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1

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 18:12

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

was für eine Frage, mag sich manch einer denken.

Doch halt:
- die Erde war einmal eine Scheibe
- die Titanic war unsinkbar
- die Comet-Flugzeuge waren einst sicher
- Contergan war auch für Schwangere sicher

Und was ist von diesen Wahrheiten geblieben? nichts!
Die Erde wurde erst zur Kugel und dann zum etwas verbeulten kugelähnlichen Objekt.
Die Titanic sank.
Mehrere Comet-Flugzeuge stürzten wegen des gleichen Fehlers ab, man entdeckte die Materialermüdung und neuerdings noch einen Materialfehler.
Contergan wurde halt doch nicht von der Plazenta zurückgehalten und es kamen Kinder mit Missbildungen zur Welt

Die Wahrheit als gegenwärtigen Stand der Irrtümer zu bezeichnen, ist also gar nicht fehl am Platz.
Niemand kann garantieren, dass nicht irgendwo etwas gefunden wird was die heutige Wahrheit für immer verändert.

Man bedenke auch, was man im Mittelalter alles zu wissen glaubte und wie wenig davon übrig blieb,
So überraschte es mich auch nicht sonderlich, als ich erfuhr, dass tatsächlich negative Studienergebnisse weniger oft veröffentlicht werden als positive.

Nur das zu sehen, was man sehen möchte ist zutiefst menschlich, und doch .. auch manchmal höchst riskant.
Und doch passiert es immer wieder und nicht immer wird der Fehler vor dem Unglück bemerkt.

Manchmal entgeht man der Katastrophe nur um Haaresbreite.
Ein Designfehler ... das Citicorp-Gebäude an der Lexington Avenue in NewYork musste eilends verstärkt werden und nur mit Glück stürzte das Gebäude nicht ein da der nächste Sturm im letzen Moment seine Route änderte.

schmutzteufel

unregistriert

2

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 20:38

Wirklichkeit ist das was einer dafür hält.
Ebenso kann man das mit dem Wort "Wahrheit" definieren....irgendwo hatten wir schon so eine ähnliche Diskussion hier im Forum.....

3

Donnerstag, 1. Januar 2015, 08:27

Dann machen wir hier doch eine Sammlung von Beispielen, ohne uns aber auf ein einzelnes Beispiel einzuschiessen.
Zu diesen kontroversen Beispielen soll man besser einen eigenen Thread eröffnen, falls noch keiner existiert.

schmutzteufel

unregistriert

4

Donnerstag, 1. Januar 2015, 09:27

Der ach so gesunde Spinat!

ich denke die meisten wissen, dass unsere Altvorderen die die Kinder mit viel Spinat gefüttert haben auch wenn die es gar nicht wollten einfach einem Irrtum aufgesessen sind. Die Kommastelle war falsch angegeben beim Gehalt an Eisen und war so irrtümlicherweise verzehnfacht, soweit mir bekannt ist.

Aber der lustige Popeye verdankt diesem Irrtum seine Existenz!
Ich bin seit jeher ein absoluter Fan von Spinat!

schmutzteufel

unregistriert

5

Donnerstag, 1. Januar 2015, 09:34

Das mit der unsinkbaren Titanic war doch nur ein Werbegag denke ich. Damals waren viele Leute sicher noch leichtgläubiger. Denn wer nur ein bisschen Hausverstand einsetzt, weiß doch dass ein Gegenstand dessen Material so viel schwerer als Wasser ist nicht unsinkbar sein kann. Aufgrund der Bauweise kann man einen solchen Gegenstand schwerer sinkbar machen, ihn schlimme Unfälle heil überstehen lassen, ihn später sinken lassen als vergleichbare Objekte, aber unsinkbar????

Die moderne Werbung bringt uns tagtäglich mit einer Flut von Lügen und verzerrten Wahrheiten in Kontakt, dass wir diese meist gar nicht mehr wahrnehmen als solche...

6

Donnerstag, 1. Januar 2015, 17:27

Au ja, die Werbung ist ein Tummelfeld für Irrungen und Wirrungen jeder Art.
Es muss ja nicht immer so weit gehen wie beim Werbespot für irgend eine Zahnpasta, wo es Leute gegeben haben soll, welche die in der Werbung zur Veranschaulichung verwendeten Schutzkappen bestellen wollten. :rolleyes:

Ich erinnere mich an die Webung für Vitasprint. Völlig überteuert das Ding. Ob es denn wirklich so dramatisch die Leistung steigert wie man auf Grund des Werbespots glauben gemacht wird? Und selbst wenn ... das kann man auch mit den Einzelsubstanzen.

