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Sonntag, 8. Dezember 2013, 18:47

Susan Boyle leidet unter Asperger-Syndrom

Viele Jahre wurde Sängerin Susan Boyle gehänselt, nun wurde bei dem "Britain's Got Talent"-Star das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, diagnostiziert. Für die 52-Jährige eine Erleichterung.


Die schottische Sängerin Susan Boyle, die durch eine Talentshow über Nacht zum Star geworden ist, leidet nach eigenen Angaben unter dem Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus.Nachdem sie jahrelang wegen ihrer Lernschwäche gehänselt worden sei, habe sie vor einem Jahr endlich die Diagnose Asperger bekommen, sagte Boyle in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitung "The Observer". Als Kind sei ihr hingegen gesagt worden, sie habe einen Hirnschaden.


"Ich wusste immer, dass das ein unfaires Etikett war", sagte Boyle über die Fehldiagnose. "Jetzt habe ich eine genauere Vorstellung davon, was nicht stimmt, und ich fühle mich erleichtert und ein bisschen entspannter mir selbst gegenüber."

AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

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Sonntag, 8. Dezember 2013, 19:14

cool ;)

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Dienstag, 10. Dezember 2013, 17:35

Ich finde solche Meldungen gut, so wird das Thema der Öffentlichkeit bekannt. Und vor allem wird so gezeigt, dass Menschen mit Aspergersyndrom ganz spezielle Talente haben können.
Was ich einfach schade finde, dass es immer heisst "leidet am Aspergersyndrom". Denn das Aspergersyndrom ist für mich kein Leiden, auch wenn es sicher viele Schwierigkeiten mit sich bringt.

renny006

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4

Dienstag, 10. Dezember 2013, 17:52

Da kann man lange diskutieren, ob leiden oder nicht. Also auf mich bezogen ist es schon einen Leidensweg von Kindheit her bis heute in manchen Dingen die man gerne getan hätte und machen würde so eingeschränkt ist, dass man es nicht tun kann. weil man einfach so unter stress Situationen leidet, wo in Übelkeit endet, deshalb auf vieles verzichten muss. Was man sicher mit Therapie usw. lernen kann, mit gewissen Situationen besser umzugehen.

5

Dienstag, 10. Dezember 2013, 18:31

Mir ist dieser Satz *leidet* auch aufgefallen und habe schon damit gerechnet, dass dies noch angesprochen wird.....
Doch geht es in diesem Tread ja nicht wirklich um die Ausdrucksweise, sondern darum, aufzuzeigen, welch Potenzial in Aspies stecken kann. :thumbup:
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

SavAntin

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Mittwoch, 11. Dezember 2013, 01:39

Leid und AS sind zwei verschiedene Dinge, die nicht Eins sind, aber eben bedingt durch viele weitere Faktoren Zusammenhänge zu einander haben können. Nicht jeder Aspie leidet, aber viele Aspies kennen Leid sehr gut.

Viele homosexuelle Menschen leiden ja auch sehr darunter, sofern man sie aufgrund ihrer Eigenschaft homosexuell zu sein nicht akzeptiert und alles versucht, jenen diese früher noch als Krankheit klassifizierte Eigenschaft um jeden Preis auszutreiben. Dabei ist es ja klar, dass solche Menschen eben leiden. Die Frage ist nur, woran sie eben leiden. Leiden sie daran, dass sie so sind, wie sie sind, oder daran, dass sie in der Gesellschaft einfach nicht angenommen, verstanden und akzeptiert werden, also nicht so sein dürfen, wie sie nun mal selbst sind.

Ich finde es gut, dass man durch solche Meldungen das Klischee abbauen kann, dass Autismus bedeuten würde, dass man unter keinen Umständen selbstständig leben und erfolgreich sein könne. Aber mir ist auch wichtig, dass man davon wegkommt, AS mit Leid gleichzusetzen, weil das nicht der Wahrheit entspricht. Man kann AS auch nicht mit Amokläufer gleichsetzen, nur weil im Medienhype im Nachhinein einem Amokläufer das Asperger-Syndrom nachgesagt wurde, und dabei auch noch frühere Amokläufer zitiert werden, die angeblich auch AS hatten. Selbst wenn diese AS gehabt haben sollten, bedeutet das doch nicht, dass ASler alle potentielle Amokläufer seien.

