Ich bin selbst noch in der Schule in der letzten Klasse der Oberstufe des Gymnasium (in Bayern). Jetzt ist es gerade ziemlich gut, aber die meiste Zeit in der Schule hab ich mich mit Mobbing herumschlagen müssen. Wir haben uns oft an Lehrer gewendet, was zwar nicht immer optimal geholfen hat, aber man sollte es zumindest versuchen. Bei mir war es ohnehin so schlimm, dass es eh nicht mehr schlimmer hätte werden können. Zurückblickend kann ich sagen, dass Mobbing schon eine große psychische Belastung ist und man alles dagegen unternehmen sollte, zum Glück haben das meine Eltern auch gemacht. Meiner Meinung nach ist dabei wichtig, dass den Mitschülern beispielsweise vom Schulpsychologen erklärt wird, was es mit AS auf sich hat, dann haben vielleicht wenigstens manche Verständnis. Selbst war ich damals kaum in der Lage mich zu wehren als Aspie, ich wusste einfach nichts Freches darauf zu sagen oder habe mich nicht getraut. Zum Glück habe ich jetzt schon mehr Selbstbewusstsein und lasse mir nicht mehr alles gefallen, wobei die Leute mit "höherem" Alter auch vernünftiger werden in der Regel.
Lasst euch nicht unterkriegen, sprecht mit anderen Aspies oder Vertrauten darüber, denn 'geteiltes Leid ist halbes Leid'. Man sollte sich auch bewusst sein, dass Mobbing keine Stärke der "Täter" ist, sondern vielmehr eine Schwäche derselben, indem sie sich auf Kosten Anderer (ich sage bewusst nicht Schwächerer, denn wir Aspies haben andere Stärken...) profilieren wollen.
LG, Toni