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1

Dienstag, 12. August 2014, 15:21

Was ist für Euch Glück / Lebensqualität?

Hallo zusammen,

Im Beitrag Zugehörigkeitsgefühl von deltasct bin ich auf folgendes Zitat gestossen:
Wie gehen andere von Euch damit um? Wie verschafft Ihr Euch ein Gefühl des Dazu-Gehörens, des Miteinander-Verbundenseins, das Euch Tag um Tag, Jahr um Jahr weitermachen lässt? Wie findet Ihr für Euch Eure persönliche Lebensqualität?


Da ich speziell diese Frage sehr interessant finde, habe ich ein neues Thema eröffnet, um das andere Thema nicht zu verfälschen.
Ja.....was ist es denn, das Euch weiter machen lässt? Was ist für Euch Lebensqualität?
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

2

Dienstag, 12. August 2014, 20:02

Ja.....was ist es denn, das Euch weiter machen lässt? Was ist für Euch Lebensqualität?
Die Alternative zum "Weitermachen" / "Weiterleben" ist der Tod.

Leben bedeutet zwar "Leid" (Siehe auch Buddhismus / http://www.philolex.de/buddhism.htm).

Aber das Leben bietet auch Chancen zu Veränderung.

Lebensqualität gewinne ich durch "Träumen" ( = freies Denken), und die Zeit darüber nachzudenken, wessen ich WIRKLICH bedarf.

Aber Lebensqualität ist auch keine feste Grösse. Ich empfinde diese eher als "variabel".

Was ich zu lernen versuche, ist, vor allem die guten Tage in Erinnerung zu behalten.
(Für die Erinnerung an schlechte Tage muss ich mich nicht anstrengen)
Wie gewinne ich einen Tag für mich ?

Akzeptieren und respektieren der eigenen Grenzen, mindert den Drang nach "mehr".
Wir habe alle nicht die gleichen Bedürfnisse, warum sollten wir nach gleicher "Befriedung" suchen ?

Das Leben heisst auch sterben lernen (http://www.srf.ch/kultur/literatur/leben…-sterben-lernen)

Jeden Tag stirbt ein kleiner Teil von uns.

Die wichtige Frage dabei ist: "Was machen wir mit dem Rest?" :D

Gruss Geralt
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Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Geralt« (12. August 2014, 20:38)


schmutzteufel

unregistriert

3

Dienstag, 12. August 2014, 20:53

Es ist gar nicht so einfach für mich diese Frage zu beantworten.....

Ich denke, dass ich erst im Laufe mehrerer Lebensjahrzehnte dahinter gekommen bin, was für MICH wirklich wichtig ist.

Glück bedeutet für mich erstmal RUHE! Kein von Menschen erzeugtes Geräusch bedeutet für mich Ruhe.
Es bedeutet aber auch in dem hinarbeiten auf ein Ziel das ich mir gesteckt habe im Leben nicht immer wieder durch andere Menschen blockiert zu werden, indem sie mir immer wieder einzureden versuchen, dass dies so nicht ginge, überhaupt nicht möglich wäre, ich zu dumm dafür wäre, zu alt, zu schwach, zu ungebildet, zu feig, usw, usw.....

Lebensqualität bedeutet nicht eingepfercht zu sein in ein Korsett von irgendwelchen "Konventionen" ,"Brauchtum", "Traditionen", die dem friedlichen Miteinander in keinster Weise dienen sondern nur dem Zweck ihres Daseins an sich.

cindy2003

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4

Mittwoch, 13. August 2014, 13:20

Glück :
-man kann sich schlecht vornehmen : "so jetzt will ich glücklich sein ", Glück ist eine Bezeichnung für den unerwarteten, ungewissen positiven Zufall.
"Man hat Glück gehabt" bei abgewendeter Gefahr oder zugefallenem Erfolg und erlebt dann ein Befinden von Erleichterung und Glücklichsein.
Glück : Konstellation des individuellen Strebens + soziale Rahmenbedingungen sowie emotionaler Reflexion des Ganzen.
da hab ich ein schönes Zitat von Gottfried Benn :
"Dumm sein und Arbeit haben - das ist Glück"
sowie eines von Marie Ebner-Eschenbach :
"sich glücklich fühlen zu können, auch ohne Glück - das ist Glück".


