Du bist nicht angemeldet.

kristall

Registrierte Benutzerin

  • »kristall« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Wohnort: Ostschweiz

Beruf: Haushalt-Managerin, Tagesmutter

  • Private Nachricht senden

1

Sonntag, 8. Januar 2012, 17:29

Mobbing

Mein Sohn ist von Asperger betroffen. Er geht in die 5. Klasse und ist 11 Jahre alt. Er ist extrem gross für sein Alter und bewegt sich manchmal auffällig. Dies hat wohl auch mit seiner Grösse zu tun. Jedenfalls wird er regelmässig gehänselt und gemobbt. Es sind immer dieselben Kinder. Diese treten meistens in der Gruppe auf. Unser Sohn hat keinen engeren Freund an der Schule und ist daher in den Pausen oder auf dem Schulweg immer allein anzutreffen. Ein gefundenes Fressen also für diese Kinder. Sie fahren ihn mit Velo oder Trottinett an, lachen ihn aus, schreien ihm "Du bist ein Behinderter" nach. Sie sagen, er werde bald erblinden (ist Brillenträger, kurzsichtig).
Sie kicken, schlagen, etc. Er hat manchmal riesige Blutergüsse an Beinen oder Armen.

Ich habe schon mit den Lehrern geredet. Die sagen, sie geben sich Mühe, haben aber ihre Augen auch nicht überall.
Ich habe versucht, mit den Eltern der mobbenden Kindern zu reden. Sie verteidigen ihre Kinder, spielen alles herunter und sagen, mein Sohn könne sich ja mit seiner Grösse selbst verteidigen. Ich möchte aber nicht, dass er andere schlägt. Ausserdem ist er immer allein, die andern treten in der Gruppe auf, da fühlen sie sich stark.

Habt ihr auch Kinder, die gemobbt werden? Oder wart ihr in der Schule oder im Beruf von Mobbing betroffen?
Ich wäre froh um Feedbacks.

2

Sonntag, 8. Januar 2012, 18:09

hi
ich gehe in die 9te klasse und manchmal werden mir sachen weg genommen und dann erwarten meine klassenkameraden von mir das ich sie suche, aber ich sag dann immer dem lehrer bescheid, dann müssen meine klassenkameraden suchen. und sie mobben auch stark, angriffen wurde ich kaum konnte mich immer einigermassen wehren. hab auch oft reiüberfllutungen bekommen. ich kann mich noch erinnern wie ich in der grundschule mal von meiner klasse weg gerannt bin und die ganze klassse mir hinterher. sie nennen mich Goebbel und bringen geschichtlich ´fakten durcheinander.
„Es scheint, dass für Erfolg in der Wissenschaft oder in der Kunst ein Schuss Autismus erforderlich ist.“ Hans Asperger

Geralt

Registrierter Benutzer

Beiträge: 194

Wohnort: AG

Beruf: Informatiker

  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 8. Januar 2012, 18:14

Salü Kristall,

ich würde nicht lange zögern.

Wenn sie ihn schlagen und er daraus Blutergüsse hat, würde ich eine Anzeige machen ( Körperverletzung). Ich würde ihm auch empfehlen ein MP3 Aufzeichnugsgerät verteckt mitzutragen, dass er einschalten kann, wenn er wieder verbal oder körperlich angegriffen wird. Damit würde ich auch zur Polizei gehen.

Gibt es eine Regelmässigkeit ?
Gibt es bestimmte Wege oder Tage, an denen sie ihn besonders belästigen ?
Passiert das mehrmals im Monat oder in der Woche ?

