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SavAntin

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 00:19

Wie stehen AS zum Pflanzenmorden?

Fortsetzung der Abschweifung im folgenden Thread: Unterscheidung ADS - Asperger

Du kannst keine Pflanzen "wegwerfen"?.....Was ist mit den essbaren Pflanzen die du hoffentlich auch zu dir nimmst (Gemüse)? Hast du dir schon angesehen, wie eine Kartoffel um´s Überleben kämpft?

Nein, Pflanzen leben wie alles andere mit Zellen auch. Es ist auch nachweisbar, dass Pflanzen empfinden können. Wütet in einem Wald ein Feuer, reagieren bereits schon jene Bäume, die noch Kilometer weit vom Feuer entfernt sind, darauf so, dass sie vermehrt Wasser in die Blätter befördern, also "schwitzen". Pflanzen haben zwar kein klassisches Gehirn, also eine zentrale Verwaltungsstelle, dafür eine dezentralisierte Selbstverwaltung/-organisation. Wenn die Wurzeln "Wassermangel" melden, reagieren die wichtigen Blätter darauf so, dass sie den unwichtigeren Blättern das Wasser entziehen. Es gibt intelligente Pflanzen, die entweder in der Not die wichtigsten Blätter noch versorgen, aber auch welche, die ihre ganze Energie in die Wurzeln zurückziehen. Kommt von der Art drauf an, aber das ist bereits alles Intelligenz. Eine Steigerung dazu sind Karnivoren, die Reizsensoren (einen Tastsinn) besitzen und äußerst schnelle Bewegungen durchführen können.

In jeder Hinsicht nehmen Pflanzen ihre Umgebung also wahr. Auch wenn man es nicht mit menschlicher oder tierischer Wahrnehmung und Empfinden vergleichen kann, sind für mich Pflanzen keine bewgungslosen und empfindungslosen Dinge, mit denen man alles machen könne, wie es einem beliebt, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Bzgl. den essbaren Pflanzen sehe ich es so, dass ich genauso ungern Pflanzen esse, wie Tiere. Aber ich differenziere hier ganz genau. Obst "will" gegessen werden, da jene Pflanzen Früchte nur dazu ausbilden, damit sie gegessen werden, damit durch den Kot des Tieres ihre Samen weit verbreitet werden. Gemüse und Getreide "will" nicht gegessen werden, da grüne Pflanzen ja wachsen und leben wollen und Körner/Samen zur Fortpflanzung dienen. Ich denke, der Mensch würde es auch nicht wollen, wenn jemand/etwas seine Hoden oder Eierstöcke oder Embryonen essen würde. Kartoffeln sind der Energiespeicher der Pflanze. Wenn man davon ein paar entfernt, wird das die Pflanze selbst verkraften können, daher finde ich es nicht schlimm, wenn man von der Pflanze ein paar Kartoffeln entfernt, die aber nicht ganz umbringt. Zudem leben die Kartoffeln auch bis zum Verzehr und werden dann recht schnell totgekocht.

Anders ist es bei Tieren. Man tötet das ganze Tier komplett, so wie man auch grüne Pflanzen komplett tötet. Aber grüne Pflanzen leben nach der Ernte noch lange weiter, Tiere nach der Schlachtung nicht mehr. Pflanzen leiden daher länger als Tiere.

Dennoch sehe ich das Thema "Essen" anders als das Thema gesunde Pflanzen einfach auf den Kompost oder in den Biomüll zu werfen und dort noch lange leiden zu lassen. Ich muss essen, damit ich leben kann. Jeder der leben will, wird nicht darum herum kommen anderes Leben für sein eigenes Leben töten zu müssen. Es ist nur immer eine Frage des "Wie".

Wenn jemand ein Tier tötet und einfach auf dem Feld verwesen lässt, würde wohl jeder laut aufschreien und "Skandal" rufen, aber mit Pflanzen macht das fast jeder Mensch mehrmals im Jahr. Warum ist das eine ein Skandal und das andere nicht, obwohl es doch ziemlich das selbe ist?

Gruß
Sav
Das Schönste am Anders-Sein ist jeden Tag an sich etwas Neues entdecken zu können, was einem keiner mehr nehmen können wird.

SavAntin

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2

Donnerstag, 20. Februar 2014, 00:39

Hatte im vorherigen Link das "https://www.asperger-forum.ch/" vergessen.

