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cindy2003

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1

Montag, 10. Februar 2014, 13:55

Entscheid gegen Massenzuwanderung

Hallo an das Forum,
gleichsam vorab meine Entschuldigung das dies kein Aspergerthema ist, wenn es einen Unterpunkt Politik aktuell gegeben hätte, hätte ich diesen genommen.


Es haben 50,3 % bei der Volksabstimmung in der Schweiz gegen Massenzuwanderung mit "Ja" gestimmt.


jetzt gibt es "Sorgen" und Bedauerung über diesen Entscheid.


warum ? weil die Schweiz damit das Prinzip des "freien Personenverkehrs" verletzt, so heisst es.


meine persönliche Meinung dazu ist und ich komme aus Deutschland


1. ich finde es geradezu sehr gut, dass die Menschen eines Landes in diesem Thema eine Stimme haben können !
2. alle Menschen können frei sein und frei entscheiden, jedoch kann es nicht sein, dass ein gewisser Sozial-Tourismus stattfindet.
3. in ein Mauseloch passt kein Elefant
4. die Multi-Kulti-Gesellschaft macht mir Angst


ein Beispiel : eine Stadt bei uns hat sich zur Aufnahme mehrerer tausender ausländischer Bürger verpflichten müssen, es gab Proteste für und gegen.
diese Menschen wurden nun in ein Asylheim einquartiert, dass inmitten einer infrastrukturreichen Gegend hier liegt : schulen, kindergärten, wohnungen.
Eine Bekannte von mir wohnt auch dort und hat eine 8-jährige Tochter, die allein zur Schule gehen muss - sie überlegt, von dort wegzuziehen, weil die ausländischen Mitbürger das Haus belagern, auf den Balkons Feuer machen, tagsüber abhängen, ihre Kultur leben, bis Nachts Feste feiern mit lauter Musik, eben ein ganz anderer Lebensstil wie unserer, den sie nicht vereinbaren kann....
Sie hat einfach Angst und möchte auch nicht angesprochen werden...


und dieses Beispiel gilt für viele, denke ich, warum muss eine Massenzuwanderung überhaupt erst stattfinden, was bewegt diese Leute dazu und ich rede da nicht von politisch verfolgten, das ist was anderes.


es grüsst Cindy2003



Der wertvollste Besitz, den man haben kann, ist Seelenfrieden. Friede kommt von innen und kann niemals durch materielle Werte entstehen.
-Sathya Sai Baba-

2

Montag, 10. Februar 2014, 14:23

Mal ganz unabhängig, was cindy2003 jetzt geschrieben hat (ist nicht an cindy 2003 gerichtet) muss ich einfach mal Dampf ablassen.

Das ewige Gejammer nach einer Abstimmung geht mir sowas auf den Wecker.
Wir sind eine direkte Demokratie und das Volk hat entschieden. Egal wie.....
Anstatt zu jammern und schwarz zu malen sollen sich nun die Damen und Herren einfach mal an ihren Schreibtisch setzen und Entwürfe ausarbeiten, wie der Volksentscheid EU-Kompatibel umgesetzt werden kann. Spielraum dafür gibt es genug.

Und warum haben Schweizer eigentlich immer so Schiss vor den EU-Diktatoren? Glaubt Ihr wirklich, dass die uns die Tür vor der Nase zu knallen, wenn wir nicht nach ihrer Pfeiffe tanzen? Lasst doch diese EU-Diktatoren heulen und schimpfen.
Nicht vergessen, wir sind die DDS (direkte demokratische Schweiz) und nicht in der DEU (diktatorische Europäische Union) und können tun und lassen was das Volk will.
Ich bin nicht stolz auf den Volksentscheid, sondern auf unsere Demokratie und die Freiheit und den Vorteil, als Bürger mit entscheiden zu dürfen.
Man hat gesehen, wie Volksnah unsere Regierung ist....
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

SavAntin

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3

Dienstag, 11. Februar 2014, 00:31

Liebe Cindy,

du bringst hier offensichtlich ein paar Dinge durcheinander.

Asyl hat erstmal nichts mit Massenzuwanderung zu tun, denn die Leute, die in Deutschland Asyl suchen, sind entweder politisch oder religiös verfolgte Menschen aus anderen Ländern und bei uns nur solange Asyl erhalten, solange in ihrem Land eben Gefahr für ihr eigenes Leben besteht. Sobald keine Verfolgung mehr in jeweiligem Land erkennbar ist, müssen alle Asylanten wieder zurück in ihre Heimat gehen. Asylanten haben in Deutschland auch kein Recht arbeiten gehen zu dürfen, was auch Sinn macht, denn wenn jene hier erstmal Arbeit haben, wären sie ja bereits viel zu stark in unser Land integriert, als dass man sie einfach wieder nach Hause schicken könne.

