 07:22

Hallo,

im Vorfeld zum Welt-Autismustag gibt es heute schon etwas von mir zu lesen:
Interview mit der DGA

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coffee

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Freitag, 1. April 2011, 12:55

Hallo Querdenker

Zitat

im Vorfeld zum Welt-Autismustag gibt es heute schon etwas von mir zu lesen:
Interview mit der DGA


gut!

bin dann weiter geswitcht auf deinen Blog. :-) interessant was du über den englischen Sprachraum schreibst.

Es ist gut gibt es Menschen, die sich für die grösseren Zusammenhänge interessieren und sich einsetzen für das Gesamte!

Es beeindruckt mich, wie du persönlich an deiner Betroffenheit wächst und erstarkst, so habe ich den Eindruck.

Ich wünsche dir morgen gutes Gelingen und die besten Begegungen!

Gruss coffee

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Freitag, 1. April 2011, 13:13

Hallo,

vielen Dank für die positiven Worte :) Ich habe mit meinem Entschluß in Zukunft mich als greifbare Person für Autismus einzusetzen ziemlich befreit. Ich hoffe der, lang verloren gegangene, Schwung hält an und bringt noch viel positives mit sich :)
Die (Schreib)Arbeiten für Morgen sind zum Glück schon lange erledigt, aber Themen gehen mir erst einmal nicht aus :)
So ein Interview ist ja schon ein ziemliches Wagnis, aber bisher gab es nur positives Feedback.

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Samstag, 2. April 2011, 11:03

Hallo,

und dann heute direkt zum Welt-Autismustag mein Special:

Es gibt nichts was Autisten nicht können!

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Samstag, 9. April 2011, 10:28

Hallo,

heute ist ein Beitrag von mir auf der Seite meiner Hochschule erschienen. War eigentlich für die Hochschuleigene Campuszeitung gedacht und ist nun der Start einer hoffentlich erfolgreichen Serie in der Studenten über ihr Studium mit Behinderung schreiben.
Der beitrag wir dann auch nochmal im Sommer im rahmen meiner Reihe "Autismus quergedacht" zum Thema Autismus und das "Aus"Bildungssystem erscheinen.

Studenten erzählen

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Montag, 11. April 2011, 13:54

Hallo,

mit diesem Beitrag ist der dritte Abschnitt dann auch vollendet :)

Autismus: Toleranz basiert auf Gegenseitigkeit

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Montag, 11. April 2011, 18:24

Hallo,

ich habe eigentlich immer gesagt das ich meine persönlichen Eindrücke widergebe. Nicht umsonst steht auch am Anfang dieses Beitrages folgender Satz:

Zitat

Vorwarnung: Hier folgt nun meine schonungslos direkte und sehr persönliche Sicht auf so manche Dinge!


Von daher kann dieser Beitrag, ich vermute mal Du beziehst Dich auf ihn, nicht objektiv und neutral sein. Ich schreibe auch nicht das alle Autisten so sind. Ich schreibe nicht einmal über dieses Forum hier. Das Geschriebene bezieht sich auf mehr als zwei Jahre Erfahrung in einem anderen großen Forum, Kontakten auf Twitter und Begebenheiten in Chats.

Ich fühle mich, eben auch der Neutralität zuliebe, verpflichtet wenn ich über Nichtautisten schreibe und ihnen so einiges an Vorwürfen vor den Latz knalle, Autisten und ihr Verhalten mit gleichem Maß zu messen. Insbesondere wenn es in so manchem Verhalten etwas zu kritisieren gibt. Warum sollte ich das übergehen? Auch Autisten sind nicht tabu.

Wie gesagt: Solange ich weder verallgemeinere noch jemanden namentlich oder persönlich angreife bzw bloßstelle sollte das fair genug sein. Jede Medaille hat eben zwei Seiten.

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Montag, 11. April 2011, 18:58

Hallo,

ich ging davon aus, dass folgender Satz da eindeutig ist:

Zitat

Wer hier auf Anhieb an das für sich persönlich Falsche gerät wird sein blaues Wunder erleben.


Ich schreibe nirgendwo das alle Autismusforen schlecht sind. Ist und war nicht mein Anliegen.

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Montag, 11. April 2011, 21:58

Hallo,

Zitat

Ich habe ja nichts gegen Meinungsfreiheit, aber wenn diese zum Zwecke der Aufmerksamkeit dient, dann Nein Danke ansonsten ist jede Meinung herzlich wilkommen, solange sie SACHLICH geschildert wird.