So sehe ich das eben auch bei AS und Leid. Ich leide nicht unter AS, im Gegenteil, ich liebe mich so, wie ich bin. Schätze es an mir sehr, sehr komplex denken zu können und Details zu erkennen, die andere einfach nicht sehen können. Mein persönliches Leid beruht auf anderen Dingen. Auch wenn AS sicherlich dazu negativ beitragen kann oder gar erst der Auslöser dafür ist, ist es sicherlich nicht die (eigentliche) Ursache jenes Leidens.
Das Schönste am Anders-Sein ist jeden Tag an sich etwas Neues entdecken zu können, was einem keiner mehr nehmen können wird.

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SavAntin

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Mittwoch, 11. Dezember 2013, 02:35

Für alle, die meine Aussage noch nicht verstanden haben sollten, das ganze noch in einem Satz zusammen sehr prägnant zusammengefasst:

Pauschalisierende Aussagen und Klischess, wie "Asperger leiden unter ihrem Asperger", oder "Polen klauen Autos", oder "Türken sind kriminell und Frauenvergewaltiger", etc., sind im Bereich der Aufklärung und des menschlichen Miteinanders in aller Hinsicht kontraproduktiv und äußerst gefährlich, da jene das einzelne Individuum regelrecht in den Hintergrund stellen, wodurch eine gesellschaftliche/kollektive Meinung kreiert wird (Vorurteile), die im schlimmsten Fall äußerst misanthropisch und inhuman ist und nicht dem lat. Begriff "Dignitas", wie ihn als erstes Cicero geprägt hatte, entspricht, wie es bereits im 3. Reich leider mehr als deutlich geschehen ist.

Ich bin contra Pauschalisierung, contra Vorurteile, contra Massenmeinungen und contra Gleichschaltung, sondern pro Mensch, pro Vielfalt, pro Individualität, pro Dignitas und pro Differenzierung.

Susan Boyle leidet unter Asperger-Syndrom?
Sie selbst sagt ja, dass sie darunter litt, dass man ihr einen "Hirnschaden" diagnostiziert hatte und dass man sie gehänselt hatte, aber sie selbst sagt auch, dass es für sie eine Erleichterung sei, nun zu wissen, dass sie AS hat und dadurch auch viel entspannter sei und nun eine bessere Vorstellung davon habe, was eben falsch war bzw. lief.
Für mich klingt das nicht danach, dass sie unter AS litt, sondern darunter litt, dass man ihr nicht sagte, dass sie AS hat, und sie eben als gehirngeschädigt ansah, sprich in keinster Weise als Mensch und Individuum angenommen und akzeptiert hatte, sondern nur als gestört. Bemerkenswert ist, dass sie trotzdem eine beachtliche Karriere als Sängerin gemacht hat. Wahrscheinlich war ihr das so aber auch nur möglich, weil sie durch ihr AS eben das Spezialinteresse "Gesang" hatte und sich damit eben durchsetzen konnte. Litt sie unter ihrem Spezialinteresse? Definitiv nicht, da sie dadurch ja eine bemerkenswerte Leistung erzielt hat, die ihr sicherlich auch viel Freude bereitet.

Also wie gesagt, Leid und AS sind zwei verschiedene Dinge. Genauso wie ein NA leiden kann, kann auch ein A leiden, deswegen leidet aber kein NA unter seinem NA und kein A unter seinem A. So wie ich es nun bei Susan Boyle versuche zu differenzieren, sollte man das auch bei jedem anderen differenzieren, da wir alle nur Individuen sind, die in keine Schublade gesteckt werden können.

Gruß
Sav
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Geralt

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Mittwoch, 11. Dezember 2013, 18:14

Hi zusammen,

Was ich einfach schade finde, dass es immer heisst "leidet am Aspergersyndrom". Denn das Aspergersyndrom ist für mich kein Leiden, auch wenn es sicher viele Schwierigkeiten mit sich bringt.
Leiden Wale und Delfine ?
Nein. ( Normalerweise nicht)

Wale und Delfine würden aber leiden, wenn alle andern Säugetiere von ihnen verlangen würden, dass sie (endlich) das Wasser verlassen, und dann wie allen anderen Säugetiere aufrecht auf dem Land gehen sollten.
Erst dann würden die Wale und Delfine darunter leiden, dass sie in einer für ihre Bedürfnisse falschen Umgebung leben.
Aber nicht darunter, dass sie Wale oder Delfine sind.