Hier nochmal der korrekte/funktionierende Link zum anderen Thread: Unterscheidung ADS - Asperger
.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SavAntin« (20. Februar 2014, 00:40)


schmutzteufel

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3

Donnerstag, 20. Februar 2014, 06:44

:?: Ok, ich bin ein bestialischer Mörder...... 8| ;(

4

Donnerstag, 20. Februar 2014, 09:57

Gemüse und Getreide "will" nicht gegessen werden
Es gibt doch aber durchaus dem Obst fortpflanzungstakisch ähnlich agierende Gemüsearten!?

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »IznarfAksiz« (20. Februar 2014, 09:59)


Apeiron70

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 16:40

Schwieriges Thema, doch ist es ja schon denkwürdig, wenn z. B. Zimmerpflanzen nicht in einer unharmonischen Umgebung wachsen, sondern eingehen und die liebevoll umsorgten Pflanzen, die vllt klassische Musik "zu hören" bekommen, besonders gut gedeihen. Auch ist ja erwiesen, dass in den Wurzelspitzen sich Nervenzellen befinden, welche es den Wurzeln erlauben z. B. Steinen im Erdreich auszuweichen. Sehr interessant: http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenneurobiologie
In der Stadt, in der ich bis vor 2 Jahren gewohnt hatte, warf ein Sturm einen grossen Baum um, nur ein kleiner Stumpf blieb übrig, aus dem im folgenden Frühjahr darauf hunderte von neuen Schösslingen sprossen.
Grüße A.
»Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Daseins. Sie sollen es auch regieren.«
Wilhelm Reich

friedel

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 18:56

Ich bin da wohl genauso 'grausam' wie Schmutzteufel.

Übrigens will ein Apfel sicherlich nicht vom Menschen gegessen werden. Das Angebot zum Verzehr ist nämlich an das Ziel der Verteilung der Samen gebunden. Und da Menschen die verdauten Samen nun mal üblicherweise nicht auf fruchtbaren Boden abgeben sondern in die Toilette, entsprechen sie diesem Ziel nicht.

Andererseits sorgt jeder zusätzlich gepflanzte Apfelbaum dafür, dass sich die Chance erhöht, dass es doch ein paar Kerne in den Boden schaffen. Durch die Nutzung hat die Gattung der Äpfel ein wesentlich größeres Verbreitungsgebiet, als sie es ohne diese Unterstützung geschafft hätte. Je mehr Bäume es gibt, desto größer ist die Chance, dass Kerne unabhängig vom Menschen verteilt werden (Fallobst, Tierfraß, Komposterde). Je vielfälltiger das Verbreitungsgebiet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer der ausgekommenen Kernen tatsächlich auf brauchbarem Untergrund landet.
So gesehen erhöht die Nutzung die Chance, Gene möglichst weitgestreut weiter zu geben.

Vor ein paar Jahren wuchs Hafer auf einem Acker in der nächsten Nachbarschaft. Seitdem kommt die Art in meinem Garten wie Unkraut hoch. Diese Art der Verbreitung hätte der Hafer nicht gehabt, wenn er nicht mal zur Nutzung massenhaft ausgesäht worden wäre.

In den kommenden Wochen werde ich wieder Feldsalatpflanzen ernten. Wenn ich es nicht mache, entstehen, weil zu dicht beieinander wachsend, schwache Pflanzen, die sich mit der Vermehrung schwer tun. Ernte ich dagegen beizeiten, können sich die übrig gebliebenen gut entfalten. Der Salat hat sich(!) zwar besonders dicht in einigen Beeten ausgesät. Aber er wächst fast überall, bei uns im Rasen, aber auch am Hang gegenüber.
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.
Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)
Wer den Willen hat, etwas zu tun (oder zu lassen), findet auch einen Anlass dafür. (UT)

7

Donnerstag, 20. Februar 2014, 19:06

@Friedel Du isst die Kerne mit?