Um das mal zu einem Ende zu bringen: Meinungsfreiheit heisst weder das die Meinung sachlich sein noch das sie jedem gefallen muss. Sie muss nicht einmal willkommen sein. Und wer glaubt das ich einen solchen Beitrag schreibe um Aufmerksamkeit zu erregen: Falsch gedacht!

Ich stehe nach wie vor zu dem was ich geschrieben habe, wer anderer Meinung ist kann diese gerne auch direkt vor Ort mittels eines Kommentares kund tun oder mir eine Foren PN schreiben.

Ansonsten gilt mein letzter Absatz in dem Beitrag:

Zitat

Zum Schluss bleibt mir zu sagen: Ich hoffe das ich nun nicht einen unbegrenzten Beißreflex unter meinen Lesern, besonders denjenigen mit Autismus, ausgelöst habe. Und wenn doch: Bitte denkt in Ruhe über meine Worte nach, wenn Ihr danach immer noch einen Beißreflex verspürt: Beißt zu! Ich bin nämlich nicht unantastbar sondern einfach nur menschlich!


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Dienstag, 12. April 2011, 10:57

Hallo,

Zitat

Autisten pflegen überlicherweise in einer Informationsarbeit nicht über andere
Autisten herzufallen, weil sie sich der Verantwortung solcher Schriften bewusst sind.


Ich falle über niemanden her. Des Weiteren bedeutet Aufklärung für mich durchaus auch kritisch an ein Thema heranzugehen. Zu einem umfassenden Bild gehört nun auch einmal das ich auch Autisten kritisiere bzw kritisch betrachte. Genauso wie ich Nichtautisten kritisch betrachtet und wahrlich umfassend kritisiert habe!
Ich gehe sogar einen Schritt weiter: Wenn man über Autismus aufklären möchte muss man die Menschen nicht nur dafür interessieren, nein man muss auch versuchen eine Kommunikation zwischen Autisten und Nichtautisten herzustellen. Und da ist es, nicht nur in meinen Augen, durchaus angebracht VOR der Kontaktaufnahme darauf hinzuweisen, dass es z.B. begriffliche Fettnäpfchen gibt in die ein Nichtautist, Angehöriger oder jemand der Autismus bei sich vermutet treten kann! Zum einen damit er nicht reintritt, zum anderen damit er auf, für ihn vielleicht ungewohnt harsche Reaktionen vorbereitet ist!
Nicht zuletzt ist mein Beitrag auch ein Appell an einige Autisten sich einmal Gedanken über Ihr Verhalten zu machen. Wer Aufklärung möchte darf Interessierte nicht mit einem Holzhammer abstrafen.
Ich könnte auch schreiben: Ich habe versucht u.a. einigen Autisten den Spiegel vorzuhalten damit sie einmal sehen wie sich so manch ein Nichtautist vor den Kopf gestoßen fühlt wenn er Kontakt zu Autisten sucht.

Zitat

Wenn Du den Begriff "Behinderung" in einem Forum für Aspie diskutieren willst,
musst Du damit rechnen, dass NT und AS diesen Begriff nicht im gleichen Sinne
für Autismus angewendet sehen wollen. Beispiel:
Nicht alle NT bezeichnen Autisten als behindert und das ist gut so. Der Begriff
Behinderung wird in Bezug auf Behörden wie z.B. IV berechtigt verwendet etc.


Was meinst Du wohl warum ich das versucht habe zu erklären? Wie Nichtautisten den Begriff sehen und wie Autisten ihn sehen? Damit BEIDE Seiten die Reaktionen verstehen!

Zitat

Nun, Deine Reaktion lässt mich darauf schliessen, dass Du viele negative
Erfahrungen im besagten Forum gemacht hast, die Du verallgemeinert in
Deinem Bericht zu verarbeiten versuchst und das hat mit "Informationen
über Autismus veröffentlichen" nichts mehr zu tun.


Ich zwinge niemanden meine Texte zu lesen. Ich habe auch nie behauptet das ich für alle Autisten spreche oder DEN Autismus beschreibe. Zur Information über Autismus gehört eben eine facettenreiche kritische Außenbetrachtung dazu. Das mag nicht immer angenehm sein, ist aber wirkungsvoller und nachhaltiger als ein "Ich kritisiere Nichtautisten für ihren Blödsinn, aber Autisten sind Tabu für mich!".

Zitat

"Zweck der Aufmerksamkeit" und "SACHLICH geschildert" sind von Jack
Worte, die ich in diesem Fall nun tatsächlich auch als berechtigt vermute.