Ich denke auch ASler sind in der richtigen Umgebung besser und zufriedener unterwegs, als andere NTs.
Nur wenn sie gezwungen werden, (gefälligst) die die gleichen Bedürfnisse zu haben wie NTs, dann leiden sie darunter.

Gruss Geralt

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friedel

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Donnerstag, 12. Dezember 2013, 20:03

Ich denke, dass Susan Boyle seit der richtigen Diagnose viel weniger unter dem Asperger-Syndrom leidet, als vorher.

Wichtig erscheint mir, dass sie sich trotz Hänseleien und Unterstellungen wie "Hirnschaden" nicht völlig zurückgezogen hat, sondern ihr Selbstbewusstsein behalten und sogar die Energie aufgebracht hat, eine Talentshow durchzustehen.
Wow!
Selbst wenn ich gut singen könnte, zu so etwas müsste mich schon jemand hinschleppen und auf die Bühne stellen.
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.
Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)
Wer den Willen hat, etwas zu tun (oder zu lassen), findet auch einen Anlass dafür. (UT)

10

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 22:42

Heute habe Sie auf ITV 1 eine Dokumentation über Susan Boyle gebracht.

cindy2003

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11

Dienstag, 11. Februar 2014, 09:29

Susan Boyle leidet unter dem Aspergersyndrom

Hallo, zusammen :


als ich diesen Artikel las, fragte ich mich folgendes :


"leiden" die Betroffenen wirklich an ihrem "Syndrom" oder leiden sie nur an der gesellschaftlichen Inakzeptanz ?


Ich habe den Eindruck, dass mein Sohn unter sich nicht wirklich leidet, er gibt sich so, wie er ist, das Leiden kommt erst dann, wenn er sich mit der Gesellschaft auseinandersetzen muss.


Wie ist es bei Euch, leidet ihr unter euch ?


liebe Grüsse von Cindy2003
Der wertvollste Besitz, den man haben kann, ist Seelenfrieden. Friede kommt von innen und kann niemals durch materielle Werte entstehen.
-Sathya Sai Baba-

SavAntin

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12

Dienstag, 11. Februar 2014, 22:50

Wie ist es bei Euch, leidet ihr unter euch ?

Nö. Wäre auch unlogisch. Wenn ich immer unter mich selbst leiden würde, würde ich ja rund um die Uhr leiden. Immer zu leiden, hätte aber zur Folge gehabt, dass ich wohl bereits als Säugling gestorben wäre, demnach auch nicht lange gelitten hätte. Wenn ich leide, dann nur aufgrund äußerer ungünstiger Bedingungen.

Menschen mit dem Down-Syndrom leiden ja auch nicht darunter, im Gegenteil, jene sind oft sogar noch viel glücklicher als Normalos.

Ich denke also, keiner leidet darunter, was er ist oder hat, sondern darunter, was er sein soll oder nicht haben darf.

Auch Menschen, die denken, sie litten darunter, was sie haben oder sind, tun das sicherlich nicht, sondern jene leiden auch nur darunter, was sie nicht haben oder eben nicht sein können.

Wenn man sich selbst akzeptiert, wie man eben ist, wird man darunter auch nicht leiden. Und wenn man darunter leidet, dann eben auch nur daher, weil andere andere Normen anderen aufzwängen. So leidet man vermeindlich unter seinem eigenen Aussehen, weil alle anderen das eigene Aussehen stetig als schlecht darstellen. Doch wer kann schon sagen, welches Aussehen denn schön oder hässlich sei?

Also ganz klar mein Votum, dass eben niemand unter sich selbst leidet, sondern unter einer Gesellschaft, die einen nicht so akzeptiert, wie man eben ist.
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schmutzteufel

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Mittwoch, 12. Februar 2014, 10:35

An mir "leide" ich nicht. Ich leide unter dem "Gesellschaftssystem". Ebenso wie die "Gesellschaft" unter mir leidet. Also -> logische Folgerung: sondere dich von der Gesellschaft ab, soweit und sooft es nur geht. Nur leider leiden meine Töchter auch an mir und ich an ihnen und es tut ihnen weh, dass sie keine Mutter haben wie sie es brauchen...und mir tut es weh, dass ich keine Töchter habe wie ich sie brauche....
Söhne, Männer sind leichter zu handhaben für Aspergerfrauen, auch wenn sie NT´s sind.