Zudem werden viele Asylbewerber auch abgelehnt, sofern eben z.B. deutlich ist, dass es nur Armutflüchtlinge sind. Jemand der in Armut lebt, hat kein Recht auf Asyl in Deutschland. Was auch gut so ist, denn Deutschland kann niemals die Armut der ganzen Welt alleine tragen und wenn gerade junge Menschen nach Deutschland aufgrund von Armut fliehen würden, würden die Leute in diesen Ländern ja noch ärmer (an Arbeitskraft/-potential) werden.

Dennoch gibt es auch Asylbewerber, die nur kommen, um in Deutschland die soziale Grundsicherung (Geld) zu erhalten und es zu horten, um dann mit dem Geld in ihr Heimatland zurückzukehren, wo unser Geld eben deutlich mehr Wert ist. Dies machen eben viele Menschen vor allem aus dem Osten Europas, auch wenn sie nur 6 Monate Asyl gewährt bekommen, rentiert sich das schon für jene. Intention dieser Leute ist demnach nur, unser soziales System für ein besseres (reicheres) Leben in ihrem eigenen Land auszunutzen. Solche Menschen müssen daher zurecht konsequent und strikt abgelehnt werden.

Eine von Asyl unabhänige Zuwanderung (Immigranten) ist jedoch etwas anderes. Diese Leute haben die Intention in Deutschland leben und arbeiten zu wollen, sprich einen Wohnsitz hier zu Lande zu erlangen. Dagegen spricht in aller Regel nichts, da jene dann ja auch arbeiten und sicherlich zivilisierter im Benehmen sind als nun Asylbewerber, welche eben nicht die Intention haben, sich in unsere Kultur zu integrieren. Normale Asylanten wollen oft gerne wieder in ihre Heimat zurück.
Gegen Immigranten und auch Asylanten habe ich im Grunde genommen nichts. Ich habe nur gegen jene etwas, die nur zu uns kommen wollen, um unserer Sozialsystem auszubeuten und sich jeglicher Integration in unsere Kultur und Sprache ganz bewusst entziehen.

Immigranten sollen dementsprechen Arbeitsfähigkeiten und Qualitäten mitbringen, unsere Sprache lernen oder bereits ausreichend gut beherrschen und unsere Kultur respektieren und sich dieser eben auch zumindest nach Außen hin anpassen (Was ja im Grunde Respekt auch bedeutet), denn Deutsche müssen sich im Ausland ja auch der ausländischen Kultur anpassen. Man kann nicht einfach nach China auswandern und dort dann erwarten alle Chinesen würden einem dann die Hand reichen, nur weil man Deutscher oder so ist.

Asylanten hingegen brauchen das alles nicht, sollten aber gerade deswegen nicht mitten in ein Wohngebiet untergebracht werden. Für jene kann man ja durchaus spezielle Wohnungen mehr abseits schaffen oder sogar eine Art Asylanten-Gemeinde gründen. Die müssen und sollen ja auch gar nicht in unsere Gesellschaft integiert werden, sondern eben wieder in ihr Heimatland zurückkehren, sobald dies eben möglich ist.
Das Schönste am Anders-Sein ist jeden Tag an sich etwas Neues entdecken zu können, was einem keiner mehr nehmen können wird.

cindy2003

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4

Dienstag, 11. Februar 2014, 07:49

@sav,

Hallo sav,
ich hatte das in meinem letzten Satz doch bereits differenziert > politisch Verfolgte, Kriegsflüchtlinge (jetzt aktuell die Syrer), das dies was anderes sei.
vielleicht drückte dies nicht genau das aus, was ich meinte.


Sicherlich gibt es da zweierlei Immigranten und Asylanten, ein Teil Arbeitswillige und ein Teil Sozialausbeuter.


Im Grunde habe ich auch nichts gegen diese Menschen, jedoch, wie ich schon sagte, werden wir "überollt" und trauen uns in unserem eigenen Land nach 20.00 Uhr nicht mehr auf die Strasse.


In manchen Teilen des Landes gibt es direkt sog. "Viertel", da sollte man sich besser nicht blicken lassen, könnte sein, das du da nur als Blutwurst wieder rauskommst.