Dasselbe Trauerspiel auch bei anderen Lifestyle-Vitaminen und sogar bei Präparaten mit lebenden Darmbakterien. Zumindest den Preis und die so nebenbei verkauften Emotionen kann ich nur als Bschiss betrachten. Meine Mutter war von einem dieser Präparate beeindruckt, es wirke über die Blutbahn. Ich meinte nur: "Ja logisch wirkt es über die Blutbahn, du isst es ja! Dir kann man aber auch alles verkaufen." Nicht ohne zu erwähnen, dass ich ein äquivalentes Produkt oder eine Kombination zu einem Bruchteil des Preises aus einem Vitaminshop im Internet besorgen könne, falls sie es ausprobieren möchte.

In den Anfängen der Fliegerei gabs auch Leute, die meinten, ein Flugobjekt müsse zwingend leichter als Luft sein. Dass Vögel ja auch nicht leichter als Luft sind beeindruckte diese Leute wenig. Und beim Zug, der damals im Vergleich zu heute noch sehr gemächlich fuhr, meinte man auch, die Geschwindigkeit würde die Passagiere schädigen. Beide Behauptungen dürften heute nur noch Kopfschütteln hervorrufen.

Kopfschütteln musste ich auch, als ich die Sache mit den Dieselgeneratoren in Fukushima hörte, denn diese waren NICHT in einem wasserdichten Raum und noch dazu ganz und gar nicht weit über Meereshöhe. Wie kann man nur ein AKW an der Küste bauen und DAS vergessen. :wall:

Nicht so bald zu Ende gehen wird der Streit rund um die Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern. Wir werden sehen, was genau am Ende bewiesen und was widerlegt werden wird. Pech haben halt einfach jene Leute, die darauf empfindlich reagieren. Die sind wirklich nicht zu beneiden.

Auch der Streit für und wider Mammographie-Screenings wird uns noch eine Weile begleiten und es ist nicht ausgeschlossen, dass am Ende beide Seiten recht haben, kommt nur drauf an wie man die einzelnen Argumente gewichtet.

Dass die Gewichtung der Argumente für die Rangliste eine Rolle spielt, ist übrigens etwas das mir bei fast jedem Test von irgendwelchen Geräten oder von Software begegnet. Mein Favorit ist etwa bei Software meistens nicht der gleiche wie in der Zusammenfassung genannte, sondern ein anderer, da ich ich die Bedienbarkeit niedriger aber die Erfüllung der Kernaufgabe höher gewichte als der Durschnittsuser. ... und schon wieder gibt es mehrere Wahrheiten. *grübel*

noch ein Zitat von Jules Vernes dazu:
"Die Wissenschaft besteht nur aus Irrtümern. Aber diese muss man begehen. Es sind die Schritte zur Wahrheit"

7

Freitag, 2. Januar 2015, 14:07

Doch halt:
- die Erde war einmal eine Scheibe
- die Titanic war unsinkbar
- die Comet-Flugzeuge waren einst sicher
- Contergan war auch für Schwangere sicher
Das ist keine Wirklichkeit.
Das sind nur Behauptungen von einer Gruppe Menschen, die sie einer anderen Gruppe von Menschen glauben lassen wollten.

Heute könnte man das unter "Werbung" zusammenfassen.
Hier frage ich mich: "Was liegt einem fremden Menschen daran, dass ich zufriede, sicher, gesund, etc ... bin."
Manchmal denke ich schmunzelnd daran, ob sie mich von einem Produkt "unbewusst" abbringen wollen.
(Beispiel: Weihnachstmann-Werbung für CocaCola, bei der ich mich jedesmal frage, ob ich mit einem Boykott für CocaCola anfangen sollte, obwohl ich das Getränk mag)
Ich bin halt ein eher überkritischer Konsument, der sich fragt, warum es für ein gutes Produkt, so viel Aufwand für die Werbung betrieben werden muss.


