Du bist nicht angemeldet.

1

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 17:23

Gott und Teufel/Gut und Böse/Licht und Dunkelheit

Auf Wunsch anbei der Neue Tread...

2

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 17:33

Zitat

Sehr verehrte Schmutzteufel, die Antwort zu Deiner berechtigten Frage liefert unter anderem die neuplatonische Philosophie, welche in der Spätantike ursprünglich heidnisch-religiös geprägt war, doch dann aufgrund gewisser Übereinstimmungen massiven Einfluss auf das Christentum und den Islam ausübte, vor allem auf die katholische sowie auf die byzantinisch-orthodoxe Lehre. Und auch kein theologisch, philosophisch oder gar metaphysisch bewanderter Muslim wird etwas anderes als das Folgende behaupten (zumal es ebenso Übereinstimmungen mit bestimmten vedisch-hinduistischen Strömungen gibt):

Gott ist das Absolute. Insofern Gott das Absolute ist, ist er auch das absolut Gute, die absolute Wahrheit, die absolute Glückseligkeit, das absolut Schöne und die absolute Liebe. Und aus antik-heidnischer Sichtweise ist das Wesen Gottes die absolute Tugend. Dunkel ist NICHT das Gegenteil von Licht, sondern nur Abwesenheit des Lichtes. Dunkler als in einer Dunkelkammer geht es nämlich nicht. Es gibt keine "Dunkelglühbirnen", welche Finsternis ausstrahlen würden! Ebenso ist Kälte NICHT das Gegenteil von Wärme, sondern nur der Entzug von Wärme. So funktioniert jeder Kühlschrank!

Und in der genau gleichen Weise ist das Böse nur ein innerliches und äusserliches "sich Entfernen" und "sich Entfremden" von Gott, dem absolut Guten, der immanent UND zugleich transzendent jenseits von Raum und Zeit ewiglich im Hier und Jetzt allgegenwärtig ist. Der hl. Augustinus bestätigte in seiner neuplatonisch gefärbten Schrift "Vom Wesen des Guten" diese Sichtweise. Das Böse hat keinerlei autonome Existenz! (Siehe u.a.: Boëthius: "Trost der Philosophie".)

Gut und Böse sind NICHT "gleich stark", sondern das Böse ist nur ein schlechter Witz und ein Selbstbetrug gegenüber dem absolut Guten und gegenüber sich selbst, auch wenn es in der Dualität dieser Welt durch die relative Realität anders erscheinen mag.

Aufgrund des freien Willens gibt Gott jedem selbst die Möglichkeit, sich Gottes Herzenswillen entgegenzustellen und sich von ihm innerlich und äusserlich zu entfernen und zu entfremden. Ich leugne nicht, dass es vermutlich unsichtbare Wesen gibt, die sie sich dermassen von Gott entfernt und entfremdet haben, obwohl sie ursprünglich auch von ihm stammen, dass sie eine gewisse Macht und bis zu einem gewissen Grad schlechten Einfluss ausüben können.

Wenn man sich jedoch innerlich voll und ganz mit Herz und Verstand dem lieben, allmächtigen Gott, dem Allbarmherzigen, dem Allerbarmer (arabisch: Ar-Rahmán Ar-Rahím) öffnet und hingibt, auch im Gebet, dann hat das vermeintlich Böse, welches es an sich eigentlich nicht einmal gibt, keinerlei Macht über einen. Oder wie ein weiser Mann einmal gesagt hat: "Das Böse ist mächtig, Gott aber allmächtig!"

Theistische Neuplatoniker, gleichgültig ob heidnische, christliche, islamische, jüdische oder hinduistische Neuplatoniker, versuchen deshalb im täglichen Leben die absolute Realität von der relativen Realität unterscheiden zu können sowie das Hauptaugenmerk, Bewusstsein und Herz ständig nur auf den absoluten Gott auszurichten.


Interessanter Vortrag Wieland. Allerdings sind der Teufel und seine Helferhelfer real so real wie Gott. Dunkelheit kann allerdings das Licht nicht verdunkeln sondern es umgibt es nur.

Kannst uns mal ein paar Bücher oder so nennen worauf Du Dich beziehst wenn Du von neuplatonischen Philosophien redest?

Schlussendlich kann keine Philosophie der Welt den wahren Glauben an Gott ersetzen.

sofafernsehfan

Spargelvaterspargel?

