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Montag, 9. Januar 2012, 00:09

Einschlaf-Probleme

Habt Ihr auch Einschlaf-Probleme ? Wenn ja : was tut Ihr dagegen ,was nützt Euch ???

Mein Sohn hat massive Einschlaf-Probleme. Findet einfach keine Ruhe,keinen Schlaf,bis oft spät.

warmes Bad am Abend, Beruhigungs-Abend -Tee, im Bett , Rücken massieren (was er sehr gerne hat) mit "Baby-Gute-Nacht-Lotion", stille ,leise,instrumentale Musik, nur ein Lichtstrahl im Zimmer, bei ihm sitzen und schweigen...alles bringt nichts. Und er sollte morgens fit zur Schule...schon der Gedanke : morgens ist Schule ,lässt ihn nicht schlafen. (Er hasst die Schule.) Momentan bin ich ratlos ...

Geralt

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2

Montag, 9. Januar 2012, 07:54

Ich hatte mit 10/12 Jahren auch Probleme mit dem Einschlafen, bis mir meine Muter Autogenes Training beigebracht hatte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training
(Es ist ein Entspannungstraining aufgebaut auf Auto-Sugestion und abgeleitet von Hypnose)

Es brauchte natürlich etwas Zeit und Akzeptanz von meiner Seite ( ich lies mir schon als Kind nicht gerne etwas sagen ;-) )
Aber ich muss sagen, ich muss mich heute bei der Anwendung kaum noch an die Details konzentrieren.
Es half und hilft mir noch heute Einzuschlafen, und die Angst vor dem Morgen auf die Seite zu schieben.

Es ist eine Art Konzenrtration auf die Wahrnehmung des Körpers im Jetzt und ein Vergessen der Sorgen von Morgen.
Wenn du Erfahrungsdetails und Techniken dazu brauchst, sag bescheid.

Gruss Geralt

Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

Epistemon

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3

Montag, 9. Januar 2012, 11:32

Ich erinnere ich nur schwer um nicht zu sagen nicht ans Einschlafen in Kindertagen. Was ich "seit immer" habe: in im Winter geheizten Räumen schlafe ich schlecht. Zu kalt kann es gar nicht sein, ich brauche dann einfach eine bessere Decke resp. deren mehrere. Wenn ich abends nicht zur Ruhe komme, kann Qi Gong was bringen. Ist dann aber blosse Geschmackssache, ob Autogenes Training oder Qi Gong oder Yoga oder sonstwas Meditatives.
In der Pfadi resp. Wölfli wurden die "Nachtruhestörer" mit einem vollen Rucksack ums Haus rennen geschickt. Das empfand ich damals als Schikane, resp. als Drohung, dass keiner muckt. Für mich selbst mache ich es mittlerweile nicht viel anders. Ich hatte vor Kurzem eine schwierige Phase. Da habe ich haufenweise Holz gespaltet. Wenn ich vorher sorgenumwoben, flattrig und unruhig war, war ich danach wieder ruhig und konzentriert und zuversichtlich. Es war wie ein Reset für das Nervensystem.
Oft tut es auch ein blosser Abend- resp. Nachtspaziergang. Natürlich nicht durch die Shoppingmeile...
Grundsätzlich ist es mir bekömmlicher, wenn ich Kopfarbeit nicht am Abend verrichte. Dann lieber was Körperliches. Und auch Fernsehen und am PC was erledigen (oder Zeit totschlagen) sind dem Abschalten nicht eben zuträglich.

Kopfkino

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4

Montag, 9. Januar 2012, 17:56

Bei mir ist es so, dass ich ein "chriesisteikissen" habe, dass mich wärmt und dann lege ich die Decke ganz fest um mich, dass es ganz eng ist, dass gibt mir irgendwie Sicherheit und ein "gutes" Gefühl. Was mir auch hilft, ist lesen im Bett, bis ich müde bin. Wie schon geschrieben sind PC und Fernseher nicht so toll. Und wenn ich ehrlich bin, helfen mir die Medis auch. Doch das kann ja nicht die Lösung sein. Jedenfalls denke ich, so geht es mir auch, wenn ich viele Gedanken habe, die mich belasten, dann kann ich auch nicht schlafen. Diese müssen irgendwie beseitigt werden, sodass ich wieder besser schlafen kann. Ich wünsche euch viel Erfolg, sodass es bald wieder schöne Träume gibt.

alicia

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5

Montag, 9. Januar 2012, 20:08

Ich kann nicht schlafen, wenn ich Angst habe,traurig bin oder meistens, weil ich nicht aufhören kann nachzudenken. Bei Vollmond ist es übrigens schlimmer.

Autogenes Trainig bringt es bei mir auch. Es kann sein, dass man dabei eine Zeit braucht, um sich daran zu gewöhnen, bis es nützt.