Gruss Geralt

Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

Kopfkino

Registrierte Benutzerin

Beiträge: 82

Wohnort: Kanton Luzern

  • Private Nachricht senden

4

Sonntag, 8. Januar 2012, 18:41

Liebe Kristall

Ich kann deine Sorgen und Gedanken nachvollziehen. Ich war und bin immer noch häugif Opfer von Mobbing leider. Und das obwohl wir in der 12 ten Klasse sind, an einem Gymnasium, man sich da doch etwas mehr respekt soziale und kognitive Fähigkeiten erwarten dürfte. So ist es leider nicht. Ich würde auch nicht lange zögern, ich habe leider mit den Lehrer schlechte Erfahrungen gemacht, es wurde alles nur noch schlimmer, doch im Gespräch mit der Schulleitung hat sich vieles geklärt und sie helfen besser. Denn es kommt mehr an, wenn die Schulleitung den Lehrer mal sagt, was sie machen sollen. Klar können die nicht alles sehen, aber vielleicht ein bisschen genauer hinschauen. Oder eine Mobbingaufklärung an der Schule. Wie wärs, wenn dein Sohn an einem Selbstverteidigungskurs oder so mitmacht, vielleicht stärkt ihn das. Ermutige ihn dazu, dass er dir alles erzählt, was ihm zustösst. Denn das ist wichtig, auch wenn die Mitschüler das nicht wollen. Dass er erzählen kann und Trost findet. Leider fallen mir sonst keine Ideen mehr ein. Ich wünsche euch viel Erfolg beim bekämpfen dieser Problematik!

Epistemon

Registrierter Benutzer

Beiträge: 22

Wohnort: Graubünden

Beruf: Biologe, Zimmermann

  • Private Nachricht senden

5

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:01

Wenn ich auf meine Schulerfahrungen zurückblicke, und mein Sohn so etwas erleben müsste, würde ich folgende Dinge tun. 1. Ich würde mir als Vater den Rädelsführer persönlich vorknöpfen. Entweder das hört auf, oder... Und immer mal wieder Präsenz markieren, freundlich zuwinken, eine Schokolade geben vor den anderen "Na, Du erinnerst doch an unsere Abmachung?" oder dergleichen. 2. Den Sohn ins Aikido oder so schicken. Nicht wo man Schlagen und Treten lernt. Sondern dort, wo die kleinen Kniffs gezeigt werden. Richtig fallen und so Dinge wie: den kleinen Finger packen und Händchen hoch in die Luft (sieht komisch aus, und der Betreffende macht keinen Papps mehr; ein bisschen höher und er singt Lieder). 3. Das Buch "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny lesen. "Inhalt: Der Roman erzählt das Leben des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786–1847), der schon als Jugendlicher an Seeschlachten teilnahm (Kopenhagen 1801, Trafalgar 1805). Sein Lebensziel war die Entdeckung der Nord-West-Passage nördlich des Nordamerikanischen Festlandes, der Verbindung von Atlantik und Pazifk. Nach zwei Arktisexpeditionen war Franklin kurzzeitig Gouverneur in Australien, bevor er auf der dritten Forschungsreise einen Schlaganfall erlitt und mit seiner Mannschaft im ewigen Eis starb.
Die Entdeckung der Langsamkeit ist zugleich Abenteuer- wie Entwicklungsroman. Nadolny greift die biografischen Fakten aus dem Leben Franklins auf, ergänzt das Porträt des Kapitäns jedoch um einen wesentlichen Punkt: Franklin ist ein langsamer Mensch, im Denken, Sprechen und Handeln, eigentlich zu langsam für die moderne Zeit der industriellen Revolution. Die vermeintliche Schwäche des Außenseiters wird jedoch als Ausdauer, Gründlichkeit und Gelassenheit zur Stärke. Franklin entzieht sich der Beschleunigung des Zeitalters und setzt ihr seine Haltung und Anschauung entgegen, nach der jedes Individuum seinen Fähigkeiten entsprechend einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Damit ist er zugleich Kritiker der modernen Zivilisation wie als Forscher deren typischer Vertreter. Franklins Langsamkeit erscheint geradezu als Voraussetzung für eine humane Gesellschaft, getragen vom Respekt der Menschen untereinander und einem verantwortungsvollen Umgang. Sein Prinzip bewährt sich sowohl auf der Polarexpedition wie in der Liebe. Zum Scheitern verurteilt ist lediglich sein Versuch, sein Vorgehen als Gouverneur einer Strafkolonie in der Politik einzuführen. Dennoch bleibt letztlich die Botschaft, dass seine umsichtige, bedächtige Art zum Frieden zwischen den Menschen und Völkern beiträgt." 4. Schauen, ob's über John Franklin etwas auf 5.-Klässler-Niveau gibt.

6

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:12

Er muss zurückhauen :!: :!: :!:

7

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:28

Gerald hat recht.


Du hast mit den Eltern gesprochen und das war der erste Schritt, worin man eine Lösung suchen sollte.

Aber scheinbar fehlte dort der Verstand.