schmutzteufel

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8

Donnerstag, 20. Februar 2014, 19:09

In den kommenden Wochen werde ich wieder Feldsalatpflanzen ernten. Wenn ich es nicht mache, entstehen, weil zu dicht beieinander wachsend, schwache Pflanzen, die sich mit der Vermehrung schwer tun. Ernte ich dagegen beizeiten, können sich die übrig gebliebenen gut entfalten. Der Salat hat sich(!) zwar besonders dicht in einigen Beeten ausgesät. Aber er wächst fast überall, bei uns im Rasen, aber auch am Hang gegenüber.
:) Genau das gleiche in meinem Garten! Wiener nennen ihn Vogerlsalat und essen ihn besonders gerne im Kartoffelsalat... bzw.echt österreichisch "Erdäpfelsalat"! ;)

cindy2003

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 20:05

ich stehe der Vernichtung von Grünflächen und dem Abholzen von Wäldern skeptisch gegenüber, mehr und mehr dieser Flächen müssen weichen für den Kommerz, jüngst wurden hier 100 Jahre alte Alleen-Bäume, die nicht krank waren, entfernt, um hernach eine schöne Asphalt-Strasse, natürlich mit Überholspur, zu bauen, ringsherum wurde noch ordentlich Beton rangekarrt, um alles für die Ewigkeit haltbar zu machen.
Selbst wenn ich mich tagelang mit einem Schild auf den Baum setze, mich an ihm festkette, protestiere, die Presse einschalte, zu einem höheren Wesen bete, Politiker werde, kann ich diesen Wahnsinn nicht verhindern.


Zum Thema Pflanzen morden für unsere Ernährung : wir könnten "kleine grüne oder andersfarbige Pellets" entwickeln, diese würden dann überall kostenlos erhältlich sein, die Inhaltsstoffe müssten natürlich alle Kriterien des Weiterbestehens von Individuen enthalten. Geschmack, Geruch und Aussehen könnte sich dann ja jeder selbst herstellen, vielleicht am PC ?
das hat viele Vorteile : kein Leben wird mehr getötet (zum Zwecke der Ernährung), keine krankmachenden Stoffe, alle werden satt,


Ich probier das heute schon mal aus und drucke mir mein Abendessen, wenn ich überlebe, drucke ich noch für meinem Hund das Futter..... :thumbsup:


Liebe Grüsse von Cindy 2003

Der wertvollste Besitz, den man haben kann, ist Seelenfrieden. Friede kommt von innen und kann niemals durch materielle Werte entstehen.
-Sathya Sai Baba-

SavAntin

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Freitag, 21. Februar 2014, 06:14

Ich probier das heute schon mal aus und drucke mir mein Abendessen, wenn ich überlebe, drucke ich noch für meinem Hund das Futter..... :thumbsup:
Technisch wäre das bald sogar möglich. 3D-Drucker auf atomarer Basis könnten alles herstellen, was man zum Leben braucht. Auch Nanobots könnten dies machen, indem sie in einer Atomsuppe je nach ihrer Programmierung aus dem Atomen Moleküle und weiter Eiweise aufbauen.
Aber die Energie müsste dann von Photovoltaik oder Wasserkraft kommen, denn sonst wäre es ja wieder umweltschädlich.

Ich denke, ob Tier oder Pflanze, solange man sie für sinnvolles nutzt, wie Essen oder zum Bauen, ist das moralisch ja vollkommen vertretbar. Aber wenn ich mir dann die Welt so ansehe, werden Grünflächen eben Grau in Grau versiegelt, obwohl es massenhaft alter heruntergekommener Gebäude gibt, in denen eh keiner mehr wohnen will. Warum diese nicht niederreißen und dort dann eben ein modernes Bürogebäude bauen? Ne, man baut nur dort neues, wo noch eine Wiese oder ein Waldstück ist. Warum?

Der Regenwald wird massenhaft gerodet, damit die Bauern dort auf unfruchtbaren Boden ein Jahr lang Gemüse anbauen können. Danach ist diese Fläche unnutzbar und wird zur Wüste.

Hierzulande werden Ackerflächen so extrem bewirtschaftet, dass diese komplett ausgelaugt werden. Damit diese trotzdem noch Ertrag bringen, setzt man auf massig synthetisches Düngemittel und Gift, welches auch noch alles in der Erde abtötet, was aus Pflanzenresten auf natürliche Weise neuen nahrstoffreichen Humus machen würde.

Weiter geht es mit dem Morden in den eigenen 4 Wänden. Dort muss alles steril sei, wenn es nach Sargotan geht. Mich wundert es, warum es noch nicht ein Mittel gibt, welches auch den Darm steril macht.