Nur mein Hund scheint vollauf zufrieden zu sein mit mir! Nur leider leidet er im Moment auch, denn ich war noch immer nicht mit ihm draußen! ;(
Und nun setzt ich seinem Leiden ein Ende zu meinem Leidwesen, denn ich leide derzeit unter massiven rheumatischen Beschwerden...leider....


12 oder 10 oder 11mal die Silbe ...leid...in dem posting....ich kann nicht mal mehr zählen, jedesmal kommt was anderes heraus... :wacko: :hm2: :D :ironie:

cindy2003

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14

Mittwoch, 12. Februar 2014, 11:13

@schmutzteufel,

also ich finde nicht, dass die Gesellschaft an dir leidet, deine Beiträge hier sind äußerst informativ, wissens und lesenswert, sachlich und konstruktiv, im Gegenteil, die Gesellschaft profitiert von dir.... und deinem grossen kosmopolitischen Wissen.


Aber es gibt ja auch noch ein reales Leben ausser dem Virtuellen, habe da schon gehört, dass Leute 2 Idenditäten haben sollen, kann mir mal jemand sagen, zu was das gut sein soll ?


"Gegenwart ist die absolute Leidensseite der Existenz - aber nur ein Provisorium " Hugo von Hofmannsthal"


GLG cindy2003

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schmutzteufel

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15

Mittwoch, 12. Februar 2014, 13:36

Danke Cindy für dein Kompliment! :love:

Nur die "Gesellschaft" um mich sieht mich ganz anders. Die "Gesellschaft" um mich hat ein großes, breites A........ in das alle kriechen sollen. Ich will da aber nicht hineinkriechen, denn dort drin ist es eng und stink nach Normalität und nach Lügen, sondern ich sage was ich mir denke. Und dass trifft jene oft sehr hart, denn es trifft den Nerv und Nervbohren wollen die nicht, so wie beim Zahnarzt, da schreien die....Die wollen dass ihr A........ gut befüllt ist mit den Kriechern, das ist für sie der ultimative Wohlfühleffekt.

Warum, weiß ich nicht, aber es ist so. Sie wollen mit ihren rosaroten Brillen durch die Scheinwelt gehen bis....keine Ahnung was sie sich davon erhoffen.... :dumm:

cindy2003

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16

Mittwoch, 12. Februar 2014, 22:45

das ist, weil die Leute die "Wahrheit" ganz schlecht vertragen können,
sie wollen sie nicht hören, weil die Wahrheit weh tun kann, es ist "schönreden" angesagt.
die Wahrheit sagen, bringt nur Probleme, die Wahrheit ist doch die eigene Meinung wenn ich das richtig verstehe ?
das Schicksal mischt die Karten und wir SPIELEN - das ist ein schönes Schauspiel täglich.....
ich selbst bin Bestandteil dessen, weil ich mich in die Öffentlichkeit begeben muss, also mitspielen.
wie ich spielen muss, dass haben mir meine Mitspieler gelernt...
und ich habe schnell gelernt, sonst wäre ich schon tot.
Innerlich bleibe ich mir treu, lebe meine eigene Wahrheit sozusagen, das was von mir jeden Tag verlangt wird, liefere ich ab, um zu überleben.


liebe Grüsse von Cindy2003
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SavAntin

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Donnerstag, 13. Februar 2014, 03:38

Nur mein Hund scheint vollauf zufrieden zu sein mit mir! Nur leider leidet er im Moment auch, denn ich war noch immer nicht mit ihm draußen! ;(
Und nun setzt ich seinem Leiden ein Ende zu meinem Leidwesen, denn ich leide derzeit unter massiven rheumatischen Beschwerden...leider....
Nun, wenn beide Seiten darunter leiden, die Bedürfnisse des anderen befrieden zu können oder auch eigene Behinderungen/Krankheiten die Bedürfnisbefriedigung des anderen nicht oder nur unter eigenem Leiden ermöglichen, dann wäre es die sinnvollste Entscheidung, sich von einander zu trennen.
So könntest du deinen Hund durchaus einer anderen liebvollen Person abgeben. Dafür gibt es auch Foren im Netz, die eben entsprechende Tiere vermitteln. Um es für den Hund leichter zu machen, kann man es so Handhaben, wie in Pflegefamilien, wo die leiblichen Eltern eben ein Besuchsrecht haben.