Beiträge: 81

Wohnort: Nahe Bern

Beruf: Informatiker

  • Private Nachricht senden

3

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 22:37

Warum eigentlich neigen Monotheisten zu so einer ausgeprägt dualistischen Weltanschauung? Ist es so schwer vorstellbar dass ihr einziger Gott sowohl für "Gut" als auch für "Böse" verantwortlich sein soll? Widerspricht es nicht dem Grundgedanken des Monotheismus für das "Böse" einen anderen verantwortlich zu machen?
Ich bemerke dass mein Training im Umgang mit Aspies begonnen hat und ich möchte mich entschuldigen falls es durch meinen gewohnheitsmässigen Umgang mit Doppeldeutigkeiten, Wortspielen und Ironie zu Missverständnissen gekommen ist (und kommen wird).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sofafernsehfan« (10. Oktober 2013, 22:40) aus folgendem Grund: Typo


Wieland

Per aspera ad astra

Beiträge: 375

Wohnort: Kanton Zürich

Nationalität: Svalbard und Jan Mayen Islands

Beruf: Neuplatonischer Theurg

  • Private Nachricht senden

4

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 23:18

Sehr geehrter sofafernsehfan,

da liegt offenbar ein Missverständnis vor, da ich weder Monotheist noch Dualist bin. Die Weltanschauung, die Du beschreibst, wonach Gott gleichermassen für alles Gute UND zugleich für alles Böse verantwortlich sein soll, ist sogenannter Monismus. Monismus ist in der heutigen Esoterik leider weit verbreitet und ziemlich gefährlich, weil dadurch eben alles Böse, wie z.B. auch Kriege relativiert werden. Das führt dahin, dass es tatsächlich einzelne Esoteriker gibt, die konsequenterweise hinter vorgehaltener Hand aussprechen: "Da ja sowieso alles "eins" ist, können Kriege eine notwendige Erfahrung oder sogar richtig gut sein." Was für ein verheerender Irrtum!

Neuplatonismus ist reinster Theismus - ohne irgendein ein anderes Wortteil davor, also auch kein Monotheismus mit einem verabsolutierten Gott. Und wenn nach neuplatonisch-theistischer Philosophie Gott das absolut Gute, die absolute Wahrheit, die absolute Glückseligkeit, das absolut Schöne und die absolute Liebe ist, während das Böse nur ein "Sich-selbst-entfernen" und "Sich-selbst-Entfremden" von Gott ist, das Böse also über gar keine autonome Existenz verfügt, dann handelt es sich dabei KEINESFALLS um einen "Dualismus". Dualismus wäre, wenn Gott und das Böse zwei gleich starke Gegenpole wären. Das ist aber definitiv NICHT der Fall!

Ich habe es vorhin grob erklärt. Wenn das Böse eine autonome Existenz hätte, dann müsste es ja physikalisch "Dunkelglühbirnen" geben, welche Finsternis ausstrahlen - oder "Antifeuer", welches Eiseskälte austrahlt. Noch einmal: Das Böse ist an sich NICHT existent, sondern verfügt nur Dank der Relativität über eine Scheinexistenz - und ist letztlich wie ALLES vom Absoluten und vom Guten abhängig. Genau DAS ist auch gemeint im ersten Teil des islamischen Glaubensbekenntnisses: "Lá iláha illá 'Lláh" = "Keine Gottheit, sondern (nur) Gott", womit die Abhängigkeit ALLER Dinge vom Absoluten zum Audruck gebracht wird.

Im anderen Thread habe ich im ersten Teil noch einige Dinge ergänzt:
Gott, Neuplatonismus, Mystik, das Gute
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (10. Oktober 2013, 23:20)


5

Freitag, 11. Oktober 2013, 00:35

Meine Meinung zum Thread:

THEOLOGIE IST EINE VERBLÖDUNG MIT SYSTEM

Wieland

Per aspera ad astra

Beiträge: 375

Wohnort: Kanton Zürich

Nationalität: Svalbard und Jan Mayen Islands

Beruf: Neuplatonischer Theurg

  • Private Nachricht senden

6

Freitag, 11. Oktober 2013, 08:00

@ Louis: Hast Du auch irgendein sachliches Argument, weshalb man sich innerlich NICHT mit dem Unterschied zwischen dem Absoluten und dem Relativen beschäftigen soll sowie mit dem Guten, mit der Ewigkeit und andererseits mit der Relativität von Raum und Zeit?


Zu meiner obigen Antwort auf die monistische Frage von sofafernsehfan noch folgende Ergänzung:

Es ist entscheidend, dass man nicht Polarität mit Dualität verwechselt, ein schwerwiegende Fehler, der leider vielen sogar herausragenden Denkern unterläuft. Wenn man Polarität und Dualität nicht voneinander unterscheiden kann, dann endet man in einem gefährlichen Monismus.