Manchmal werden aus praktischen Gründen auch bewusst Verzehrungen der Wirklichkeit verwendet.
Siehe Beispiel der Schweizer Koordinaten und der zylindrischen Kartenprojektion mit Bern im Zentrum.
(Siehe Bild / Quelle: http://www.swisstopo.admin.ch/internet/s…ieschweizde.pdf)

Das gleiche gilt auch für die Berechnungen der Bewegungen, mit Geschwindigkeiten weit unter der Lichtgeschwindigkeit.
Dafür ist die physikalische Wirklichkeit wie sie Newton gesehen hat, völlig ausreichend.
Die präzisere Wirklichkeit, wie sie Einstein gesehen (berechnet) hat, ist für den Alltag völlig unpraktisch.
Denn die Abweichungen zwischen den beiden Systemen ( oder Wirklichkeitsprojektionen), sind für den " Normalgebrauch" so gering, das selbst unsere (zulässigen) Messfehler grösser sind.

Eigentlich konstruieren wir jeden Tag in unserem Kopf unsere eigene projizierte "Wirklichkeit"
Und keine davon ist wirklich wirklich :kicher:

Gruss Geralt
»Geralt« hat folgendes Bild angehängt:
  • Schweizer-Koordinatensystem.jpg

Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

8

Freitag, 2. Januar 2015, 14:58

Die Schwierigkeit besteht darin das eine vom anderen zu unterscheiden.
Deswegen wirssen wir nie mit Sicherheit, dass die von uns als wirklich betrachtete Wirklichkeit auch künftig als Wirklichkeit gilt oder wir sie immer noch dafür halten.

Klar ist es aus heutiger Sicht einfach zu sagen, dass die Erde natürlich keine Scheibe sei, Contergan gar nicht sicher war und die Titanic sehr wohl sinken konnte ...
Aber damals wusste "man" es nicht besser und in dem Sinn war es für diese Leute die Wahrheit. Genauso wie wir unsere Wahrheit sehen.
Wir wissen heute nicht, welche unserer heutigen Wahrheiten sich als nächstes und wie genau weniger oder mehr wahr werden.
Trotzdem nehmen wir an, dass diese Wahrheiten wahr seien.

https://www.youtube.com/watch?v=QkhBcLk_8f0

9

Freitag, 2. Januar 2015, 21:46

Womit ich sehr Mühe habe ist mit unserem Rechtssystem.
Wenn jemand einen Menschen umgebracht hat, wird allerhand unterschieden.
Fakt ist aber: Ein Mensch musste wegen eines anderen sterben.
Und dann kommen diese *Streichler* und sagen:
- diese Person war nicht zurechnungsfähig, weil er 1.5 Promille hatte
- diese Person hat im Affekt gehandelt
- diese Person hatte eine schwere Kindheit
- diese Person stand unter Einfluss von Drogen usw.

Aber jeder weiss, wenn er gesoffen hat, dass er dann nicht mehr einen klaren Kopf hat.
Jeder, der schon mehrfach ausgerastet ist, weiss, dass er eine potentielle Gefahr für andere sein kann.
Über die schwere Kindheit mag ich schon gar nichts schreiben - die hatte ich auch und bin trotzdem *sauber*.
Und Dorgen sind illegal und wirken ähnlich wie Alk. Also wenn man es nicht verträgt, lässt man die Finger davon.

Und da fangen bei mir die Wiedersprüche an: man versucht noch so jedes Leben zu Retten. Beispiel Frühgeburten in der 24. SSW. Kein Kilo schwer und das Risiko, einen bleibenden Schaden davon zu tagen enorm hoch!
Aber wenn man weiss, dass jemand psychisch schwer gestört ist und das Risiko besteht, das diese Person seine Medis nicht nimmt, dann lässt man ihm seinen freien Willen, weil man ihn ja nicht zwingen kann.
Es gibt Menschen, die haben derart einen psychischen Knacks, dass sie andere verleumden und per Mail und SMS terrorisieren. Es geschieht ihnen nichts! Man kann sie höchstens anzeigen wegen Missbrauchs von Fernmeldeanlagen.... :lol: Verleumdungen anzuzeigen ist so sinnlos, weil man jedes einzelne Detail beweisen muss und wer lässt sich schon in solche Dinge freiwillig reinziehen?

Und da frage ich mich dann schon, wie wirklich ist die Wirklichkeit.....