Ihr könnt vermuten was ihr möchtet. Ich stehe zu dem was ich bisher geschrieben habe und weiterhin schreiben werde. Ich hätte mir nur gewünscht das man in meinen Beitrag, wie man es unter Autisten eigentlich annehmen sollte, wörtlich nimmt, nichts hineininterpretiert und sich mal reflektiert Gedanken darum macht was ich schreibe. Gegen Beißreflexe kann ich nichts machen, wer Tabus anspricht darf sich nicht selbst für Tabu erklären.

Weitere Kritik kann gerne per PN hier an mich gerichtet werden oder in Form eines Kommentares zu dem betreffenden Beitrag.

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Dienstag, 12. April 2011, 14:48

Hallo,

darf ich nochmal an den Titel des Beitrages errinnern?

Zitat

Toleranz basiert auf Gegenseitigkeit


Von Toleranz gegenüber persönlichen Eindrücken kann ich hier nicht viel entdecken. Im Gegenteil: Kritik, und sei es die von einem Autisten, an Autismus, dem Ungang mit Autismus oder gar an Autisten scheint gänzlich tabu zu sein. Vielleicht ist an meinem Beitrag doch mehr dran als Ihr auf den ersten Blick dachtet. Ich könnte auch sagen: Es zeigt sich genau der Beißreflex über den ich in diesem Beitrag geschrieben habe.

Und zum Schluß ein Hinweis auf den Titel dieses Threads:

Zitat

Meine Sicht auf Autismus


Mehr möchte ich nicht mehr dazu sagen. Wenn jemand meint er müsse mich wegen dieses Beitrages kritisieren, angreifen, charakterisieren, analysieren oder gar verdammen: Bitte! Jeder wie es ihm Spaß macht.

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Anna

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Dienstag, 12. April 2011, 22:37

Was geht denn hier ab?

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Mittwoch, 13. April 2011, 07:45

Hallo,

Zitat

Wenn Autisten den Begriff "behindert" für sich ablehnen, haben sie das Recht dazu.


Da liegt also der wunde Punkt.

Ich spreche KEINEM Autisten das Recht ab die Bezeichung behindert für sich persönlich abzulehnen! Wenn man meinen Beitrag genau liest wird man folgendes finden:

Zitat

Gemeint seitens der Fragenden: Autismus ist eine anerkannte Behinderung also bezeichnet man sie als solche.

Das ist die erklärung für die Autisten wie Nichtautisten das meinen und warum sie, gerade wenn sie noch unbeholfen sind zum Wort Behindeurng greifen.

Zitat

Sicht einiger Autisten: Wie kann man Autisten als behindert betiteln?


Hier stelle ich die Sichtweise der Autisten dar die Behinderung eben für sich persönlich ablehnen! Als Info für Nichtautisten!

Zitat

So werden schon mal Hilfe suchende Menschen für die Verwendung vermeintlich falscher Worte hart abgestraft, es brechen für ein „Behinderung“ schon einmal Proteststürme aus!


Zitat

Was ich damit aufzeigen möchte: Wer Hilfe- oder Informationssuchende für solche Fettnäpfchen abstraft wird nichts erreichen!


Man beachte die fett hervorgehobenen Worte! Ich rede hier nicht von einem Hinweis seitens der Autisten: "Bitte verwende das Wort nicht, weil...."

Zitat

Wer Toleranz und Verständnis für Autismus und Autisten möchte muss aufklären und darf nicht abschrecken!


Es ist eben besser aufzuklären als zu Beissen! Aufklären beinhaltet ERKLÄREN!

Zitat

Wer Toleranz für sich fordert muss eben auch bereit sein tolerant gegenüber anderen zu sein.


Dazu gehört auch das selbst wenn man Behinderung für sich persönlich ablehnt, man akzeptiert das andere Autismus als solche bezeichnen oder Autisten sich behindert fühlen.

Zitat

Den Text, den er verfasst hat, ist abwertend über Autisten geschrieben, weil er keine Toleranz zeigt.


Was hier fehlt ist die Toleranz gegenüber jemandem der sowas mal anspricht und für Aufklärung und Kommunikation anstelle von Bissigkeit und Abstrafung plädiert.

Querdenkender

P.S.: Ich bin langsam müde mich für meinen Beitrag rechtfertigen zu müssen weil Dinge hineininterpretiert werden die so weder gemeint noch vorhanden sind! Interpretationen sind nicht die Schuld des Autoren!
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Anna

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16

Mittwoch, 13. April 2011, 09:40

Zitat

Wenn Autisten den Begriff "behindert" für sich ablehnen, haben sie das Recht dazu.