Lebensqualität :
hängt mit dem Lebensanspruch zusammen, der individuell unterschiedlich ist.


wie Geralt schon sagte, ist die Alternative zum Leben der Tod.
wir wissen alle, wo es hingeht, aber da wir noch HOFFNUNG haben, machen wir weiter, solange der Mensch lebt, hofft er......,
und hoffen und träumen hängt auch zusammen, was würde aus uns, wenn wir nicht mehr hoffen und träumen können ?

liebe Grüsse von Cindy
Der wertvollste Besitz, den man haben kann, ist Seelenfrieden. Friede kommt von innen und kann niemals durch materielle Werte entstehen.
-Sathya Sai Baba-

5

Mittwoch, 13. August 2014, 21:14

Für mich bedeutet Glück und Lebensqualität:

-Das zu tun, was ich gerne tue: Arbeiten, Zeitung lesen, klassische Musik hören, Ausflüge machen, Gespräche führen, Fernsehen...

-An einem Ort sein, wo ich gerne bin: Zuhause, im Büro, Im Zug, in Geschäften, in der Oper, in der Kirche, ...

-Zusammen mit Leuten sein, die ich mag oder alleine: Vater, Mutter, Kollegen, Arbeitskollegen, zum Teil Verwandte, ...

Dagon

Der Oktopus

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6

Samstag, 7. Februar 2015, 15:22

Bei mir bedeutet es Zeit für mich und meinen Projekten zu haben.
Vor allem wenn es relativ ruhig um mich herum ist.
Und jemanden zu haben, mit dem ich über meine Arbeiten diskutieren/chatten kann.
Auch bin ich glücklich, wenn ich viel dazu gelernt habe und besser werde.

7

Dienstag, 10. Februar 2015, 12:58

Liebe, Gesundheit, ein sicheres Einkommen mit einem interessanten Job, Zeit und die Möglichkeit, das zu tun was ich möchte damit, Familie, Freunde, Freiheit und Unabhängigkeit von finanzielle und anderen Zwängen, die belasten, innerer Frieden

Wieland

Per aspera ad astra

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8

Dienstag, 10. Februar 2015, 18:08

Ich suche jeden Tag aufs Neue demütig nach der ABSOLUTEN GLÜCKSELIGKEIT, welche sich in mir und ausser mir transzendent einzig und allein jenseits der räumlich-zeitlichen Relativität befindet. Dabei setze ich die absolute Glückseligkeit gleich mit dem absolut Guten, dem absolut Wahren, dem absolut Schönen und der absoluten Liebe. Bereits heidnische Philosophen wie Platon bezeichneten zumindest "das Gute", "das Wahre" und "das Schöne" auf Altgriechisch zuweilen auch als "Theos".

Es war der spätantike Denker Boëthius, der eingesperrt in einem Kerker und zum Tode verurteilt in seinem höchst erstaunlichen und sehr empfehlenswerten Werk "Trost der Philosophie" (Philosophiae consolatio) nachwies, dass nicht das Streben nach Geld, Macht, Ruhm oder Genuss (wovon Boëthius vor seiner Inhaftierung als stinkreicher, mächtiger und glücklich verheirateter Politiker mehr als genug hatte) glücklich machen würde, sondern, wie er im Zwiegespräch mit der imaginären Göttin Philosophia dialektisch und diskursiv nachvollziehbar nachweist - aufgelockert von einigen Gedichten zwischendrin -, einzig und allein die absolute Glückseligkeit, welche Boëthius logischerweise irgendwann einmal auch mit "Gott" gleichsetzt.

Allerdings ist Boëthius clever genug, jegliches Glaubensbekenntnis sowie jegliche Dogmen in seinem Werk strikte zu vermeiden. "Trost der Philosophie" könnte also genausogut auch ein hinduistisches, islamisches, heidnisches oder vielleicht eben doch ein christliches Erbauungsbuch sein.

