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ducksoup

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  • »ducksoup« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 9. Juni 2015, 01:45

Artikel in der BernerZeitung 8.6.2015

http://www.bernerzeitung.ch/leben/gesell…/story/27646357

Ich stelle es mir recht schwierig vor, einen 67-jährigen noch zu diagnostizieren...

Querdenkender

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2

Dienstag, 9. Juni 2015, 18:15

Moin,

übers Diagnosealter steht im Artikel ja nichts. Nur das er sich jetzt outet.
Aber davon abgesehen: Ja das dürfte sehr schwer sein. Ein nicht unwichtiger Teil der Diagnostik ist ja die Befragung der Eltern oder von Angehörigen die den Menschen schon als kleines Kind kannten.
Irgendwann bzw ab einem gewissen Alter fehlen die dann so mehr oder weniger.

Grüße

Aleksander
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3

Freitag, 12. Juni 2015, 08:09

Da sich der autistische Persönlichkeitsstil über die ganze Lebensspanne hin- und durchzieht, ist eine Diagnose auch im höheren Alter möglich. Dass ein Autismus - vielleicht unter anderen Störungen und Krankheiten oder Verhaltensweisen - noch erkannt werden kann, braucht diagnostische Erfahrung.
Doch sehe ich es als Chance, wenn jemand ein Leben lang unter einem Anderssein gelitten hat oder eingeschränkt war, für sich eine Erklärung zu finden und nochmals die Möglichkeit hat, ein neues (Selbst-)Verständnis sich aufzubauen.

Alter und Autismus wird in naher Zukunft noch viel mehr zu denken, reden und forschen geben, als es heute der Fall ist. Da mit den häufiger gestellten Diagnosen auch ein Ansatzpunkt für die Bewältigung von Schwierigkeiten im Alter eher erkannt und verstanden werden könnte.

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