Ob wieder jemand aus irgendeiner Stundie irgend etwas beweisen will, das ist mir so egal.....geschrieben wird viel und glauben kann man das, was man will....
Und wenn man früher glaubte, die Erde sei eine Scheibe, dann deshalb, weil man es einfach nicht besser wusste - wie unsere Eltern, die dies und das falsch machten, weil sie es nicht besser wussten.....
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

10

Freitag, 2. Januar 2015, 22:58

Diese "Streichler" wie du sie nennst führen nicht zwingend dazu, dass der Täter die Strafe als leichter empfindet. Ich habe schon von Fällen gehört, wo der Täter lieber ins Gefängnis wollte, als sich einer Therapie zu unterziehen.
Ich bin auch nicht der Meinung, dass wir die Täter mir Samthandschuhen anfassen sollten, andererseits muss der Richter ja auch einen gewissen Spielraum haben, und wenn es nur um die Art und Weise geht, wie der Täter lebenslang von der Öffentlichkeit ferngehalten werden soll.
Sollen wir hiezu einen eigenen Thread eröffnen?

11

Samstag, 3. Januar 2015, 00:25

Die Schwierigkeit besteht darin das eine vom anderen zu unterscheiden.
Was ist das eine ?
Und was ist das andere ?

Deswegen wirssen wir nie mit Sicherheit, dass die von uns als wirklich betrachtete Wirklichkeit auch künftig als Wirklichkeit gilt oder wir sie immer noch dafür halten.
Na ja, die Wirklichkeit ändert sich ja nicht, nur unsere aktuellen Ansichten ( = Projektionen) über die Wirklichkeit ändern sich.
Man darf die Schatten an der Wand, nicht mit den Gestalten/Figuren verwechseln, die die Schatten werfen.

(Siehe auch das Höhlengleichnis von Platon / http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis)

Im Alltag gehen wir mit den "Schatten" so um, als wären sie wirklich.
Ändert sich der "Schatten", so sehen wir (meistens) nur eine andere "Seite" vom "Ursprung" (=Wirklichkeit)
Je mehr Seiten wir vom gleichen Ursprung projizieren können, desto genauer können wir die Wirklichkeit (nach-)konstruieren.
Diese Konstruktion mag genauer sein, aber dennoch bleibt sie unvollständig.
Das heisst, wir werden nie endgültig wissen, was Wirklichkeit ist. Wir können nur lernen mit dem aktuellen Abbild der Wirklichkeit umzugehen.

Gruss Geralt
»Geralt« hat folgendes Bild angehängt:
  • plato-cave.jpg

Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Geralt« (3. Januar 2015, 00:34)


schmutzteufel

unregistriert

12

Samstag, 3. Januar 2015, 08:25

Was Wirklichkeit ist, das zu diskutieren nennt man Philosophie....oder lieg ich falsch?

13

Samstag, 3. Januar 2015, 11:12

Sollen wir hiezu einen eigenen Thread eröffnen?

Wenn Du darüber diskutieren möchtest, kannst du das im Offtopic tun,
Ich für mich habe meine Meinung und bin mir bewusst, dass es noch 100000 andere Meinungen gibt. Ich kann diese respektieren und es dürfte auch klar sein, dass sich an unserem System nicht so schnell was ändert. Also bringt es mir nichts, darüber zu diskutieren.
Ich habe lediglich hier geschrieben, womit ICH Mühe habe. Meine Mühe ist nicht unbedingt die Mühe anderer..... ;)

Über die Wirklichkeit kann man unendlich lange philosophieren....
Die Wirklichkeit ist etwas, das man als wirklich empfindet - ob es auch Fakt ist, sei dahin gestellt.
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

Laciriel

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14

Montag, 5. Januar 2015, 14:39

Zitat

Na ja, die Wirklichkeit ändert sich ja nicht, nur unsere aktuellen Ansichten ( = Projektionen) über die Wirklichkeit ändern sich. Man darf die Schatten an der Wand, nicht mit den Gestalten/Figuren verwechseln, die die Schatten werfen.
Deswegen finde ich die Quantenphysik (QP) so ein spannendes Feld.
  • Aus Sicht des Schattens existiert kein räumliches Dasein. Er lebt in einer zweidimensionalen Welt
  • Aus Sicht der Figuren gibt es nur einen Körper. Sie leben in einer dreidimensionalen Welt
  • Wir Menschen nehmen die Figuren, die Schatten, die Bewegung und die Zeit dazu wahr und leben also in der 4. Dimension

Was kommt danach? Gemäss der QP existieren sehr viel mehr Dimensionen. Die wir Menschen nur (noch) nicht sehen. Genauso wenig wie der Schatten "sieht", dass es noch weitere Dimensionen gibt. Für mich bedeutet es, dass jede Dimension ihre eigene Wirklichkeit besitzt. Gleichzeitig jedoch auf die untergeordnete Wirklichkeit Einfluss nehmen kann. Bestrahle ich ein Objekt wirf es einen Schatten in die entsprechende Richtung.