Das sind die fremden Kulturen/Religionen, die natürlich von den Menschen auch gelebt werden wollen, die von den hiesigen nicht verstanden werden und da gibts sagichmal Unterschiede >>> Moslems, Christentum, Judentum, Buddhismus und und und


Zeig mir mal, wo Menschen unterschiedlicher Religionen friedlich zusammenleben, das gibts doch gar nicht, jeder vertritt seine Ansichten und wenns sein muss auch manchmal radikal - es gibt z.B. sog. Familienclans und Blutfehden > da wird das "Recht" innerhalb der Familie vollzogen.


Aber ich schweife ab, und wiederhole nochmal, das ich einfach nur Angst habe, weil mein Lebensraum eingeengt wird.


liebe Grüsse von Cindy2003



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-Sathya Sai Baba-

schmutzteufel

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5

Dienstag, 11. Februar 2014, 07:56

50,3 Prozent ist kein klarer Volksentscheid. Warum wird das in den Medien so hochgebauscht? Würde die Abstimmung morgen wiederholt werden könnte genauso gut ein Ergebnis unter 50 Prozent herauskommen. Das sollten die zuständigen Politiker auch bedenken!
Ja, die Schweiz hat direkte Demokratie! (neidisch rüberschau!)
Ich möchte nicht wissen, was bei uns bei so einer Abstimmung heraus käme?!
Das Problem bei Zuwanderung aus welchen Gründen auch immer ist folgendes: Man sieht nur die Negativbeispiele, die Störfaktoren, die Kriminellen...die Positiven fallen ja nicht auf...
Typisch menschlich...

cindy2003

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6

Dienstag, 11. Februar 2014, 11:51

@schmutzteufel

und da muss man sich doch fragen, warum wird oft immer das Negative gesehen und nicht das Positive ?
du sagst das ist menschlich, was ist daran menschlich ?


liebe Grüsse von Cindy2003
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crowbone

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7

Dienstag, 11. Februar 2014, 17:51

Die EU hat Angst vor der Schweiz, weil hier das Volk meistens entscheidet wie es mit dem Land weitergeht. So etwas waere der horror fuer die EU, die haben nun Angst das sich dies bei den EU-Laender verbeiten wird. Dies hier ist eine echte Demokratie, nicht dieser Despotismus der ueber der EU und z.B. USA herrscht. Wir sollten froh sein, egal was gewaehlt wird. Die Schweiz ist sicherlich in Europa immer noch eines der freundlichsten Laender an Auslaender gegenueber, z.B. sind fast 28% unserer Bevoelkerung Auslaender. Wer sagt die Schweizer seien Rassisten (wie die Franz/Deutsch/Italienischen Medien) sind Ignoranten. Natuerlich, wie bei allem gibt es Vor-und Nachteile.

Ich finde es einfach eine Sauerei was die Medien im Moment machen, und zwar total Pro-EU reagieren und der Bevoelkerung Angst einjagen, ja, inkl. Schweizerische Medien, was mich sehr enttaeuschte. Wer mal Zeit hat, sollte mal eine Stunde lang alle Europaeischen Medien-Websites anschauen und zwar die die Kommentare erlauben, dort werdet ihr den Kontrast sehen zwischen den Anti-CH Berichten und den Pro-CH die Kommentare schreiben und ihre eigenen Medien kritisieren und auslachen.

Die Bevoelkerung Europas beneidet unsere Demokratie, das wir die Schweiz sind und nicht wie in der EU, wo die Bevoelkerung die Klappe halten muss und alles annehmen muessen was denen zukommt, oder sonst mal verschwinden soll. Ich weiss es gibt viele Pro-EU Leute hier, was ich respektiere, aber wenn es um Demokratie geht, dann wissen wir alle, ist die EU der CH total unterlegen und dort muss die EU mal einfach ihre Klappe halten und dies respektieren und eine Loesung mit der CH finden, und nicht sofort uns Schweizer versuchen zu bestrafen was im Moment am geschehen ist. Eine absolute, unprofessionelle Arroganz von der EU, was nur wieder einmal beweist, wie gut es ist nicht dazu zugehoeren. Die wollen nun uns als Volk bestrafen, weil wir eine freihe Demokratie haben und die haben Angst, ja, grosse Angst von sowas.

8

Dienstag, 11. Februar 2014, 18:47

positive Beispiele gibt es durchaus, aber diese machen selten Schlagzeilen.