Meine Überlegungen zum Wort Behinderung zum jetzigen Zeitpunkt, heute:

  • Das ist halt ein schwieriger Begriff. (Da könnte ich ein Buch darüber schreiben)
  • Aber ebenso ist Autist ein schwieriger Begriff. Wer ist schon nur Autist? Kein Mensch will oder darf sich im Grunde so nennen, und doch muss man, wenn man sich unterhält, die Gegebenheiten irgendwie benennen.
  • Auch jemand mit einer cerebralen, körperbezogenen Behinderung, möchte das Wort Behinderung vermutlich in Bezug auf sich nicht benutzen.
  • Ich glaube diese Begriffe nutzen sich schnell ab und erscheinen einem bald einmal nicht mehr als treffend, vielleicht, weil man halt etwas beschreiben muss das eine Schwäche ist??? Ein Beispiel: Heute erscheint mir der Begriff Einschränkung als differenziert, aber in fünf Jahren passt mir der dann auch nicht mehr weil er ja auch eine Schwäche ist beschreibt, und ich suche nach einem neuen Wort.
  • Auf das Wort Behinderung, war man früher meines Wissens sogar stolz, weil es eine Wertsteigerung war im Vergleich zu ,Invalid', was auf Deutsch unter anderem 'wertlos' oder 'ungültig' bedeutet.
  • Vielleicht sollte man keine Nominative gebrauchen? Vielleicht sollte man mehrere Wort brauchen? Weil dann ein Umstand differenzierter und persönlicher beschrieben werden kann?

Joker

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17

Mittwoch, 13. April 2011, 21:25

Warum streiten - es gibt Wichtigeres!

Nic,

man muss aber auch die Erwähnung eines Beißreflex nicht unmittelbar praktisch anwenden, so wie du es hier gegenüber Querdenker getan hast.

Auch du verallgemeinerst in deiner Argumentation und richtig - es ist oft gar nicht vermeidbar, ohne dass man zu grammatikalischen Kunstgriffen Zuflucht nimmt, die einen Beitrag dann nicht mehr als lesbar erscheinen lassen.

Da ich in Deutschland lebe, habe ich aufgrund meiner Beeinträchtigungen einen Schwerbehindertenausweis - ich bin also vor dem Gestz nicht nur "behindert", sondern sogar "schwerbehindert". Aber ich erachte es als unter meiner Würde, mich über den Begriff "Behinderung" aufzuregen, denn es gibt wahrlich Wichtigeres im Leben eines Autisten.

Und dass du zusammen mit Querdenker euch diesen wichtigeren Dingen widmest, das wünsche ich mir jetzt hier!

Gruß
Werner

Samira

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18

Mittwoch, 13. April 2011, 22:26

Dieser Thread ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Toleranz gegenüber der Meinung eines anderen Menschen nicht funktioniert und unterstreicht damit genau das, was Querdenkender mit seinem Blogeintrag vermitteln will.

Warum kann über ein so wichtiges Thema nicht sachlich diskutiert werden?

Schade, denn genau einen solchen Bereich suche ich schon lange, wo man sich über Autismus jenseits eigener Befindlichkeiten austauschen kann und nicht jede Meinungsäußerung gleich zerredet, in Frage gestellt und verurteilt wird.

LG Samira
"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe!" (Eckart von Hirschhausen)

Anna

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19

Mittwoch, 13. April 2011, 23:21

@Joker

So wie ich dich verstehe, sollte man das Wort ,Behinderung' als das begreifen was es ist, nämlich nur ein Wort und dem gar nicht soviel Bedeutung beimessen?

@Samira

Aber es wird doch jetzt hier versucht, in den paar letzten Beiträgen, die Diskussion wieder zu verbessern. So empfinde ich es jedenfalls!

Anna

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20

Mittwoch, 13. April 2011, 23:43

@Samira

Aber es wird doch jetzt hier versucht, in den paar letzten Beiträgen, die Diskussion wieder zu verbessern. So empfinde ich es jedenfalls!

Anna

Das kann ich dem letzten Beitrag von Nic allerdings nicht entnehmen. Dieser besteht nur aus Verallgemeinerungen und Unterstellungen und ist alles andere als sachlich begründet.

Mir war nicht bewusst, dass meine Meinung eine Problematik deutscher Staatsbürger widergibt. Worin begründet sich diese Aussage? In meiner Herkunft? Impliziert diese bereits eine gewisse Meinung bzw. Haltung?

Ich möchte gerne verstehen, warum eine sachliche Diskussion so schwierig scheint.

LG Samira
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