Der nächste Schritt ist den Lehrer informieren.

Sollte dein Sohn Verletzungen zugeführt worden sein, musst du zum Arzt und die eine Bescheinigung holen, damit musst du aufs Rektorat.

Heute sind die Schulleiter von Amtes halber angehalten, diesen Sachen nachzugehen.

Sollte dadurch auch nichts bewegen, musst du zur Polizei, wobei ich die Schule vorher informieren würde.

Man kommt nicht um ein gewisses Mass herum, die Kinder Erfahrungen mit Mobbing machen zu lassen. Es gehört zu dieser Welt.


Aber es darf nicht sein, dass dein Sohn so darunter leiden muss.


Wenn Dein Sohn so gross ist, dann gäbe es für ihn sicher auch verschiedene Sportarten wo er sich weiter entwickeln könnte.

Mein Sohn war praktisch immer der kleinste und ich bin froh, dass ich ihn von kleinauf sportlich gefördert habe.


Natürlich haben kleine Kinder manchmal auch eine riesen Klappe, was bei meinem Sohn zu trifft.

Durch sein Mundwerk, seine Unerschrockenheit und seine sportliche Fitness, hatte er es erstaunlicherweise immer fertiggebracht, von den andern Kinder nicht gemoppt zu werden.


Meine Tochter wurde sehr gemoppt und die Konsequenz war, dass mit dem Einverständnis der Schule, sie in eine Privatschule ging und der Staat übernahm die Kosten.


Sportarten für grosse Kinder.


Schwingen (bittet eine sehr traditionelle Umgebung wo mobbing nicht gerne gesehen wird)

Leichtathletik Richtung Kugelstossen, Gewichtheben.

Basketball

Schwimmen

Reiten ist auch ganz toll.

Eisenbahngruppe ist aber kein Sport

Vielleicht wissen noch andere Tips über Sportarten.


Ich empfehle Dir unbedingt, dass dein Sohn Sport in einem Verein betreibt. Natürlich wird er auch dort Schwierigkeiten haben, aber oft sind das sehr gute Menschen und sehr engagiert.


Sollte er eher mühe mit Sport haben, versuchen es bei der Pfadi oder Wölfli. Ich meine eine Gruppe wo Kinder von grösseren geführt werden. Da finden oft ganz eigene Kinder einen guten Platz und sind glücklich.

Lager sind auch immer sehr gut. Kleine Schritte von Zuhause fort und (alleine) auf den Füssen stehen.

Es stärkt das Selbstvertrauen!

:knuddel:

8

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:30

Den Sohn ins Aikido oder so schicken. Nicht wo man Schlagen und Treten lernt. Sondern dort, wo die kleinen Kniffs gezeigt werden.


Halte ich führ sehr uneffizient..

er sollte mehrer kampfsystem lernen.

nah + fernkampf ( Schläge )

Vieleicht habt Ihr ein seriöser Vale- Tudo, MMA Trainingsort in eurer Nähe, wo man seriöse Leute antrifft.
Ich selbst mache schon seit über 12 Jahren Judo und habe auch schon mit MMA leuten gekämpft und trainiert und die machen einen seriösen Eindruck.
ansonsten:

Schwingen, Ringen
Diverse Karatestyle ( Kumite sollte schon dabei sein ) evtl. Shotokan

vorbeischauen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Louis« (8. Januar 2012, 19:32)


9

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:38

ringen würde ich wenn möglich Freestyle machen und nicht Griechisches.
Weil Griechisches Zeitaufwendiger ist.

10

Sonntag, 8. Januar 2012, 23:13

Liebe Kristall

In der Schweiz ist der Schulweg Sache der Eltern. Es ist für die Lehrkräfte auch fast nicht machbar, den Schulweg zu überwachen, das wäre ein riesiger Aufwand... Leider können sie auch im Flur und auf dem Pausenplatz nicht alles sehen und dann gibt es noch die, welche wegschauen, weil sie selber nicht recht wissen, wie mit Mobbing umgehen...