Deswegen sollte das Böse nicht als "Gegenteil" des Guten angeschaut werden, sondern besser in der folgenden hierarchischen Abstufung ("Hierarchie" = "Vorherrschaft des Heiligen"), da das Böse nur ein Selbstentzug vom Guten ist, ohne autonome Existenz:

1. Das absolut Gute, 2. Das relativ Gute, 3. Das weniger Gute, 4. Das, was überhaupt nicht gut ist

Genauso ist Lüge nicht das Gegenteil von Wahrheit, sondern eigentlich nur der Entzug von Wahrheit, das Hässliche ist nur der Entzug vom Schönen und Leid ist nur der Entzug von der Glückseligkeit:

1. Die absolute Wahrheit, 2. Die relative Wahrheit (= Halbwahrheit), 3. Das weniger Wahre, 4. Das Unwahre

1. Das absolut Schöne, 2. Das relativ Schöne, 3. Das weniger Schöne, 4. Das, was überhaupt nicht schön ist

1. Die absolute Glückseligkeit, 2. Die relative Glückseligkeit, 3. Was weniger glückselig ist, 4. Was überhaupt nicht glückselig ist

Diese Beispiele zeigen den hierarchischen Unterschied zwischen den Dualitäten (NICHT Dualismus!) auf. Polarität hingegen ist z.B. der gleichwertige Plus- und Minus-Strom, männlich und weiblich (beides gleichwertig!) etc., was man sich bildlich nicht auf der hierarchischen, sondern auf der horizontalen Ebende vorzustellen hat. Wer glaubt, dass das philosophisch irgendwie "spitzfindig" sei, soll doch mal den Test machen:

Was ist ein "Mann"? Etwa im folgenden völlig unsinnigen Beispiel die 4. Stufe?

1. Die absolute Frau, 2. Die relative Frau, 3. Das weniger Weibliche, 4. Das überhaupt nicht Weibliche?

Wenn die Polarität männlich und weiblich den hierarchischen Dualitäten gut und böse, Licht und Dunkel, warm und kalt entsprechen würde, wer von beiden, Mann oder Frau, wäre dann "böse", "dunkel" und "kalt"? Das wäre totaler Unsinn und obendrein für einen von beiden schwer diskriminierend!

Noch einmal: Polarität und Dualität dürfen KEINESFALLS miteinander verwechselt werden!
Sonst endet man tatsächlich in einem Monismus, in welchem das Böse relativiert wird, weil die Halbwahrheit "Alles ist eins" verabsolutiert wird. (Diese Halbwahrheit, wonach alles eins ist, ist ja nicht falsch, aber auch nicht ganz richtig. In der modernen Esoterik scheitern viele an dieser Überlegung und enden deshalb in gefährlichen Ideologien.)
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (11. Oktober 2013, 08:03)


schmutzteufel

unregistriert

7

Freitag, 11. Oktober 2013, 08:09

Pfuhhh!
Das ist aber ein schwieriges Thema geworden!

Da kann ich kaum noch mitreden!

Mich hat da wer gefragt, noch im Vorstellungsthread, was genau ich mit Gut und Böse meine und warum verschiedene Menschen darin verschiedenes sehen.
Also, ich kann mich da nur mal an den 10 Geboten orientieren.
Angefangen vom "Lügen", "du sollst nicht falsches Zeugnis abgeben...".
Gut, wir wissen alle ob wir die Wahrheit sagen oder nicht, wenn wir den Mund aufmachen. Wahrheit bedeutet, hier NICHT, dass ein Ereignis tatsächlich so stattgefunden haben muss, sondern NUR, dass wir etwas so sehen, so erleben, so empfinden, unabhängig von der Realität!
Warum aber ist es Gang und Gäbe, warum besteht ein Großteil unserer "Höflichkeit" darin bewusst NICHT zu sagen, was man denkt und fühlt, wenn man danach gefragt wird. Man MUSS immer wieder falsche Aussagen darüber machen, es ist erwünscht, es ist wichtig, der andere ist sich oft über die Lüge des befragten bewusst und möchte sie trotzdem hgören....es gehört zu unserer Kultur!

Mir ist schon klar, dass man nicht jedem die Meinung, wenn sich jene gegen die des Gesprächspartners richtet, ins Gesicht sagen kann um jemanden nicht zu verletzen, das verstehe ich schon. Aber es wäre doch eine Alternative sich zB. so zu äußern: "Darüber möchte ich (derzeit) keine Meinung abgeben!"
Das ist aber nicht erwünscht!