In diesem Fall bist du eben die Gesellschaft für deinen Hund, und wenn du als Gesellschaft nicht mal seine Grundbedürfnisse befrieden kannst, dann leidet er eben unter deiner Gesellschaft.

Doch du bist nicht dumm, du bist nicht naiv und nicht blind. Du weist ja, dass du selbst unter der Menschengesellschaft leidest. Also warum änderst du nichts daran, dass dein Hund unter deiner Gesellschaft leidet? Du bist eben seine Gesellschaft und du als "Inhaber" deiner Gesellschaft kannst eben im Sinne deines Hundes etwas an deiner Gesellschaftstruktur ändern. ;)

Ich möchte dir nichts vorwerfen oder dich damit nun irgendwie angreifen. Ich möchte nur, dass du über meine Gedanken dazu einfach mal im Stillen nachdenkst und dann selbst entscheidest, was du machen oder gar ändern oder auch nicht ändern möchtest und kannst oder auch nicht kannst.

Gruß
Sav
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schmutzteufel

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18

Donnerstag, 13. Februar 2014, 05:16

Oh SavAntin!

Du liegst voll daneben mit deinen letzten Ausführungen! Mathematische Logik gilt nicht für höhere Lebewesen, schon gar nicht für jene die den Lebensraum der Menschen teilen! :D


schmutzteufel

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19

Donnerstag, 13. Februar 2014, 05:53

Grad habe ich einen Beitrag in "Trauer empfinden" geschrieben und da habe ich gelesen, dass auch du Trauer empfinden kannst. Siehst du und das ist der Grund warum ich mich nicht von dem Objekt Hund trennen will (und der auch nicht von mir, denke ich :rolleyes: ). Ich brauche das Objekt Hund damit ich meinen Hintern in die Höhe hebe und nach draußen gehe, meiner Gesundheit zuliebe. Und zwar mehrmals täglich bei jedem Wetter. Damit ich nicht im Sessel kleben bleibe. Denn es fällt mir oft schwer mir selbst dazu einen Ruck zu geben. Denn danach bin ich froh und heiter, weil die Bewegung in mir die Glückshormone hervorholt und ich schneller und ein facher meinen täglichen Pflichten nachgehen kann.
Ich brauche Objekt Hund definitiv für meine körperliche Gesundheit. Und für die seelische Gesundheit brauche ich seine Zuwendung, wenn er mich stupst und nach Streicheleinheiten verlangt, denn dann empfinde ich etwas, was man am besten mit "Liebe" ausdrücken kann. Und wenn er mich und meinen Sohn zum (sehr wilden) Spiel auffordert, tut das allen gut.
Außerdem habe ich meinen Hund aus dem "Wiener Tierschutzhaus" und der Vertrag den ich unterschrieb bei der Übergabe besagt, dass ich ihn bei Nichtgefallen wieder dahin retournieren muss, denn er ist und bleibt Eigentum des Tierschutzhauses. Bei mir ist er nur in Pflege. Sein Chip ist auch dort registriert und bleibt es auch. Da aber das desolate Wiener Tierschutzhaus sowieso überfüllt ist mit ungeliebten Hunden tue ich somit auch einen Dienst an der Allgemeinheit (es wird auch von Steuergeldern mitfinanziert) , wenn dieser Hund weiterhin bei mir bleibt.

Somit ist der Verbleib des Hundes bis zu seinem Tod bei mir auch für SavAntins Denkweise logisch nachvollziehbar! ;)

cindy2003

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20

Donnerstag, 13. Februar 2014, 12:39

... die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die Natur .... Zitat


ein Tier ist nicht gleich ein Tier, das ist nur die Bezeichnung, die Menschen ihm gegeben haben.
Was unterscheidet uns denn vom Tier ? auf diese Antworten bin ich gespannt....
wird sicher : "das logische Denken" kommen, dann meine Frage : denkt denn wirklich jeder Mensch logisch ?


(Tiere)... sind Brüder, sie sind keine Untergebenen,
sie sind andere Völker,
die mit uns im Netz des Lebens und der Zeit gefangen sind...
Zitat Henry Beston


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