Ausserdem verändert die Zeit sowohl die Einwanderer wie auch die Einheimischen. was hat man doch seinerzeit über die Italiener hergezogen. und heute?

im Bewusstsein, selber stets ein Aussenseiter zu sein, kann ich einfach nicht pauschal gegen Einwanderer sein.

schmutzteufel

unregistriert

9

Dienstag, 11. Februar 2014, 19:31

@cindy: typisch menschlich?

Der Mensch blickt geschreckt auf, wenn etwas Schlechtes, Böses, Abartiges gesagt/getan wird, denn das könnte gefährlich für seine Sicherheit sein, ganz urzeitlich gedacht. Bei gutem, schönem braucht man nicht auf der Hut zu sein. Deswegen bewegt das Gemüt der Menschen das Böse! Die Massenmedien und die Politik machen sich diese urzeitliche Eigenschaft zunutze um auf sich aufmerksam zu machen, um an die Verkaufszahlen zu erhöhen bzw. Stimmen zu gewinnen.usw...

Typisch menschlich archaisch, tierisch....

Übrigens, auch meine Vorfahren waren Zuwanderer, aus Böhmen und Mähren. In der Monarchie kamen sie scharenweise nach Wien weil sie in ihrer Heimat keine Arbeit fanden.
Ein "waschechter" Wiener hat doch üblicherweise einen böhmischen oder ungarischen/kroatischen uä. Namen....

Die Zuwanderer von einst sind die "echten"....(beliebiger Staat)....von morgen.

cindy2003

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10

Dienstag, 11. Februar 2014, 19:48

ja, @schmutzteufel, muss wohl aus der Urzeit stammen : was kommt heute böses auf uns zu ? denken wir erst mal an das Negative (die Gefahren), wenden sie ab und dann kommt erst das Positive.
wenn ein Therapeut zu mir sagt : ..du musst positiv denken, überlege ich auch, was ist das für ein Träumer....., erstmal muss ich alle Eventualitäten beherrschen (was rollt heute auf mich zu und was überrollt mich heute), dann kann ich diesem Satz vielleicht noch folgen...


GLG Cindy2003
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SavAntin

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Dienstag, 11. Februar 2014, 21:44

Zeig mir mal, wo Menschen unterschiedlicher Religionen friedlich zusammenleben, das gibts doch gar nicht, jeder vertritt seine Ansichten und wenns sein muss auch manchmal radikal - es gibt z.B. sog. Familienclans und Blutfehden > da wird das "Recht" innerhalb der Familie vollzogen.
Nun, da gibt es viele Beispiele. Vor allem in Berlin haben sich z.B. türkische Märkte etabliert, welche allerhand frisches Gemüse verkaufen. Diese sind auch bei den Deuschen eben sehr beliebt. Ich selbst lernte in meiner Stadt auch immer wieder Türken kennen, die für mich völlig normale Menschen sind, und i.d.R. in der Schule auch Deutsch lernten, zuhause aber oft noch türkisch sprechen. In jeder Stadt gibt es auch allerhand ausländischer Restaurants, was ebenso sehr positiv zu sehen ist. Aber auch Russen, die in unserem Land ein deutlich negatives Image aufgesetzt bekommen, sind nicht alle so, wie man es von ihnen denkt. Letztens kam ich auch mit zwei Griechen in Kontakt, wovon einer nur minimal Deutsch konnte. Mein erster Eindruck in der Unterhaltung war aber sehr positiv.

Ausländer sind also nicht das Problem. Problem sind häufig Jugendliche, die ich in erbärmlichen Verhältnissen aufwachsen und dadurch häufig auf die schiefe Bahn geraten. Diese sind dann durchaus äußerst gewalttätig. Aber es gibt genau so deutsche jugendliche Verbrecherbanden, wie ausländische. Aber man schiebt solche Verbrechen wohl gerne auf die Ausländer, und die deutschen Verbrecher werden gerne "übersehen", habe ich das Gefühl. Und letztendlich geht man dazu über, nicht mehr die Individueen zu betrachten, sondern gleich auf das ganze Volk zu schließen. Nicht der eine jugendliche Russe ist/war strafttätig, sondern alle Russen in Deutschland seien straftätig.
Aus einem Detail macht man dann eben gerne eine fiktive Gesamtheit. -> So entstehen wohl Vorurteile.