Am meisten nerven die Rasenmähermenschen. Jammern, wenn der Rasen so schnell wächst, jammern, wenn weniger Rasen dafür "Unkraut" wächst, jammern ob der Vielfalt im Rasen, aber jammern auch, wenn ihre Pflanzen aus Mexico eingehen, weil es dann so trist/monoton im Garten aussähe. Sie jammern dann auch, warum der Rasen braun wird, jammern, weil nichts mehr wächst, da sie den Rasen zu kurz gemäht haben.

Bei solchen Leuten frage ich mich immer, "Leute, wenn ihr einen dauergrünen Rasen möchtet, der weich ist, nicht meterhoch in die Höhe wächst und auch Trockenperioden besser wegstecken kann und dem "Unkraut" keine Chance lässt, dann legt euch einen Mossrasen zu und hört auf zu jammern und zu morden."

Noch schlimmer sind die Menschen, die sich Obstbäume zulegen und dann jammern, dass die so groß werden und das Licht durch das Fenster rauben. Damit wieder mehr Licht ins Haus kommt, schneiden sie die Bäume, ohne irgendeine Ahnung davon zu haben, so grausam zusammen, verstümmeln die Bäume regelrecht und versorgen nicht einmal die Wunden, und wundern sich dann, warum nur noch Wassertriebe kommen und der Baum kein oder kaum Obst mehr trägt. Frustriert darüber, dass der Obstbaum kein Obst mehr trägt, wird der einfach gekillt/umgeschnitten. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird dann wieder ein neuer Baum an die selbe Stelle gepflanzt und das selbe Spiel geht 10-15 Jahre lang wieder weiter.

Es gibt auch seltsame Wesen, die Obstbäume pflanzen und dann darüber jammern, dass sie soviel Obst haben. ?(
Das Schönste am Anders-Sein ist jeden Tag an sich etwas Neues entdecken zu können, was einem keiner mehr nehmen können wird.

schmutzteufel

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11

Freitag, 21. Februar 2014, 08:25

Ich denke, ob Tier oder Pflanze, solange man sie für sinnvolles nutzt, wie Essen oder zum Bauen, ist das moralisch ja vollkommen vertretbar.
Ich denke, das einzige was moralisch nicht vertretbar ist auf dieser Welt, ist die Spezies Mensch an sich.

:ironie: Bin für die sofortige rigorose Entfernung aller Menschen von diesem Planeten um der Natur nicht noch mehr Schaden zuzufügen. :ironie:

cindy2003

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12

Freitag, 21. Februar 2014, 08:38

warum denn gleich Entferung aller Menschen, @schmutzteufel, geht nicht auch Gehrinwäsche oder wenns nicht sauber wird, Verteilung von neuen Gehirnen ?


liebe Grüsse vonCindy2003
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-Sathya Sai Baba-

schmutzteufel

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13

Freitag, 21. Februar 2014, 10:49

@cindy
Gehirnwäsche funktioniert nicht immer und nicht dauerhaft, wie du als ehemalige DDR-Bürgerin ja selbst erlebt hast.

cindy2003

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Freitag, 21. Februar 2014, 11:39

das Denken konnten sie zum Glück nicht verbieten, und um wieder auf das Thema zurückzukommen, die Todesstrafe und wohlgesagt am Menschen wurde erst relativ "spät", glaube in den 70igern abgeschafft.


liebe Grüsse von Cindy2003
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15

Freitag, 21. Februar 2014, 19:38

der Mensch ist ein Geschöpf der Natur und muss sich von irgendwas ernähren.

die Frage ist also nicht ob wir andere Lebewesen essen, sondern wie diese gelebt haben und gestorben sind.


wenn wir Obst wollen, dann muss die Pflanze meistens auch geschnitten werden. Dies tut man aber nicht weil sie zu gross werden, sonderen damit sich die Pflanze nicht selber im Wege steht.

Apeiron70

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Freitag, 21. Februar 2014, 22:11

Das korrekte Beschneiden von Pflanzen und Obstbäumen dient ja der Förderung des qualitativen Wachstums und ist wohl so ähnlich wie beim Menschen das Fingernägel oder Haare schneiden.
»Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Daseins. Sie sollen es auch regieren.«
Wilhelm Reich

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Samstag, 22. Februar 2014, 23:18

ich frage mich, ob wir uns, bei totalem Nahrungsmangel auch selbst essen würden ?


liebe Grüsse von Cindy2003
Der wertvollste Besitz, den man haben kann, ist Seelenfrieden. Friede kommt von innen und kann niemals durch materielle Werte entstehen.
-Sathya Sai Baba-

schmutzteufel

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Sonntag, 23. Februar 2014, 06:45

Cindy, kennst du nicht die Geschichte vom Flugzeugabsturz in den Anden?

http://de.wikipedia.org/wiki/Fuerza-A%C3…uguaya-Flug_571

schmutzteufel

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19

Sonntag, 23. Februar 2014, 07:42

Was das Wort MORD betrifft, so sehe ich es bei Pflanzen ebenso wie bei Menschen und wie es in
der Judikatur gehandhabt wird.
Was der Unterschied zwischen Mord, Tötung, Totschlag etc. ist kann jeder im Net nachlesen.

