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Sonntag, 24. November 2013, 08:58

The Construction of Happiness - Wie Glück entsteht

Schon vor über zweitausend Jahren gelangte Aristoteles zu der Einsicht,
dass der Mensch vor allem Glück sucht. Gesundheit, Schönheit, Geld und
Macht werden hauptsächlich deshalb geschätzt, weil man erwartet,
dass sie glücklich machen. Aber was ist Glück? Das begreifen wir heute
kaum besser als zu Aristoteles’ Zeiten, und wir haben offenbar auch
keine besseren Mittel, um diesen gesegneten Zustand zu erreichen.
Inzwischen ist Glück natürlich auch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.
Einer der ersten, der mit breitangelegten Studien versuchte,
dem Geheimnis des Glücksgefühls auf die Spur zu kommen, war Mihaly Csikszentmihalyi.

Vor 30 Jahren beschrieb er erstmals das sogenannte Flow-Phänomen und
wurde damit weltweit bekannt.
"Flow" bezeichnet einen Zustand, in den
Menschen dann geraten, wenn sie ganz und gar in einer Tätigkeit
aufgehen. In dieser Situation vergessen sie alles um sich herum und sind
vollkommen eins mit sich und ihrem Tun.
Entscheidend ist das richtige Verhältnis von Anforderung und Fähigkeit.
Diese Glücksmomente erleben wir also nicht passiv, rezeptiv, entspannend, sondern dann,
wenn wir uns intensiv einer Sache oder einer schwierigen Aufgabe widmen.

Quelle zum Vortrag:
http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta131124.php

Gruss und viel Spass beim schauen....
Geralt

Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Geralt« (11. März 2014, 21:42)


schmutzteufel

unregistriert

2

Dienstag, 26. November 2013, 05:57

Ob wir Glück empfinden, ist eine Sache der Körpersäfte!

Serotonin als "Glückshormon" ist allgemein bekannt. das richtige Zusammenspiel verschiedener Substanzen im Körper lässt uns Glück empfinden. Wie wir es aber gezielt steuern....ja, das scheint ziemlich verschieden zu sein bei den Menschen.
Als Kind hatte ich oft jenes "Flow", wenn ich intensiv und ungestört mit meinen Spielsachen hantieren durfte oder etwas spannendes las. Und jedes mal musste ich dann aus die Toilette, groß. Das weiß ich noch genau, das wunderte mich immer. Ja, das Serotonin regt den Darm an, ist bekannt.

Leider kann ich mich heute kaum noch in jenen entspannt, angespannten Zustand versetzen, da der Tag so voll mit Pflichten ist und ich einfach das Entspannen verlernt habe.
Absolute Glückswallungen kommen aber, wenn ich lange ALLEIN mit dem Hund durch die Wälder gehe. Keine Ahnung, warum das so ist. Ich finde die Naturschönheiten der Pflanzen, vor allem der Bäume einfach unwiderstehlich. Es hilft mir sehr depressive Stimmungen zu verscheuchen oder Ärger abzubauen.

friedel

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3

Freitag, 29. November 2013, 09:39

"Flows" entspannen den Geist, aber nicht unbedingt den Körper.
Ein Flow ermöglicht mir den Zustand halbbewussten Denkens, der bei mir am effektivsten ist. Das erzeugt tatsächlich Glücksgefühle.
Allerdings bringt es das Vertiefen in eine Tätigkeit bei mir mit sich, dass ich die bewusste Kontrolle über meinen Körper vernachlässige. Beispielsweise führe ich dann nicht regelmäßig Ausgleichsbewegungen aus. Das kann zu Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen und Druckstellen bzw. "eingeschlafenen" Körperstellen führen. (Z.B. "Einschlafen" der Beine, des Bereiches um den Steiß oder der Haut am Hinterkopf bei ungünstiger Anlehnposition während vertieften Lesens)

Es widerspricht dieser Art der Abwesenheit, sich dabei ständig aktiv der Uhrzeit bewusst zu sein. Damit ich sie mir dennoch gestatten kann, stelle ich mir eine digitale Eieruhr (tickt nicht) und vertraue dieser, dass sie mich rechtzeitig zur Vorbereitung auf den nächsten Termin "weckt".
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.
Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)
Wer den Willen hat, etwas zu tun (oder zu lassen), findet auch einen Anlass dafür. (UT)

4

Sonntag, 1. Dezember 2013, 18:07

Lieber Schmutzteufel...

Bestimmt hast du recht. Die interessante Frage ist nicht ob "Huhn oder Ei" - sondern resultiert aus Ei ein Huhn und aus einem Huhn auch ein Ei :-)
In diesem Beispiel scheint das ganz logisch zu sein, jedoch bei anderen Dingen ist der Umkehrschluss nicht immer garantiert.
Die Körpersäfte "Hormome" sind definitiv gute Marker, um Erleben und Empfindungen zu beweisen. Wie sieht es mit dem Umkehrschluss aus? Können prädispositionale Situationen Hormone auslösen, die zum Gefühl führen?
Sind Gefühle nicht immer an einen Kontext gebunden? ( Weil ich mit der schwierigen Aufgabe fertig bin, habe ich ein gutes Gefühl).
Oder ist meine manische Phase bloss hormonell bedingt? ( Heute könnte ich grundlos "Bäume ausreissen").
Ich gehe meist davon aus, dass Flöhe und Läuse gleichzeitig vorhanden sind :)

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