Wenn es irgendwie möglich ist, so überwache zeitweise selber den Schulweg oder mit Hilfe vom Grosi, Götti oder sonst wem, der an diesen Zeiten, wenn dein Sohn auf dem Heimweg ist, nicht arbeitet.
Die Überwachung muss aber immer unvorhersehbar sein. Man wartet hinter einem Gebüsch, in einem geparkten Auto neben dem Gehsteig mit offenem Fenster, damit man zuhören kann an verschiedenen Tagen, zu verschiedenen Zeiten. Dann, wenn es Übergriffe gibt, sich sofort zeigen, mit den Tätern sprechen und sie auf ihr feiges Verhalten hinweisen. Auch kann man mit blauen Flecken zum Arzt gehen und so eine Anzeige oder Gefährdungsmeldung starten.

Vielleicht kann dein Sohn von einem grossen Schüler begleitet werden. Es gibt manchmal an Schulen so Gotte Götti Modelle, wo Stärkere sich für Schwächere einsetzten.

Das ist, was mir dazu in den Sinn kommt.

Liebe Grüsse
Kate
Wenn wir einem Menschen helfen wollen, müssen wir an ihn glauben. (Alb. Schweitzer)

Geralt

Registrierter Benutzer

Beiträge: 194

Wohnort: AG

Beruf: Informatiker

  • Private Nachricht senden

11

Sonntag, 8. Januar 2012, 23:54

Ich stimme Kate zu ...

wenn ein Erwachsener dabei (unerwartet) dabei ist... wird das wahrscheinlich die "Täter" auf dem Schulweg abschrecken.

Versuche verschiedene Modele und schaue was wirkt.

Gruss Geralt

Die Nähe zu Menschen ist wie die Nähe zum Feuer.
Zu nahe verbrennt man sich und zu weit weg erfriert man.

Arminius

Arminius

Beiträge: 29

Wohnort: Dresden (D)

Beruf: Diplombiologe

  • Private Nachricht senden

12

Montag, 9. Januar 2012, 09:33

Mobbing unter Kindern heißt Bullying. Aber egal: ich war auch der größte in meiner Klasse und konnte mir die Rabauken schon wegen meiner überlegenen Reichweite vom Leib halten, was das Interesse an körperlichen Auseinandersetzungen ziemlich gedämpft haben dürfte. Allerdings hilft das nicht gegen die versteckten, richtig bösartigen Gemeinheiten. Ich glaube, hier hilft nur Präsenz zu zeigen, bei den Lehrern, in der Elternversammlung, im Elternbeirat, und zwar immer wieder. Bis es bei einigen Klick macht. Mein Sohn hat AD(H)S, da gehe ich auch so vor. Ist zwar mühsam, aber nur so dringt der Sachverhalt dauerhaft ins Bewusstsein der Beteiligten.

@Louis: ich würde nicht auf Aggressivität setzen. Das impliziert bei den meisten: "der ist doch auch um kein Haar besser." oder "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich". Selbstverteidigung wie von Epistemon vorgeschlagen würde ich vorziehen. Fördert auch die geistige Reife.

@Epistemon: guter Tipp. Das wäre auch meine Strategie. Das Buch habe ich auch gelesen. Schwächen als Stärken zu begreifen und einzusetzen, das ist heute wichtiger denn je.

Nur Mut und immer dran bleiben!
Arminius

kristall

Registrierte Benutzerin

  • »kristall« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Wohnort: Ostschweiz

Beruf: Haushalt-Managerin, Tagesmutter

  • Private Nachricht senden

13

Montag, 9. Januar 2012, 14:06

Danke Euch allen, die ihr mich beraten habt und mir neue Informationen gegeben habt! Total lieb, wie ihr alle reagiert habt!!

Mein Sohn will keine Selbstverteidigung machen, schon gar nicht Karate, Judo, o.ä. Wir waren mal an einer "Tag der offenen Türe", das hat ihm total abgelöscht, er wollte gleich wieder gehen. Mir scheint, er hat jetzt nach langem Suchen "seine" Sportart gefunden: er ist in der Jugendgruppe des SLRG. In seinem Alter hat es vor allem Mädchen, die interessieren sich nicht für ihn und lassen ihn in Ruhe. Er kann so sein eigenes Ding schwimmen...

@Geralt: danke Dir. Deine Infos mit dem MP3-Gerät finde ich wirklich gut. Das muss ich einfach mal ausprobieren. Hoffe dann nur, dass er im richtigen Augenblick auch auf den Knopf drückt, sonst nützt das alles gar nichts. Müssen wir üben...
Beim Mobbing gibt es eigentlich keine Regelmässigkeiten an sich. Es passiert einfach mehrmals wöchentlich, da der andere Junge und seine "Beschützer" den gleichen Nachhauseweg haben, wie unser Sohn.