Also, das "Morden" von Pflanzen ist für mich ebenso verwerflich, wohl aber nicht das Töten für einen sinnvollen Zweck. Aber was sinnvoll ist, darüber lässt sich natürlich endlos debattieren.
Das muss mal hier in dieser Rubrik gesagt werden, denn irgendwie läuft ein Thema manchmal aus dem Ruder. Mord ist nicht gleich Tötung. Und Körperverletzung ist nicht gleich Mord usw...

Beschneide ich eine Pflanze, so stirbt sie nicht. Sie wächst ja weiter. Oft kann man einer Pflanze durch Beschneiden sogar erst das weiterleben ermöglichen, bzw. das Gesunden.

Wenn uns ein Chirurg aufschneidet und uns einen Teil des Körpers entfernt, will er uns damit heilen, das weiterleben ermöglichen, das bessere Leben.

Anders als bei Tieren ist aber der entfernte "Körperteil" einer Pflanze bei entsprechender Behandlung manchmal noch weiter lebensfähig und könnte zu einer eigenständigen Pflanze heranwachsen....

Es ist wirklich oft müsig über Mord und Töten von Pflanzen zu sprechen, denn das geht ins uferlose philosophische...

Was mir widerstrebt und was ich verurteile sind sinnloses verwüsten, einfach aus Langeweile oder falsch verstandener "Pflanzenliebe".
Ein Beispiel hier, was ich immer wieder zur Pilzzeit sehe und was ich nicht begreife:
Es war früher so üblich und bis heute hat sich bei den alten Leuten nichts geändert, dass man Pilze, die man nicht sammeln will im Wald zerstört, weil sie ja ungenießbar oder giftig sind. Und der traurige Anblick der Verwüstung am Wege eines Pilzsammlers ist mir nur allzu gut bekannt.
Mir ist es unverständlich warum Menschen das tun, denn Pilze finde ich wunderschön und sie sind ein Teil der Natur und für andere Pflanzen und Tiere oft wichtig.

Im Wienerwald und im Schönbrunner Schlosspark in Wien war es früher oft üblich, dass Leute aus falsch verstandener Baumliebe den Efeu herunterrissen, damit der den armen Bäumen nicht schadet. Man stellte dann Tafeln auf um die Bevölkerung aufzuklären, dass Efeu am Baum normal sein und es ihm nicht schade und man das herunterreißen unterlassen solle.

Vandalismus in der Pflanzenwelt ist meiner Ansicht nach Pflanzenmord.
Genauso wie es Tiermord ist, wenn dumme Jugendliche einen Bienenstock zerstörten, noch dazu in der Winterruhe, einfach aus Langeweile.(erst vor kurzem hier passiert) Den Ameisenhaufen zertreten im Wald, die Blumenköpfe sinnlos abhacken beim Spazierengehen, Zweige herunterfetzen von den Sträuchern usw...das sehe ich als Mord!

20

Sonntag, 23. Februar 2014, 08:37

Efeu kann einen Baum durchaus umbringen. Dazu braucht es aber wesentlich mehr als nur ein bisschen Efeu.
Im Unterschied zur Würgefeige ist der Efeu aber nicht darauf angewiesen dass der Baum stirbt, auch wenn der Efeu mehr Licht erhält durch den Tod seines Wirts. Man könnte einen solchen Fall also als unnötigen Mord bezeichnen, wenn da nicht das mutmasslich fehlende Bewusstsein des Efeus wäre.

Die Natur ist weder gerecht noch nett, aber normalerweise haben die Lebewesen nicht die Macht, ihre eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören. Der Mensch hingegen hat diese Macht und trägt daher eine besondere Verantwortung; wir sollen nicht ohne triftigen Grund einzelne Lebewesen bevorzugen oder zerstören.