Mein Stammbaum hat aber auch böhmische Wurzeln. Ich trag sicherlich sowohl nordisches als auch südländisches Blut in mir. Für Südländer typisch dunkle Haare, für Nordländer typisch helle Haut und blaue Augen. Meine Vorfahren sind also irgendwann mal in den böhmischen Raum eingewandert und später weiter nach Bayern und ebenso in die USA. Aber das spielt doch keine Rolle, außer dass ich persönlich eher ein Nordmensch bin als ein Südmensch. Bayern ist mir zu warm, die Sonne zu grell und zu intensiv. Einzig meine Haare schützen mich vor Sonnenbrand. Daher will ich mal nach Norwegen auswandern.

Ich würde es für schlimm erachten, wenn man als Mensch nirgendswo hin mehr wandern dürfe. Vor allem, wenn man so und so eher nordisches Blut in sich hat, aber sehr südlich geboren wurde. Letzteres zeigt sich auch dadurch, dass ich in Wintermonaten keine Winterdepressionen habe, im Gegenteil, an dunkleren Tagen fühle ich mich besser.

Die Sache mit der Masseneinwanderung wird sich wahrscheinlich aber auch ohne Gesetz selbst regeln. Die Grundfläche der Schweiz beträgt gerade mal 41.285 km², und ist damit deutlich kleiner als Bayern. Dort können also gar nicht soviele leben, solange die Schweiz nicht vorhat, es so zu machen, wie in China oder Japan. Wo keine Wohnungen sind, kann auch keiner hinziehen. Irgendwann nimmt der Reiz in die Schweiz zu wandern, wohl auch wieder von selbst ab.

In Deutschland gibt es ja auch den Trend, dass einige Zuwanderer wieder in ihr Heimatland zurückwandern, weil sich die Lebensbedingungen in ihrem Land so verbessert haben, dass es sich dort sogar besser leben lässt als in Deutschland. Ebenso wandern auch immer mehr deutsche Auswanderer wieder zurück. Denke also nicht, dass es aufgrund von Migration zu Überbevölkerungen kommen wird.

Gruß
Sav
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12

Dienstag, 11. Februar 2014, 21:52

Die kurzsichtige Kurzschlusshandlung einer hauchdünnen Mehrheit hat die Schweiz erfolgreich gegen die Wand gefahren und entlädt sich zur Zeit in einem ausgeprägten Scheinpatriotismus der Rechten deren Denken und Abstimmverhalten leider nicht über das Stammtischniveau hinaus kommt....und der Rest der Schweiz darf die Suppe nun auslöffeln. Man sollte der SVP nun die Rechnung für sämtliche negativen Folgen stellen.

Herr Blocher, Ihr Guru hat im 20 min. kürzlich seinen Grössenwahn unter Beweis gestellt. Zitat:

"Die Schweiz ist auch kein Mitglied des Europäischen Binnenmarktes und will es auch nicht sein."

Hallo? Wer bitte ist unser grösster Handelspartner und Hauptmarkt? Europa. Wer ist darauf angewiesen, das wir eben in diesem Europäischen Binnenmarkt nicht diskriminiert werden? Die Schweiz. Wo liegt die Schweiz? Im Herzen von Europa.

"Die EU ist die Bittstellerin"

Sorry, da kann man nur noch den Kopfschütteln....ist glaub es ist wirklich Zeit das er sich zur Ruhe setzt...zum Wolle der Schweiz. Am Besten löst er auch gleich noch die SVP mit auf, damit die konstruktiven Kräfte, die Schweiz endlich vorwärts machen können.

13

Mittwoch, 12. Februar 2014, 06:43

Ich stimme sowohl Fraktal als auch Asperger zu.

Genauso schwerwiegend wie das unklare Verhältnis zur EU ist das Zeichen der Ausgrenzung, dass die Schweiz hier gesetzt hat. Die knappe Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizern ist einer Partei gefolgt, die zusammen mit ihren Verbündeten (Schweizer Demokraten) in der Vergangenheit immer wieder mit fremdenfeindlichen Abstimmungsvorlagen und feindselig-aggressiven Aussagen gegenüber anderen Minderheiten, beispielsweise auch gegenüber IV-BezügerInnen (Behinderten) aufgefallen ist.