Es ist auf jeden Fall nicht gut, dass er die Schule hasst. So ist er die ganze Zeit angespannt (mein Bruder hasst die Schule auch).
Wenn es Möglich ist, mit seinen Lehrkräften zu kooperieren, könnte man die Schule für ihn angenehmer gestalten. (Am besten ist es, wenn man in der ersten Stunde etwas macht, das er sehr mag. das kann auch nur kurz sein. Vieleicht eine Massage mit Tennisbällen??)
KRANKE WELT... hilf mir, sie zu heilen!

6

Montag, 9. Januar 2012, 22:47

Liebe Pfüdi Mama


Bei meinen Kids half eigentlich nur wenn sie nicht zu früh also wirklich schon recht müde zu Bett gehen mussten. (Auch wenn andere Eltern mir den Vorwurf machten, dass ein Kind in diesem Alter um soundsoviel Uhr zu Bett sein muss...) Sie brauchen beide wenig Schlaf. (Meist weniger als ich!!!)
Wenn sie früher gehen mussten, drehten sie sich lange hin und her und waren körperlich wieder ausgeruhter und schliefen erst viel später ein.

Zusätzlich half das Vorlesen einer spannenden Geschichte am besten (falls Du das nicht möchtest: CD z.B. die drei Fragezeichen ??? einlegen). Das lenkte sie ab vom Gedanken, dass morgen wieder Schule ist und von anderen Problemen. Es war dann auch klar, dass sie noch gar nicht gleich einzuschlafen brauchen. So war der Druck etwas weg.

Lauwarme Honigmilch wurde als Getränk am besten vertragen. Aber nicht zu süss machen sonst drehen die Kids wieder auf.
Gar nicht empfehlen kann ich warme Bäder. Das hat sie aufgepeitscht und wir hatten Party (ich fands nicht so lustig!) bis spät in die Nacht. Auch Bewegung z.B. Nachtwanderung hatte den gleichen Effekt.

Was ich auch versucht habe ist, während den Ferien den Rhythmus nicht zu stark umstellen, dh. sie nicht bis 10h ausschlafen lassen, damit sie sich nicht zu stark umstellen müssen, bei Ferienende, wenn ja auch die "blöde Schule" wieder beginnt.

Ich kann Dir nachfühlen!

Liebe Grüsse
Kate
Wenn wir einem Menschen helfen wollen, müssen wir an ihn glauben. (Alb. Schweitzer)

friedel

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7

Dienstag, 10. Januar 2012, 16:13

Was mich als Kind konkret am Einschlafen hinderte, weiß ich nicht mehr so genau.
Aber abends, das war die Zeit, in der man endlich allein war und das Tagesgeschehen nacharbeiten konnte,
in der aber gleichzeitig die Ablenkung von Befürchtungen wegen des nächsen Tages wegfiel.
Und es war die Zeit, in der die Eltern vor der Zimmertür zu streiten anfingen.

Meine elterliche Unterstützung bezüglich des Einschlafproblems beschränkte sich, soweit ich mich erinnern kann, auf folgenden Satz:
Wie willst du die Schule schaffen, wenn du nicht eher einschläfst?

Darum bin ich froh, wenn sich jemand ernsthaft Gedanken deswegen macht und sein Kind unterstützen will.

Doch ich kann nur ein paar Störfaktoren aufzählen, die mir heutzutage das Einschlafen schwer machen.

Immer noch ist die Nacht jene Zeit, in der ich nicht ständig ansprechbar sein muss und deshalb die aufgeschobene
Nachverarbeitung des Tagesgeschehens, aber auch die Planung für den folgenden Tag geschieht.
Und ohne Plan geht bei mir nichts.
Doch darf ich mich damit nicht zu lange beschäftigen.
Auch zu lange lesen darf ich nicht, denn wenn ich sehr müde bin, dann mache ich einfach das weiter, was ich gerade mache.
Und das recht lange.
Darum kann es mir passieren, dass ich bis zum nächsten Tag lese.

Irgendwie gibt es so etliches, das mich am entgültig Einschlafen hindert, auch wenn ich es geschafft habe, mit geschlossenen
Augen unter der Decke zu liegen:
Falten im Bettuch oder in der Kleidung,

ungünstige Temperaturen, besonders solche unter 20°C machen mir sehr zu schaffen, frösteln unter der Decke und schmerzhafter Kontakt
mit dem kalten Kissen, wenn ich den Kopf wende,

volle Blase oder leerer Magen,

bisweilen schmerzende Beine, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen,
eingeschlafene oder "verlegte" Gliedmaßen,

Geräusche von diversen Gerätschaften, die sich eigentlich erst in der Nachtruhe in den Vordergrund bringen,
beispielsweise habe ich den elektrischen Digitalwecker meines Mannes auf eine Lage Blubberfolie gestellt, seitdem
summt der Überbau des Bettes nicht mehr (viele Geräte summen, wenn Strom darauf ist oder vibrieren sogar),


uvm.