@Kate: super Idee, den Schulweg werde ich heimlich mal überwachen. Das Problem ist nur, dass mein Mann und ich beide ganz schlecht sehen (unter 20%, wegen einer Erbkrankheit) und das mitunter schwierig wird, wenn man Einzelheiten sehen soll. Ausserdem gibt es Eltern, die uns von vorn herein nichts glauben, weil "was man nicht sieht, das existiert einfach nicht. Darum haben wir in ihren Augen schon gelogen...

Aber ich werde mal mit Freunden besprechen, dass sie vielleicht dann und wann die Augen offen halten...

@Louis: ich habe in meiner Verzweiflung auch schon zu meinem Sohn gesagt: dann hau doch denen mal eine runter. Aber er WILL NICHT. Ist ja auch gut so, denn wenn er auch noch anfängt, gibt das bald jeden Tag eine Prügelei. Das solls ja auch nicht sein. Ausserdem ist er, wie gesagt, immer allein auf dem Schulweg. Er will das so.

Bald haben wir Elterngespräch, da wird es wohl auch ein Thema sein...

Freue mich auf weitere Inputs von Euch!
LG, Kristall

friedel

Registrierte Benutzerin

Beiträge: 234

Wohnort: Bayern

  • Private Nachricht senden

14

Montag, 9. Januar 2012, 15:08

ist Brillenträger, kurzsichtig

Ich möchte aber nicht, dass er andere schlägt

Die Mutter ist dagegen und die Brille könnte dabei kaputt gehen - kein Wunder, wenn sich der Junge nicht verteidigen "will".
Kinder wollen im Allgemeinen vor allem ihren Eltern gefallen.

aber ich sag dann immer dem lehrer bescheid, dann müssen meine klassenkameraden suchen

MP3 Aufzeichnugsgerät verteckt mitzutragen, dass er einschalten kann, wenn er wieder verbal oder körperlich angegriffen wird. Damit würde ich auch zur Polizei gehen.

Durch sein Mundwerk, seine Unerschrockenheit und seine sportliche Fitness, hatte er es erstaunlicherweise immer fertiggebracht, von den andern Kinder nicht gemoppt zu werden.

Die Überwachung muss aber immer unvorhersehbar sein.


Mobbing ist so bequem. Man kann sich stark oder als etwas Besseres fühlen ohne direkte Konfrontation. Und dass mit garantierter Sicherheit.
Und eben dieses so sicher geglaubte Überlegenheitsgefühl muss angegangen werden.
Je mehr Risiko der Mobber eingehen muss, desto uninteressanter wird der Vorgang für ihn.
Allerdings je länger schon gemobbt wird, desto mehr Trittbrettfahrer finden sich. Und um so schwerer wird es, auch denen den Spaß zu verderben.
Wirksam wäre der Schutz einer Gruppe oder eben Unberechenbarkeit. (Bei mir die Kombination)


MP3 ist schon mal ein Anfang. Doch den Zweiflern sollte man besser eine digitale Videoaufnahme bieten.
Ich weiß nicht, inwieweit das mit Sehbehinderung möglich ist. Vielleicht würden das die Freunde machen?
Mehrere Vorfälle an unterschiedlichen Tagen (verschiedene Lichtqualitäten machen das deutlich) zusammen auf eine CD packen.
Die Täter dürfen es erst erfahren, wenn genügend Material zusammen ist. Das erschwert es.

Natürlich werden die anderen Eltern sich entweder über die Tatsache der Aufnahmen empören oder aber vorschieben, dass ihr Sprössling gewiss Regieanweisungen für den Film bekommen hätte.
Dabei habt ihr nur euer Kind auf dem Nachhauseweg aufgenommen. Alles andere ist "zufällig", aber sehr aussagekräftig mit aufs Bild geraten.
Die Aufnahmen haben den Vorteil, dass man Personen durch Zoomen erkennen kann und deshalb eine persönliche Beschreibung von ihnen erst mal nicht unbedingt nötig ist.
Keine Aussage wird wahrer, indem sie häufig wiederholt wird.

