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MyWorld

Mami eines Asperger Kindes

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1

Freitag, 11. Januar 2013, 20:19

Asperger Diagnose in Chur

Hallo hat jemand Erfahrung mit dem Spital Chur in Sachen Asperger Diagnose? Danke euch

2

Freitag, 11. Januar 2013, 20:27

Hallo Janine,

Warum lässt Du Dein Kind in einem Spital auf As abklären? Hat das spezielle Gründe oder ist es einfach, weil es in Eurer Nähe ist?
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

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3

Freitag, 11. Januar 2013, 21:05

Wurde uns vom Kinderarzt so empfohlen da dort ein erfahrener Arzt die Abklärung macht . Wo odr wie hast du dein Kind abklären lassen ? Wie bald hattet Ihr die Diagnose?

4

Samstag, 12. Januar 2013, 18:40

Liebe Janine,

Ich Rate Dir davon ab, in einem Spital die Diagnose machen zu lassen. Ich kenne das Spital nicht......ABER!!!! .......meine Erfahrung ist, dass ich 10 Jahre warten müsste, bis wir die Diagnose endlich bekommen haben. Wie ich Dir schon gesagt habe, wurde bei meinem Sohn einen Entwicklungsrückstand festgestellt. Weshalb er diesen hat, wird bei der Diagnose nicht berücksichtigt. Deshalb wurde er nicht als Autisten gesehen, sondern als geistig behindert und das ist für später wichtig.
Ich war mit ihm in der Autismusberatung Brugg im Jahr 2001, das hiess es, er sei nicht autistisch, weil er mit den Fachleuten gesprochen hat. Bei weiteren Abklärungen hiess es, er sei kein Asperger, weil er Blickkontakt aufnehme. Er hat sich aber angewöhnt, durch die Leute durchzuschauen. In Zürich hiess es 2010, er könne kein Aspergersyndrom haben, weil er einen niedrigen IQ habe.
Erst im Dezember 2012 hat eine Fachperson für AS erkannt, dass Fabio eine Lernbehinderung hat, weil er in seiner Wahrnehmung sehr stark beeinträchtigt ist. Er hat klar gesagt, dass er autistisch ist und NICHT geistig behindert.
Mein Sohn und ich haben eine Diagnoseodysee hinter uns, weil viele nach einem Schema x diagnostizieren. Wenn Du nach Chur gehst, läufst Du Gefahr, dass sie Dir die AS Diagnose verweigern, weil Dein Kind einen Entwicklungsrückstand hat. Somit wird er die Diagnose Autismus Spektrumsstörung erhalten, aber keine Asperger Diagnose. Denn in den Lehrbüchern ist eine normale Intelligenz ein wichtiges Kriterium für eine AS Diagnose. siehe auch das Thema Wie sicher ist eine AS Diagnose?
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sunny« (12. Januar 2013, 18:42) aus folgendem Grund: Link korrigiert


tartaruga

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5

Dienstag, 15. Januar 2013, 17:39

Hallo MyWorld

Ich rate Dir dringend davon ab in Chur die Abklärung zu machen. Ich wurde mit meinem Sohn vor knapp zwei Jahren dorthin überwiesen. Ich hatte bereits den Verdacht, dass er unter dem Asperger-Syndrom "leidet", dies wurde dem abklärenden Arzt auch weitergeleitet. Es gibt ja nur einen Arzt im Spital Chur, der sich Autismus-Spezialist nennt. Ich möchte den Namen hier aber nicht hinschreiben. Mein Sohn wurde im Spital abgeklärt, sprich alle üblichen Tests wurden gemacht. Das Ergebnis war, dass er ein typischer ADHS-ler sei, ich eine Mutter, die meinen Sohn gerne als Autisten sehen würde(!) und er uns nach einer Abklärung beim KJPD wieder sehen wolle, um meinem Sohn Ritalin zu verschreiben. Der Besuch beim KJPD fand statt, war auch sehr aufschlussreich, gab aber auch da wieder Hinweise, dass ein Asperger-Syndrom vorhanden ist. Vom Spital Chur wurden wir zum Glück nicht wieder aufgeboten, ich wäre auch nicht mehr hingegangen. Die Abklärung beim KJPD hat mir geholfen, meinen Sohn besser, resp. anders zu unterstützen, da ich gerade in schulischer Hinsicht seine Stärken und Schwächen noch näher kennenlernte.
Nachdem ich mich noch intensiver mit dem Thema Autismus, spez. Asperger-Sydnrom auseinandergesetzt habe, kam ich zu dem Entschluss, meinen Sohn nochmals abklären zu lassen. Diesmal auf eigene Initiative hin und ich bestimmte den Arzt. Ich bin dann mit ihm bis nach Basel gefahren und es hat sich wirklich gelohnt. Ich wurde ernst genommen und mein Sohn wurde ernst genommen. Es hat sich herausgestellt, dass mein Sohn eine Kombinationsdiagnose ADHS/Asperger-Syndrom hat. Ich bekam einen ausführlichen, guten Bericht, den ich auch der Schule abgeben konnte.
Momentan läuft es recht gut und wir brauchen (noch) keine fremde Hilfe. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Thema Schulbegleitung und/oder Nachteilsausgleich schon bald ein Thema werden könnte. Dann sind wir aber gut vorbereitet und müssen nicht noch Abklärungen treffen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft in der Zeit und kann Dir nur raten, Dich an wirkliche Spezialisten zu wenden, auch wenn Du dafür einen längeren Reiseweg in Kauf nehmen musst - es lohnt sich.

Du darfst mich auch gerne privat anschreiben.
Alles Gute
tartaruga

6

Dienstag, 15. Januar 2013, 18:17

Nachtrag:

Erst im Dezember 2012 hat eine Fachperson für AS erkannt, dass Fabio eine Lernbehinderung hat, weil er in seiner Wahrnehmung sehr stark beeinträchtigt ist. Er hat klar gesagt, dass er autistisch ist und NICHT geistig behindert.


Auch ich habe die Diagnose in Basel bekommen - vermutlich vom selben Spezialisten wie tartaruga. Der Spezialist ist im Kanton Basel - Land

Als Hinweis, falls Du es noch nicht gesehen hast.....
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AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

sid

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7

Dienstag, 15. Januar 2013, 21:29

Ich war wahrscheinlich beim gleichen Arzt im Kanton Baselland und ich muss sagen, dass sich der weite Reiseweg gelohnt hat. Ich bin ca. vor einem Jahr zufällig im Internet auf das Asperger-Syndrom gestossen und habe mich völlig wiedererkannt. Dieser Arzt wurde meiner Psychiaterin für eine Asperger-Abklärung empfohlen, speziell wenn ADHS und AS zusammen vorkommen.