Für mich gehört z.B. die geistig, spirituelle Welt in die 5. Dimension. Wir Menschen können weder die Existenz noch die Nicht-Existenz okkulter Phänomene beweisen. Trotzdem gibt es immer wieder belegbare, unerklärliche Effekte in der Natur. Für mich jedenfalls existiert diese Ebene und ich bin sicher die 5. Dimension nimmt Einfluss auf unsere 4. Dimension.

Ich bin der Meinung, dass jede Art von Wissenschaft und Religion in der Basis - also der Quanteninformation - die selbe Wirklichkeit abbildet. Lediglich der Betrachtungswinkel der Information ist unterschiedlich: Ein Punkt ist eine Linie = Eine Linie ist ein Punkt.

Schade, dass viele Wissenschaften nicht versuchen über den Tellerrand zu schauen und versuchen Wissen zu vereinen. Statt dessen wird oft nur die eigene Weisheit für korrekt befunden. Gerade die Medizin sollte sich hier mehr öffnen und die Zusammenarbeit mit Heilern suchen, statt diese zu verteufeln. Viele Medikamente erzielen keine Wirkung mehr. Studien werden manipuliert. Operative Eingriffe sind oft unnötig. Bringen jedoch sehr viel mehr Umsatz und der Patient hat eine schnelle Besserung. Doch oft keine echte Heilung und wird stattdessen jahrelang weiter "therapiert". Selbst die Pharmakologie nutzt den Placeboeffekt dadurch, dass sie bewusst Pillenfarben entsprechend der Erkrankung einsetzten. Der Wirkstoff dagegeben lediglich Traubenzucker ist. Also das selbe Prinzip (Wirkung der Farben) welche die Alternativmedizin seit Generationen nutzt und von der Wissenschaft belächelt wird.

Im Übrigen das Doppelspaltexperiment und Schrödingers Katze beschreiben sehr schön was Realität sein kann. Einzig die Beobachtung eines Vorgangs, in der aktuellen Dimension entscheidet, über eine mögliche Realität.
"Kunst ist der Ausdruck der Seele"
Crea-Motion

15

Sonntag, 29. November 2015, 22:46

Die Wirklichkeit ist etwas, das man als wirklich empfindet - ob es auch Fakt ist, sei dahin gestellt.
Die Wirklichkeit ist auch etwas, das wir, wenn wir unsere Eindrücke filtern und hinterfragen, beeinflussen können. Was sich im Pessimismus und Optimismus zeigt: Weder das Eine noch das Andere sind allgemeingültige Wahrheiten, beeinflussen aber wie wir durchs Leben gehen. Wirklichkeiten sind formbar.
Da, wo die Sinne und der Verstand des Menschen an ihre Grenzen kommen, greift er auf die Kreativität zurück. Dank unserer Kreativität können wir sämtliche Variationen der Wirklichkeit simulieren, und doch hat auch diese Grenzen, da sie auf dem basiert, was wir durch unsere Sinne erfahren können.
Unsere Wirklichkeiten basieren auf Fakten und Fiktion, und oft können wir beides nicht voneinander unterscheiden oder eindeutig identifizieren: Fakten könnten Fiktion und Fiktion könnte Fakt sein. Dieselben Fakten können zu sovielen Schlussfolgerungen und Wertungen führen wie es Menschen gibt. Was für den einen Ungerechtigkeit, ist für den anderen Notwendigkeit usw. Die Menschen sind eine milliardenfache Ansammlung unterschiedlicher Realitäten.
Ich stimme daher zu: Die Wirklichkeit ist etwas, das man als wirklich empfindet bzw. ist so wirklich wie sie sich anfühlt.
Traum und Wachzustand sind beide Teil unserer Realität. Genau wie Wissen und Unwissenheit.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kward« (29. November 2015, 22:47)


16

Dienstag, 1. Dezember 2015, 04:15

Ich las nur den Titel, da ich die Antwort darauf kenne.