Aber sie gewinnt dadurch ungemein an Glaubwürdigkeit. (UT)

15

Montag, 9. Januar 2012, 18:12

@Louis: ich würde nicht auf Aggressivität setzen.


Habe ich NICHT geschrieben ^^

16

Montag, 9. Januar 2012, 18:40

Ich glaube nicht an Psychologie, ich glaube an Härte :!:
Ich würde diese Kinder höchstpersönlich anzeigen.
Aber was würde es bringen.. :?:
Die Täter werden heutzutage sowieso nur mit plastikhandschuhen angefasst, wirklich traurig sowas.
Ich denke, es fängt schon mit der unsinnigen Schulbildung an.
All 45 haben die Pause.
Ich mag mich noch an meine Schulzeit errinern.
Man macht in der Schule viel zu viele Pausen und es wird viel zu viel gedulded.

Kathy92

Registrierte Benutzerin

Beiträge: 200

Beruf: Telematikerin EFZ

  • Private Nachricht senden

17

Montag, 9. Januar 2012, 22:19

Warum wehcwelt ihr nicht die schule? ich würde mein kIND NEI SO LEIDEN LASSEN (sry, shifttaste), weil ich genau so gelitten habe. Ich habe zwei Mal das Schulhaus gewechselt.

18

Montag, 9. Januar 2012, 23:16

Für unsere Tochter hat sich die Situation auch erst nach einem Schulwechsel entspannt . Der Wechsel war allerdings weil die Schule geschlossen wurde.
In der neuen Schule sind die Lehrer sehr aufmerksam was Mobbing betrifft. Natürlich können die Lehrer nicht alles sehen. Aber wenn die Hänseleien überhand nehmen, kann ich den Lehrern ein Telefon geben und die Situation wird in der Klasse besprochen.
Trotzdem ist es nicht problemlos. Auf dem Schulweg ist sie geduldet. Sie darf (meistens) mit den anderen mitlaufen, wird aber nicht einbezogen. Darunter leidet sie sehr. Aber man kann ja nicht verlangen, dass die anderen Mädchen mit ihr reden müssen.
Ich denke wir Eltern müssen einfach immer wachsam sein, damit die Ausgrenzung das erträgliche Ausmass nicht überschreitet.
Wenn das Kind fast täglich gehänselt wird oder gar verletzt wird und Dinge kaputt gehen, müssen Massnahmen ergriffen werden. Wir haben uns damals auch sagen lassen müssen, dass sie mit ihrem Verhalten selbst schuld sei. Aber kein einzelnes Kind kann sich gegen eine Gruppe von anderen Kindern wehren!
Ich weiss auch nicht, ob es sinnvoll ist, sich körperlich zu wehren. Im schlechtesten Fall werden die Methoden nur subtiler, z. B. wiederholtes Anschwärzen beim Lehrer, etc. Da hat man dann gar keine Möglichkeit mehr, dem Kind zu helfen.

Liebe Grüsse,
unam

19

Dienstag, 10. Januar 2012, 00:58

@Louis
ein weiser man sagte mal "lass dich nicht vom bösen überwinden, sondern überwinde das böse mit guten."
das was du tust, ist einfach ausgedrükt sich auf das niveau der mobber herunterzustellen.
du machst dich ihnen gleich und bist nicht besser.
"wenn jemand dier auf die linke wange schlägt, dann halte auch die rechte hin."
ich will nicht sagen, das ich mich immer dran halte, aber glaube mir das ist der beste weg.
Man muss denn mobbern schon grenzen geben, aber man darf sich nicht auf ihr niveau herunterlassen.
du weisst, du hast es nicht gerne wenn dich jemand schlägt.
Z. B. wenn jemand deine tochter umgebracht hat, dann darfst du doch nicht seine tochter umbringen.
nein. das beste ist, für dich und für ihn, das du ihn verzeist und nicht mehr böse bist.
„Es scheint, dass für Erfolg in der Wissenschaft oder in der Kunst ein Schuss Autismus erforderlich ist.“ Hans Asperger

20

Dienstag, 10. Januar 2012, 12:44

Ein anderer weiser man sagte mal :

Ich verlange nicht, daß der Kleinbürger seine Moral aufgibt, ich verlange nur, daß er mir meine läßt.

Ähnliche Themen