Die absolute Glückseligkeit als ewiger Ausgangs- und Endpunkt von ALLEM: auf diese Schlussfolgerung in einer solchen Extremsituation zu kommen: in einem Kerker, an einer Halsfessel gekettet und zum Tode verurteilt... Am Schluss erbringt Boëthius sogar den Nachweis, dass das Böse nicht existieren würde, weil das Böse nicht nach der absoluten Glückseligkeit strebe, womit es sich selbst seiner eigenen Existenzgrundlage berauben würde.

Ich lese den "Trost der Philosophie" gegenwärtig zum zweiten Mal und zwar in der meiner Meinung nach wahrscheinlich besten Deutschübersetzung (da es mehrere verschiedene gibt) von Ernst Neitzke. Den Wikipedia-Artikel habe ich hingegen nicht gelesen, keine Ahnung, ob er etwas taugt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Trost_der_Philosophie

Ich bin mir dessen bewusst, dass das alles eigentlich eher ins Unterforum "Gott und die Welt gehört", aber so bin ich nun einmal: Was für mich selbst kristallklare Realitätserkenntnis ist, ist für die meisten anderen Leute anscheinend bloss "weltfremd". Ich war schon als Kind mit meinen Gedankengängen so, sozusagen: Entweder alles - oder nichts! Nicht nach Wischiwaschi streben, sondern wenn schon, dann bitte schön nach dem "Jackpot": die absolute Glückseligkeit!

Bitte verzeiht mir.
"Uns Menschen in dieser Welt ist daran am meisten gelegen, dass wir das Verlorene wieder suchen. So wir nun wollen suchen, so müssen wir nicht ausser uns suchen!"

Jacob Böhme (Schuhmacher, Philosoph, Mystiker und Alchimist, 1575-1624)

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Wieland« (10. Februar 2015, 18:13)


furvus

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9

Freitag, 13. Februar 2015, 14:17

Was ist für mich Glück - im Moment wohl eher was war Glück oder Glücklich-Sein...

Sicher war das meine Freundin gefunden zu haben, jemanden der sehr Ahnlich war, mich versteht, mein Sein akzeptierte und meine Liebe, welche ist bis dahin so nie kannte erwiederte.
Sie war beste Freundin, Geliebte, Partnerin und meine Bezugsperson in einem. Wir hatten unsere eigene Welt, Geborgenheit zusammen und konnten uns gegenseitig stützen.

Im Moment weiss ich nicht, wie ich das Leben hier gestallten soll oder kann nach dem sie von dieser Welt ging... Ich weiss, sie ist nun frei, frei von all den Zwängen, vom Körper und dessen Einschrenkung, Frei von gedanken und erlebten und kann einfach sein, in welcher Form auch immer.
Doch es schmerzt und der Weg, das Leben ist viel erschwerlicher geworden.
Nie hatte ich das Gefühl, jemanden so zu vermissen, so alleine zu sein, so planlos...

Ich glaube für mich im Moment wäre das Glück, sie wieder zu sehen, wieder die Ruhe zufinden, die Ich mit ihr hatte. Aber das ist in diesem Leben für mich wohl nicht mehr möglich.

Daher, war das Glück für mich.
Und wohl der Rest meines Lebens eher erfüllt mit Trauer und Schmerz

Tut mir leid, wenn das so depressiv klingt, aber ich kanns leider nicht anders ausdrücken und nicht beschönigen
"Wir leben in der Zukunft von gestern, in der Vergangenheit von morgen und in der Unendlichkeit vom Jetzt" (Chris B.)

10

Freitag, 13. Februar 2015, 15:01

Hallo furvus

Deine Zeilen bewegen. Ich wünsche dir einfach Kraft, weiterzumachen, zu trauern und auch wieder gute Momente zu finden.

grüsse

soleil

furvus

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11

Freitag, 13. Februar 2015, 18:01

Danke, soleil


Gruss Chris
"Wir leben in der Zukunft von gestern, in der Vergangenheit von morgen und in der Unendlichkeit vom Jetzt" (Chris B.)

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