Schon oft schnitt ich dieses Thema in Foren, in Gesprächen an: "Wo endet die Höflichkeit, wo beginnt die Heuchelei?
Komischerweise interessiert das keinen?

Ebenso beim Stehlen:
Wenn ein Kind einen Schokoriegel im Supermarkt entwendet, wird es schwer getadelt, ein Erwachsener bekommt deswegen eine Anzeige, es ist peinlich und schändlich. Wohl aber ist die Steuerhinterziehung, das übliche "an der Finanz" vorbeischummeln, ein Akt der Gang und Gäbe ist, den jeder macht, der aber im moralischen Sinn kein Verbrechen oder gar "Sünde" im klerikalen Sinn darstellt.
Die Berufsgruppe "Steuerberater" scheint einzig für dieses Vergehen zu existieren, wie mir als Angehörige und Kind aus selbständig erwerbstätigen Familien seit jeher bekannt ist.

Tja, und so kann jeder die Liste fortsetzen....

Das meine ich, mit "Gut" und "Böse" das verstehe ich nicht, damit bin ich echt überfordert. Muss mich aber schulterzuckend immer wieder nach solchen komischen Regeln richten....
Von dem was ich in einer katholischen Klosterschule erlebt hab, ganz abgesehen! :wacko:

Von der Tatsache, dass in einem Land die Menschen jubeln und feiern, weil in einem anderen Land, in einem anderen Kulturkreis, der aber ein und demselben Gott huldigt, tausende Menschen ums Leben kamen (11. September), ganz abgesehen...da ist vor meinem geistigen Auge nur mehr ERROR! ?( ?( ?(

Wieland

Per aspera ad astra

Beiträge: 375

Wohnort: Kanton Zürich

Nationalität: Svalbard und Jan Mayen Islands

Beruf: Neuplatonischer Theurg

  • Private Nachricht senden

8

Freitag, 11. Oktober 2013, 08:30

Das sind korrekte Überlegungen, Schmutzteufel. Und es ist richtig, dass man IMMER die Wahrheit sagen sollte, doch wenn man sie aus verschiedenen Gründen dem Gegenüber vorenthalten muss (z.B. falls das Gegenüber nachher böswillig Schaden anrichten möchte), dann sollte man tatsächlich höflich und wahrheitsgetreu sagen: "Darüber möchte ich (derzeit) keine Meinung / keine Auskunft abgeben!" Das ist völlig legitim; und man bleibt weiterhin der Wahrheit verpflichtet.

Ob heutzutage die Masse der anderen Menschen lügt oder sich mit sonstigen allen möglichen Unwahrheiten im täglichen Leben ständig herausredet, darf NICHT als Massstab gelten!

Wer lügt, stiehlt oder betrügt, der entfernt und entfremdet sich selbst vom absolut Guten, vom Schönen, von der Wahrheit und von der Glückseligkeit.


Ich möchte noch einmal auf meine obigen Antworten über die Gefährlichkeit von esoterischem Monismus sowie über die weitverbreitete Verwechslung von Polarität und Dualität hinweisen.
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (11. Oktober 2013, 08:31)


9

Freitag, 11. Oktober 2013, 12:14

Wer so vermessen ist, zu glauben, er könne Gut und Böse trennen, mag gerne anhand seiner Überzeugungen, seinen Werten und seinem begrenzten Wissen philosophieren (wohl eher moralisieren). Ernst nehmen, kann ich solche Diskussionen nicht, ungeachtet der angeblich sachlichen Argumentation.

Nixon

"Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie." (Römer 2.1)

10

Freitag, 11. Oktober 2013, 12:21

Hast Du auch irgendein sachliches Argument, weshalb man sich innerlich NICHT mit dem Unterschied zwischen dem Absoluten und dem Relativen beschäftigen soll sowie mit dem Guten, mit der Ewigkeit und andererseits mit der Relativität von Raum und Zeit?


Weil es dir nichts bringt ausser Zeitverschwendung ?