Die Kampagnen der SVP/SD sind populistisch, m.E. bedrohlich (angsteinflössend), beleidigend, rassistisch und politisch abfällig und tragen bekanntermassen dazu bei, die Stimmung in der Schweiz zu radikalisieren (Stichwort: Entsolidarisierung). Wir werden sehen, wie sich die Stimmung weiter verändert. Aber falls sie sich noch weiter (nach Rechts) radikalisiert und Minderheiten aufgrund fadenscheiniger Argumente noch stärker marginalisiert, diskrimminiert und ablehnt, können wir wohl als A/AS-Betroffene nur hoffen, dass wir als "Behinderte" nicht irgendwann auch weitergehend ausgegrenzt werden.

Grüsse, Satu

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Satu« (12. Februar 2014, 06:47)


14

Mittwoch, 12. Februar 2014, 08:09

Ich finde es etwas zu einfach, das Ja zur MEI auf eine Partei und Ausländerfeindlichkeit zu reduzieren.

Für mich ist es ein enormer Wiederspruch, wenn in der Schweiz über volle Züge und zu wenig Wohnraum gejammert wird, aber 80'000 Menschen in unser Land gelassen werden.
Warum wird das Thema *befristete Aufenthaltsbewilligung* derart unter den Teppich gekehrt?

Es ist unbestritten, dass die Wirtschaft Fachkräfte aus dem Ausland benötigt. Aber genauso unbestritten ist, dass die Fläche der Schweiz nicht für so viele Menschen vorhanden ist, wie im Moment zuwandern.

Mein JA, das ich in die Urne gelegt habe, hat nichts damit zu tun, dass es mir zu viele Ausländer hat, sondern dass immer mehr Grünfläche verbaut werden muss, damit diese Einwanderer ein Dach über dem Kopf haben.
Oder hat hier noch einer ein Zimmerchen frei, das er vermieten möchte?
AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

Liebe Gruess Sunny :winke:

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15

Mittwoch, 12. Februar 2014, 08:53

hey, sunny

.... auf Grünflächen können auch Zelte aufgestellt werden..... :D (kleiner Witz von Cindy- enschuldigt sich)

aber wie ich schon sagte in ein Mauseloch passt kein Elefant, das begreifen schon die Kinder im Kindergarten, das hat doch nichts mit Rassismus, Diskriminierung und sonstwas zu tun. Für mich ist das logisch.

liebe grüsse von cindy2003
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16

Mittwoch, 12. Februar 2014, 09:07

.... auf Grünflächen können auch Zelte aufgestellt werden..... (kleiner Witz von Cindy- enschuldigt sich)


:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

AS ist keine Behinderung und keine Krankheit, sondern eine Besonderheit, die man als Chance nutzen soll.

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schmutzteufel

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17

Mittwoch, 12. Februar 2014, 09:10

aber wie ich schon sagte in ein Mauseloch passt kein Elefant,
Stimmt! Aber wenn man den Elefant trotzdem in das Mauseloch quetschen will ist der Elefant tot und das Mauseloch kaputt....wem hat es genützt?

18

Mittwoch, 12. Februar 2014, 14:36

Mein JA, das ich in die Urne gelegt habe, hat nichts damit zu tun, dass es mir zu viele Ausländer hat, sondern dass immer mehr Grünfläche verbaut werden muss, damit diese Einwanderer ein Dach über dem Kopf haben.

Die Probleme der Zersiedelung (Grünflächen), der Migrations- und Lohndruck sowie die Ökobelastung, die auch ausserhalb der SVP-Basis zum JA führten, sind realistisch, lassen sich aber nicht entlang ethnischer und nationaler Grenzen = der Verschärfung der Migrationspolitik lösen. Das haben alle Parteien ausser der SVP anerkannt. Das Ergebnis der Abstimmung ist, und auch hier sind sich alle Parteien ausser der SVP einig, eine Herausforderung.

Grüsse, Satu

friedel

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Mittwoch, 12. Februar 2014, 19:17

Wie hoch ist denn in der Schweiz die Teilnahme bei so einer Volksabstimmung?
Die Entscheidung ging ziemlich knapp aus. Würde man runden, könnte man sagen: halbe-halbe.
Darum interresiert mich, wieviele Stimmen nun tatsächlich hinter den 0,3 % stecken, die den Zuwanderungsskeptikern den Sieg brachten.
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.
Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)
Wer den Willen hat, etwas zu tun (oder zu lassen), findet auch einen Anlass dafür. (UT)

20

Mittwoch, 12. Februar 2014, 19:48

@Friedel
Insgesamt gab es eine Stimmbeteiligung von 55.8 %, davon 50.3 Ja und 49.7 % Nein. Und: 19'526 Stimmen machen den Unterschied.

Grüsse, Satu

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