Die Wirklichkeit ist subjektiv.
Die Wirklichkeit ist alles, was auf ein Individuum an äußeren Reizen wirkt und wie dessen Gehirn diese Signale subjektiv interpretiert und darauf reagiert (=Wirkung).
Die Wirklichkeit ist die Wirkung des Äußeren auf ein Subjekt ~ daher kommt auch der Begriff subjektiv.
Daher hat keiner und jeder seine eigene Wirklichkeit. Wirkung wird durch äußere Ursachen generiert.
Wirkung kann man nicht bewusst annehmen oder ablehnen, denn Wirkung geschieht immer; bewusst oder unbewusst.

Der Vorläufer davon ist die Wahrheit.
Wahrheit ist nur dann gleich der Wirklichkeit, wenn diese auf ein Subjekt auch Wirkung hat.
In der Regel hat die Wahrheit immer eine Wirkung auf ein Subjekt, aber es gibt sicherlich Ausnahmen dabei.
Die Wahrheit ist letztendlich auch subjektiv, da die Wahrheit das beschreibt, was ein Subjekt im Äußeren mit seinen Sinnen wahrnehmen kann.
Wahrheit hat nichts mit Denken zu tun, da der Denkprozess zu seiner eigenen Wahrnehmung bereits die Wirkung auf diese Wahrnehmung ist, sprich zur eigenen Wirklichkeit wird.

Letztendlich ist diese Frage ziemlich simpel, weshalb ich nicht nachvollziehen kann, warum immer wieder Menschen danach fragen.
Ich bin mir natürlich im Klaren, dass so eine kurze Definition dieser zwei Begriffe die Dimension jener nicht vollends umfasst.
Ich denke aber, dass es in diesem Diskurs hier nicht darum geht, denn dazu ist so ein Forum, wie dieses hier, auch gänzlich ungeeignet.

LG
Raxmon

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Raxmon« (1. Dezember 2015, 04:16)


cindy2003

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Donnerstag, 30. Juni 2016, 22:46

in dieser Sache habe ich eine Frage an die geschätzten Forenteilnehmer :
wie seht ihr die Zukunft im Bezug auf die Virtualität - ich meine damit, kann es eine Entfremdung von der Realität hinein in die Virtualität geben ? ( wenn sie nicht schon da ist ), jetzt mal unabhängig davon, was wirklich wirklich ist....
und wie könnte sich das auf soziale Kontakte auswirken, finden die dann gar nicht mehr statt, da man (wirkliches) Verhalten verlernt hat und das nur noch der Computer für einen tut ?
Das ist natürlich eine Zukunftsvision, aber denkbar, was sind Eure Gedanken zu dem Thema ?
liebe Grüsse von Cindy
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-Sathya Sai Baba-

friedel

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18

Donnerstag, 30. Juni 2016, 23:08

Man kann Virtualität benutzen oder aber sich darin verlieren.
Wie immer kommt es also ganz auf den Menschen an, der mit dem Werkzeug Virtualität in Kontakt kommt.

Eigentlich ist sie nur eine Weiterentwicklung des Kopfkinos. Wir Menschen sind es gewohnt, unsere Gedanken nach außen zu projezieren und die Reflexion davon ganz nach unserer eigenen Vorstellung zu deuten.
Ich rede ja auch auf meine Katze ein. Und wenn sie sich an meinem Bein reibt, wenn ich mit der Futterdose komme, dann ist will sie damit doch sicherlich Dankbarkeit ausdrücken.
Oder sie will damit sagen: Mach endlich hinne, ich habe heute noch was anderes vor.
Beides wäre möglich. Doch kaum jemanden sind gleichzeitig beide Möglichkeiten bewusst. Eine ziemlich subjektive Angelegenheit also.

Leider befürchte ich, dass das so läuft, dass automatisch angenommen wird, dass jeder, der Mensch ist, mit Virtualität bestens zurecht kommt, weil sie bereits überall um uns herum ist, ohne dass deswegen alles zusammenbricht.
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.
Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)
Wer den Willen hat, etwas zu tun (oder zu lassen), findet auch einen Anlass dafür. (UT)

19

Freitag, 1. Juli 2016, 01:51

Ich denke, dass die Virtualität auch in ferner Zukunft nicht die Wirklichkeit/Realität gänzlich verdrängen wird.
Eher wird es sich immer mehr miteinander vermischen, doch dabei der Wert des realen Erleben und virtuellen Erleben sich hervorheben und eben auch stetig zeigen.
Es wird wie beim Wetter sein: Mal bestimmt das Tief die Zeit und mal das Hoch und oft ein Mix aus beidem.