Valesca

unregistriert

11

Freitag, 11. Oktober 2013, 12:28

Hallo Asperger,
auf Deinen Post in der Vorstellung antworte ich mal hier.
Danke erst mal für Deinen Willkommensgruß.
Ja, Du hast recht, wir können entscheiden, aber manchmal schleichen sich unbemerkt Gedanken ein, mit denen man sich ausgiebig beschäftigt. Man schämt sich vielleicht irgendwann dafür und redet deshalb nicht darüber. Man kämpft dagegen, aber je mehr man kämpft, desto mehr beschäftigt man sich ja damit und desto stärker wird das Problem... Auch mir ist so etwas schon passiert und ich denke, vielen anderen Menschen auch. Es ist sicherlich etwas ganz menschliches.
So ein Hinweis von außen zu bekommen ist, wenn er stimmt, erst mal sehr schwer, auch das weiß ich aus eigener Erfahrung, aber es bringt einem wieder auf den richtigen Weg zurück, wenn man es zulassen kann. Auch das ist eine Entscheidung.
In der Bibel steht auch, dass wir uns gegenseitig in Liebe ermahnen sollen.
Viele Grüße
Valesca

Wieland

Per aspera ad astra

Beiträge: 375

Wohnort: Kanton Zürich

Nationalität: Svalbard und Jan Mayen Islands

Beruf: Neuplatonischer Theurg

  • Private Nachricht senden

12

Freitag, 11. Oktober 2013, 13:35

Sehr geehrter Louis, für mich stellt es eine sinnlose Zeitverschwendung
dar, mich NICHT rund um die Uhr möglichst ununterbrochen in meinen
Gedanken, im Herzen und in der Seele mit der absoluten Realität zu
beschäftigen. Andere Dinge interessieren mich nicht.
Wer so vermessen ist, zu glauben, er könne Gut und Böse trennen, mag gerne anhand seiner Überzeugungen, seinen Werten und seinem begrenzten Wissen philosophieren (wohl eher moralisieren). Ernst nehmen, kann ich solche Diskussionen nicht, ungeachtet der angeblich sachlichen Argumentation.

Nixon

"Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie." (Römer 2.1)
Sehr geehrter Nixon, falls Du Dich gerne belügen, betrügen, ausplündern, vergewaltigen, foltern oder ermorden lässt - oder falls Du selber gerne lügen solltest, dass sich die Balken biegen, und selber betrügst, plünderst, brandschatzest, vergewaltigst, folterst oder mordest, bloss weil Du Gut und Böse nicht voneinander unterscheiden möchtest, dann ist das Deine Angelegenheit.

Und was das Streben nach absoluter Glückseligkeit mit "Überzeugungen", "Werten", "begrenztem Wissen" und "Moral" zu tun haben soll, ist mir völlig schleierhaft. Man muss im Gegenteil sämtliche Überzeugungen und Ideologien LOSLASSEN und innerlich völlig LEER werden, um wahrhaft glückselig zu werden! Nicht anhaften, sondern "entwerden" (Meister Eckhart). Und ohne Demut und einer gewissen Selbstverleugnung geht es überhaupt nicht. (Die grosse Auseinandersetzung mit dem relativen ahankara (Sanskrit) = "Ich-Macher").

Ich ziehe es jedenfalls vor, nach Glückseligkeit zu streben, während andere Leute offenbar etwas masochistisch veranlagt sind und sich freiwillig lieber für Kummer, Leid, Krankheit und höllische Depressionen entscheiden. Viel Vergnügen dabei! :)

Falls Du glaubst, man könne Licht nicht von Dunkel und Wärme nicht von Kälte unterscheiden (schon wieder dieser Monismus...), dann bist also DU der berühmte Erfinder der Dunkelglühbirne, welche reine Finsternis ausstrahlt, sowie des Anti-Feuers, welche reine Eiseskälte ausstrahlt? (Wobei es physikalisch natürlich nicht kälter geht, als bis zum absoluten Nullpunkt: 0 Grad Kelvin = minus 273 und ein paar zerquetschte Grad Celsius...)

Kann ich bei Dir bitte ein paar Deiner Dunkelglühbirnen bestellen? Ich möchte auch mal in der freien Landschaft bei sonnigem Tageslicht ein bisschen Finsternis ausstrahlen. Dunkelglühbirnen wären auch sehr praktisch gegen die zivilisationsbedingte Lichtverschmutzung bei Nacht...)

Und obwohl ich bisher noch niemals ein Christ gewesen bin (weil ich eben KEINER Ideologie anhafte), kann ich die Bibel ebenfalls zitieren (und wenn es beliebt auch wirklich sehr schöne Verse aus dem Koran oder der Bhagavad-Gita), von wegen "Vermessenheit":

"Verurteilt nicht andere, damit Gott nicht euch verurteilt. Denn euer Urteil wird auf euch zurückfallen, und ihr werdet mit demselben Mass gemessen, das ihr bei anderen anlegt." (Matthäus 7.1-2)


Offenbar wurden im anderen Thread, wo ich übrigens auch auf Aspergers Fragen geantwortet habe, einige Dinge übersehen. Noch einmal zur Erklärung u.a. ein Zitat von mir selbst:

Zitat

Hier noch ein Kurzfilm, mit einer sehr kurzen und oberflächlichen Einführung zu Plotin und dem Neuplatonismus, wobei die graphische Darstellung eigentlich nicht einmal ganz richtig ist, da schon Plotin
selbst gemeint hat, dass man die Hypostasen statt mit hierarchischen Stufen besser mit ineinanderliegenden Kreisen darstellen sollte. Demzufolge ist die Ewigkeit Gottes als das absolut Gute, das neuplatonisch sogenannte "Eine", in der MITTE. Drumherum, wo Gott seine Energie, sein Licht und seine Liebe durch die Emanation unaufhörlich ausstrahlt und ausströmt, kommt der Kreis mit dem "Nous", auf Deutsch zumeist fälschlich mit "Geist" übersetzt, wobei die der vedisch-hinduistischen Philosophien angelehnte "Überseele" dem einiges näher kommt. Um "Nous", der Überseele, herum kommt der Kreis mit der "Psyche", also der Seele. Und um die Seele herum liegt der äusserste Kreis mit der ewigen, aber formlosen Materie, welche dauernd zerfällt, weil sie der Relativität unterworfen ist. Materie hat keine Form, auch wenn das die meisten Menschen glauben! Formgebend ist Gott, "das Eine".

Doch ich führe schon wieder viel zu weit, der Kurzfilm beschränkt sich auf weit weniger:

http://www.youtube.com/watch?v=Dsc8tBVrGJk
Zitat von Valesca:

Zitat

In der Bibel steht auch, dass wir uns gegenseitig in Liebe ermahnen sollen.
Richtig! Genau DARUM geht es! :)
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (11. Oktober 2013, 13:38)


13

Freitag, 11. Oktober 2013, 14:18

Dalai Lama: "Es gibt nur EINE Wahrheit: Wir werden alleine geboren und wir sterben alleine." Betrachtet man den Satz genauer, erkennt man, dass dazwischen nichts als 'die EINE Wahrheit', als 'die absolute Wahrheit' existieren kann.

Zitat Wieland: "1. Die absolute Wahrheit, 2. Die relative Wahrheit (= Halbwahrheit), 3. Das weniger Wahre, 4. Das Unwahre"
Wer die absolute Wahrheit als das 'Höhere' (bessere) wertet und die relative Wahrheit in der Wertung eine Stufe herabsetzt (als Halbwahrheit), missachtet die Wahrscheinlichkeit einer möglichen anderen Wahrnehmung, Denkweise, Überzeugung, Glaubensrichtung und Wertvorstellung.

Sei dies nun in Dualität (Gut und Böse) oder in Abstufungen, was als 'mehr' oder 'weniger' Gut zu betrachten sei, es führt schlussendlich zu dem gleichen Effekt des Moralisierens des angeblich EINEN Wahren (des Absoluten), dem sich alle als das EINE Gute ('Erlösende') zu zuwenden haben.

Wer bestimmt nun, was die absolute Wahrheit, die EINE Wahrheit ist? Gibt es diese überhaupt oder ist es nicht einfach nur eine Anmassung der Wertung?

Nixon

14

Freitag, 11. Oktober 2013, 14:41

Sehr geehrter Wieland, bist Du bereit, den Stein zu werfen, im Glauben "das Gute in Persona" zu sein?

Wieland

Per aspera ad astra

Beiträge: 375

Wohnort: Kanton Zürich

Nationalität: Svalbard und Jan Mayen Islands

Beruf: Neuplatonischer Theurg

  • Private Nachricht senden

15

Freitag, 11. Oktober 2013, 14:52

Sehr geehrter Nixon, da hast Du mich offenbar gründlich missverstanden. Ich habe nämlich mit keinem einzigen Wort gesagt, WAS die absolute Wahrheit ist oder wie ich die absolute Wahrheit definieren würde.

Aus menschlicher (relativer) Sicht ist es nämlich GAR NICHT möglich, die absolute Wahrheit zu definieren. Darum haben so viele verschiedene Philosophen, Weise und Heilige aus allen Religionen und allen Kulturen wie z.B. Plotin, Pseudo-Dionysius Areopagita oder Meister Eckhart immer gesagt, man könne nur aussagen, was die absolute Wahrheit (oder das Absolute an sich) NICHT ist. Diese Verfahrensweise wird "Negative Theologie" genannt.

So weit waren wir in diesem Thread gar noch nicht, daher das Missverständnis.