Ich gebe mir feste Zeiträume vor, innerhalb derer ich lesen oder kreuzworträtseln darf, um den Kopf ruhig zu bekommen.
Reicht das noch nicht, dann habe ich einen CD-Player am Bett. Ruhige Musik über Kopfhörer.

Ich darf dann keine mathematischen Rätsel machen (Schade!), da ich sonst beim nächsten Einschlafversuch nur noch Zahlen
im Kopf habe.

Fernsehen und PC-Tätigkeit sind eigentlich tabu, da ich eben dann ebenfalls gerne ins Zeitlose verfalle und, wenn ich müde bin,
das was ich gerade tue, immer weiter mache. Aber gerade nachts hat man halt die Ruhe dazu.

Abends noch mal eben schnell spazieren gehen, kann ich mir kaum vorstellen.
Lacht nicht, aber das müsste ich erst planen. Damit wird es zu etwas Aufregendem, das vor dem Einschlafen wiederum verarbeitet werde muss.

Wenn ich abends noch etwas trinke, dann muss ich sicher nach wenigen Minuten aus dem Bett und auf die Toilette.
Milch würde mir eh Bauchdrücken bereiten.

Deshalb esse ich kurz vor dem Schlafengehen etwas mir gut Verträgliches. Dann ist der Bauch ruhig. Und der Zuckerspiegel am
folgenden Morgen hoch genug, dass er mich nicht gleich wieder zurück ins Bett zieht.

Ich versuche wenigstens in der einen Stunde vor dem geplanten Zubettgehen keine Gespräche oder gar Telefonate mehr zu führen, bei denen
ich mitdenken muss.
Und versuche in dieser Zeit insgesamt alles zu vermeiden, was zusätzlich gedanklich verarbeitet werden müsste.

Oft könnte ich bereits um acht Uhr einschlafen, so müde bin ich. Das ist mit der Familie unmöglich.
Also muss ich mich wieder in Aktivität zwingen. Dannach bin ich so überzogen, dass das die besonders späten Abende werden.
Für mich ist es besser, zu schlafen, wenn ich müde bin, als einen festen Rhytmus einzuhalten.
(Auch wenn das reine Theorie ist.)
Bei mir entsteht nämlich allein durch Regelmäßigkeit keine Automatik. Zumindest was die Schlafenszeiten anbelangt. Nur die
Hauptschlafenszeit zwischen zwei und fünf Uhr steht fest. Darum habe ich nie eine ganze Nacht durchgemacht.



Möglicherweise sind meine Stichpunkte etwas durcheinander, weil ich nebenbei mit meiner Tochter Hausaufgaben mache.
Das kann ich jetzt nicht ändern.


Grüsse

friedel
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.

Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)

8

Freitag, 13. Januar 2012, 21:13

Vielen Dank euch allen für die Offenheit und Tipps. Ich musste eigentlich für eine ambulanten Eingriff ins Spital.Es gab Komplikationen und musste für einige Tage bleiben. Denis hat sich totale Sorgen gemacht,als er wusste ,dass ich diesen Termin hatte.Denke auch darum die Schlaflosigkeit und Schulverwigerung ! Er ist sehr Mama bezogen und denke, so hat er es zum Ausdruck gebracht-(Spekulationen von div. Leute,wie Lehrerin...) Nun ist er von der Schule freigestellt,da er nicht zu bewegen ist.Haben bald ein Termin auf der EB. Danke Walter für deine PM !!!

9

Samstag, 14. Januar 2012, 13:42

Ich leide seit meiner Juegend unter massiven Einschlaf-und Durchschlafprobleme. Da alle Hausmittel und Strategien nichts geholfen haben, habe ich auf Anraten meines Arztes begonnen ein Schlafmittel zu nehmen, es dauerte zwar ein paar Jahre, bis ich das richtige Schlafmittel hatte, da die einen Schlafmittel nicht wirkten oder Nebenwirkungen mit sich brachten.

Heute habe ich aber das rechte Schlafmittel und mein Schlaf ist viel besser. Dadurch bin ich auch viel leistungsfähiger und fiter während des Tages. Ich hatte mich zwar lange gegen eine medikamentöse Lösung gesträubt. Heute kann ich sagen, dass meine Lebensqaulität sich deutlich gesteigert hat, seitdem ich wieder besser schlafen kann.

Deshalb würde ich Dir raten, dass Du mit deinem Sohn vielleicht zu einem Arzt gehst. ich kann zwar gut verstehen, wenn Du nicht unbedingt willst, dass dieses Problem mit Medikamenten gelöst wird. Für mich jedenfalls war es die einzige richtige Lösung.

10

Sonntag, 15. Januar 2012, 13:15

manchmal lieg ich 3 stunden lang in meinem bett und warte darauf entlich einzuschlafen
„Es scheint, dass für Erfolg in der Wissenschaft oder in der Kunst ein Schuss Autismus erforderlich ist.“ Hans Asperger

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