Dazu denke ich, dass es auch schon vor über 1000-2000 eine Form der Virtualität gab.
So schrieb z.B. ein Herrscher eines Landes einen Brief (bzw. eine Nachricht via Boten) an einen anderen Herrscher über ein Land.
Der Empfänger erhielt diese Nachricht erst nach vielen Tagen bis Wochen, und in daher entprach diese Informationen darin auch nie mehr der aktuellen Wirklichkeit.
Dazu machte man auch damals anderen Menschen etwas glaubhaft, was nicht der Wirklichkeit entspricht.
In wie fern man das nun als Virtualität einordnen kann oder nicht kann, sei dahin gestellt,
aber ich sehe das von heute nicht gänzlich anders als das, wie es früher war.
Es findet vieles nur auf einer anderen Art und Weise statt, aber die grundlegenden Muster sind und bleiben doch die gleichen.

So macht es eben kaum einen Unterschied, ob man nun in einem Flugsimulator sitzt, welcher auch alle G-Kräfte erzeugt und einem vorgibt in einer echten Maschine zu sitzen, oder ob man wirklich in einer echten Maschine sitzt.
Für das Gehirn macht das keinen Unterschied, und für die eigenen Erfahrungen meist auch so gut wie nicht, sofern die virtuelle Simulation die Wirklichkeit nahezu perfekt trifft.
Und der Trend geht eben mehr und mehr dahin, dass die virtuelle Welt die reale Welt immer ähnlicher wird.
Und trotzdem pflegen alle Menschen immer noch immer wieder auch reale Kontakte zu anderen Menschen.
Es wird sich also sehr sicher alles einfach nur mehr und mehr vermischen, wobei es dann aber auch sicher immer mehr Menschen geben wird, die dann quasi krankhaft süchtig nach der virtuellen Welt sind.
Heute sind das die Internet-Süchtigen und Spiel-Süchtigen, in Zukunft wohl auch die Android-Süchtigen und Virtu-Süchtigen.
Es wird dagegen dann auch wie heute große Debatten geben und die Welt dadurch weiter wandeln.
Das kann auch zu Kriegen führen, wie es schon immer geschah.
Aber die Wirklichkeit wird sehr sicher nicht gänzlich von der Virtualität verdrängt werden.
Idealerweise entsteht eben eine gute Mischform zwischen Beidem und beide Extreme sind dann am besten auch gesellschaftlich akzeptiert.

Ansonsten ist so und so klar, dass die Wirklichkeit letztendlich nur vom Gehirn kreiert wird, und diesem ist es egal, ob das vom Computer kommt oder von der Natur, solange es eben den Naturgesetzmäßigkeiten entspricht.

cindy2003

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20

Freitag, 1. Juli 2016, 22:12

Ich danke euch für eure Antworten, also könnte wie Raxmon sagt, eine Mischform stattfinden, andererseits, wie friedel sagt, gibt es auch viele Menschen, die können mit der Nutzung von Medien überhaupt nicht umgehen- es gibt schon Probleme einen Fernseher zu programmieren....
was ich noch sehe, ist die Überhandnahme der Virtualität und auch dadurch mangelnde menschl. Kontakte und eben auch Versandung der Handschriften, Sprache , Erleben und Verhalten, richtiges Reagieren in soz. Situationen.
als extremBeispiel der Dauer-User und Spieler, der irgendwann gezwungen ist, das Licht der Öffentlichkeit erblicken zu müssen, da der online-Versandshop gerade Lieferschwierigkeiten aufgrund Mindestlohnerwirkung des beauftragten Transportunternehmens hat und keine Lebensmittel mehr verfügbar sind.
Es kommt noch hinzu, dass Menschen lieber ihre "Beziehung" beenden würden, als auf ihr Smartphone verzichten zu müssen, das sind so Sachen, da frage ich mich, wie sich die Prioritäten verschieben und ob das zum Nachteil oder Vorteil unserer Gesellschaft ist/sein soll/wird werden/.
Man muss mit der Zeit gehn ... ist immer wieder zu hören, das ist in Ordnung, aber kann es sein dass Werte verlorengehen ? Werte, die wir jetzt noch als solche bezeichnen, möchte ich anmerken, könnte ja auch ein Wertewandel geben.
liebe Grüsse v Cindy


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-Sathya Sai Baba-

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