Kein Mensch kann bestimmen, was "absolut" ist, weil das dann nur das verabsolutierte Relative wäre. Verabsolutierung und das Absolute sind NICHT das Gleiche! Durch Verabsolutierung landet man z.B. bei extremistischen Monotheismen. Und was dabei herauskommt, wissen wir alle: "Unser Gott ist der EINZIGE Gott, Euer Gott ist falsch! Unsere Bibel / unser Koran ist die EINZIGE heilige Gottesoffenbarung, alle anderen sind falsch!"

Und dann schlagen sie sich gegenseitig sinnlos die Köpfe ein, bloss weil sie vergessen haben, dass es eigentlich darum ginge, in LIEBE nach absoluter Glückseligkeit zu streben, was eigentlich der innereste Kern ALLER religiösen Lehren wäre. Ich muss z.B. immer wieder schmunzeln, wenn ich höre, wie einzelne Christen solche Bibelzitate ganz oberflächlich auffassen und verabsolutierend verdrehen wie "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben". Dabei ist dieser Vers ist an sich sogar richtig, genau wie auch die islamische Aussage: "Keiner kann zu Gott kommen, der nicht den Propheten gesehen hat."

(Dass mich bitte keiner missversteht: Den theistischen Glaubenskern des Christentums oder des Islams möchte ich auf gar keinen Fall angreifen oder kritisieren, im Gegenteil!)

Hierarchische Wertungen gehen u.a. auf den göttlichen Platon höchstselbst zurück (Hierarchie = "Vorherrschaft des Heiligen"). Platon lehrte, dass nur die unsterblichen, ewigen "Ideen" aller Dinge auf der formgebenden, transzendenten Ebene Gottes - oder zumindest auf der Hypostasenstufe der Überseele direkt um Gott herum - von wirklichem Belang seien. Die Materie ist formlos und zerfällt ja andauernd. Das war für Platon nicht interessant. Und genau auf diese Ideen- und Hypostasenlehre Platons baut auch der Neuplatonismus auf, bzw. sogar die neuplatonische Theurgie.

Und es geht dabei nicht zuletzt um die individuellen, INNEREN Hierarchien:

"Sich zum Besseren zu wenden,
dazu hat jeder aus sich selbst die Macht;
aber schlechter zu werden,
daran wird keiner gehindert."

(Plotin)


Und ich bin - mit Verlaub - selbstverständlich NICHT das Gute in Persona, zumal "persona" auf Lateinisch nur "Maske" bedeutet (von "per sonare" = hindurchklingen), eine treffende Bezeichnung für das relative Falsche Ego.

Aber in der Ewigkeit sind WIR ALLE, ausnahmslos ALLE, im innersten, hierarchisch verborgenen Wesenkern gut, bzw. sogar ABSOLUT GUT. Und um kleine Fünkchen diesen Guten in uns freizulegen, und zwar im Hier und Jetzt, meditieren und kontemplieren die Asketen, Gottessucher, Mönche, Nonnen, Heilige und Eremiten aller Religionen und aller Kulturen aus allen Zeiten. Wobei es auch zahllose andere Wege geben soll.
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (11. Oktober 2013, 14:57)


16

Freitag, 11. Oktober 2013, 15:15

Sehr geehrter Wieland gut, dass Du zumindest Latein kannst und die Maskenhaftigkeit des Glaubens an das 'reine' Gute erkannt hast.

Alles andere ist eine Glaubensfrage, die ich Dir gerne zugestehe und mögest Du allen anderen eine andere Überzeugung ebenso zugestehen.

Nixon

Wieland

Per aspera ad astra

Beiträge: 375

Wohnort: Kanton Zürich

Nationalität: Svalbard und Jan Mayen Islands

Beruf: Neuplatonischer Theurg

  • Private Nachricht senden

17

Freitag, 11. Oktober 2013, 16:05

Sehr geehrter Nixon,

bedauerlicherweise kann ich überhaupt kein Latein, da ich tatsächlich nur eine sehr niedrige Schulbildung habe. Aber "persona" drückt nicht die Maskenhaftigkeit des Glaubens, sondern des falschen Egos und der Relativität aus.

Wie? Ich dachte, in diesem Faden ginge es u.a. um Gott und den Teufel, Gut und Böse etc., nicht? Ist das denn meine Schuld, wenn so viele geschätzte Leute hier ständig berechtigte Fragen aufwerfen, so dass ich halt mit philosophischen Mitteln den theistischen Glaubenskern des Christentums, des Islams, des Judentums, der Bhakti-Vedanta des vedischen Hinduismus', des theurgischen Heidentums und gewisser antiker Mysterienkulte VERTEIDIGE (ohne sie synkretistisch miteinander vermischen zu wollen)?

Wenn einige Leute mit Ideen kommen, die dem Monismus zuzuordnen sind, dann zeige ich lediglich auf, wo dabei die entscheidenden Denkfehler und sogar mögliche Gefahren liegen. Hernach warte ich auf sachliche Gegenargumente und würde mich auch gerne belehren lassen, aber wenn da nichts kommt, kann ich doch auch nichts dafür.

Es tut mir aufrichtig leid, falls ich den Eindruck erweckt haben sollte, hier irgendwie aufdringlich sein zu wollen, aber theistische Religionsphilosophie und Metaphysik sind nun einmal die Fachgebiete, die ich seit Jahrzehnten trotz meiner niedrigen Schulbildung in aller Demut leidenschaftlich privat studiere (wobei ich noch lange nicht am Ende meines Privatstudiums angekommen bin und selber immer wieder zu neuen Erkenntnissen gelange!)

Wenn hier also einer so etwas schreibt, was tatsächlich in vielen modernen Esoterik-Büchern propagiert wird und auf den ersten Blick sich sogar irgendwie ganz nett und logisch anhört, wie "Alles ist eins" sowie "Gut und Böse sind deshalb auch eins und austauschbar", was ein letztlich sehr gefährlicher Monismus darstellt, dann genügt es nicht, wenn es hinterher heisst: "Ach, komm, Du Spielverderber, lass uns doch unseren Glauben!"

Im vedischen Hinduismus UND zufälligerweise auch im Neuplatonismus lautet nämlich die GANZE Formel:

"Alles ist eins UND zugleich verschieden", bzw. "Einheit in der Vielheit UND Vielheit in der Einheit".
Das bedeutet: Nondualität UND zugleich Individualität (= Unteilbarkeit)!

Wenn etwas davon weggelassen wird, dann kann das zu gefährlichen Verabsolutierungen führen.

So, ich bitte nochmals untertänigst um Verzeihung. Doch jetzt sollten hier bitte nur noch sachliche philosophische Argumente kommen (von denen ich teilweise leider selber abgeschweift bin, tut mir leid). Und solange hier keine sachlichen philosophischen Argumente mehr kommen, erteile ich dem Christentum, dem Islam, dem Judentum, dem Hinduismus und den meisten anderen Religionen meine aufrichtige "Generalabsolution" und meinen herzlichsten Segen.
Weiter im Gebet! :)

Und wer sich eben NICHT für Religionen interessiert und NICHTS mit Gott zu tun haben möchte, nicht einmal auf dem Wege der Philosophie eines göttlichen Platon oder Plotin, dem wünsche ich selbstverständlich ebenfalls von ganzem Herzen alles Gute! :)
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (11. Oktober 2013, 16:08)


18

Freitag, 11. Oktober 2013, 16:26

Sehr geehrter Wieland
Persona (Maske, Maskenhaft): Eine Frage der Interpretation und des Gebrauchs bezogen auf das Thema. Den Inhalt meiner Aussage hast Du hoffentlich dennoch verstanden.

Im Umgang mit dem Thema Religionen und Glaubensfragen und der Diskussionskultur mögen wir uns unterscheiden, was schlussendlich aber nichts mit der Frage des Interesses oder Desinteresses zu tun hat.

Wir können gerne weiter diskutieren über die "absolute Wahrheit", die sich nicht erklären oder definieren lässt aber offenbar einen hohen Wert an Moral besitzt.

Nixon

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Nixon« (11. Oktober 2013, 16:29)


schmutzteufel

unregistriert

19

Freitag, 11. Oktober 2013, 16:50

Sehr verehrte Herrn Wieland und Nixon! (ich nehm mal an, die sind männlich.... :S )

Es ist recht amüsant euch beiden beim gegenseitigen hochgeistig - philosophischen Verbalübertrumpfen "zuzulesen". :) ;)

20

Freitag, 11. Oktober 2013, 17:02

Verbalübertrumpfen

Eigenartig, so empfand ich es eigentlich nicht. Mich interessiert lediglich, wie man etwas Undefinierbares, existenziell Fragliches in der Wertung der Moral (Gut-Böse hier als Abstufung) als sachliches Argument verwenden kann. Bisher konnte ich Glaubensfragen, Moral-Wertungen und Überzeugungen erkennen, mehr nicht. Und so viel mir bekannt ist, beruhen Religionsfragen prinzipiell auf solchen Glaubensfragen und nicht auf sachlichen Argumenten, sonst wären sie ja keine Religion, kein Glaube. Daher interessiert mich die Diskussion resp. Argumentation von Wieland.

Nixon