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Mittwoch, 21. Dezember 2011, 02:58

Annahme, Asperger-Syndrom (erste Diagnose durch den Arzt)--wie kann ich mir selbst sicher sein?

Hallo Zusammen

Vor ein paar Wochen hat mich das Tief wieder gepackt. Ich war dieses Mal zum Glück genug intelligent um nicht einen Ausweg zu suchen, in dem ich den Wunsch nach "Luft zu sein", in die Taten umsetzte.

Seit ich 13 Jare alt bin, hatte ich immer wieder Schwierigkeiten. Ein guter Freund hat mich letzte Woche zu einem Psychiater begleitet, mit welchem seine Mutter selbst gute Erfahrungen gemacht hat. Panische Angst hatte ich mich dort zu äussern. Doch ich sah keinen Ausweg. Entweder fahre ich in eine Wand oder ich ändere mein Leben und versuch an mir zu arbeiten.

Natürlich habe ich im Vorfeld schon Erfahrungen mit Kliniken Medikamenten und Psychologen// Psychiatern gemacht. Selbstverständlich habe ich mich auch hier vorinformiert und eigentlich habe ich auf Manische-Depression getippt.

Der Psychiater hat mir letzten Freitag mitgeteilt, dass er vermutet von all meinen Erzählungen und wie er mich wahrnimmt, dass ich das Asperger-Syndrom hätte.

Die unzähligen Tests habe ich schon hinter mir auf dem Internet. Und kann mir natürlich kaum bis gar nicht vorstellen, dass eine andere Person eine andere Antwort geben könnte. Viefach empfand ich es als "das ist doch völlig normal" oder "ist das nun ein Spiel oder versteckte Kamera". Viele Handlungen, welche um mich herum geschehen erlebe ich extrem und fühle mich vielfach wie in dem Film "the truman show".

Habe Fragen über Fragen. Ich möchte nicht mehr mit diesen Up and Downs leben. Oder hören, dass ich nicht 0815 bin! Ich möchte einen Partner und nicht das Gefhl habe, dass mein Gegenüber komisch ist, oder mich nicht liebt oder versteht.

Eine Frage an Euch. Ist Euch evtl. bekannt dass es Menschen mit Asperger gibt, welche sehr redegewannt sind. Welche nie auf den Punkt kommen und seinem Gegenüber aus Faszination ins Gesicht schauen während dieser spricht?

Mich faszinieren Menschen und ich hinterfrage alles was Sie tun und machen. Hat dies damit zu tun, dass ich Shema F suche, nach welchem ich mich verhalten soll oder darf. Oder evtl. dass ich selbst einen Weg finden möchte um mich anzupassen, damit ich in der "truman show" nicht auffalle und ich einen Baum wie eine Krankenschwester nachspielen kann um nicht als einzelne aus der Masse zu stechen?

Einen weiteren Termin habe ich erst am 12. Jan. 2012. Leider fühle ich mich enorm missverstanden, habe vor vielem Angst und möchte nicht mit Leuten darüber sprechen, welche dann noch denken, ja klar ist die nicht ganz normal. Denn das Wort "crazy" höre ich schon andauernd bei einigen Menschen die mir ein wenig nahe stehen.

Eine weitere Frage wäre. Wie kann ich aus Eigenregie oder mit einer Fachperson erkennen oder ausschliessen ob es sich tatsächlich um das Syndrom handelt?
Manchmal ist die Gefahr ja auch da, wenn man sich zu sehr darüber den Kopf zerbricht, dass man schliesslich daran "erkrankt".

Ich bin sehr bemüht mich aufzurappeln und möchte gerne so viele Infos wie möglich erhalten.

Danke für Eure Nachrichten

Kathy92

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2

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 07:48

ALso, wenn dein Arzt schon sagt, dass das zutreffen könnte, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du AS hast.
Ich schaue den Menschen nur auf den Mund, ncith in die Augen. Allerdings bin ich kommunikativer, als andere AS (was nciht mit sozialer gelichzusetzen ist), was jedoch an meinem ADHS liegt. Ich kann die Symptome des ADHS und des AS sehr gtu verstecken, darum bin ich nicht aufgefallen.
Ich rede also auch sehr viel, so wie du.
Hast du deinen Arzt auch mal auf ADS/ ADHS angesprochen?

dhqd

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3

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 08:55

"ist das nun ein Spiel oder versteckte Kamera"
@schmetterling_88

Genau das habe ich mir als Kind immer wieder gesagt wenn ich mit gleichaltrigen gespielt habe. Mir kam es wie ein Theater oder wie ein Film mit versteckter Kamera vor wo mir alle etwas vorspielen.

Wegen dem AS: Ich glaube, dass es dir sehr helfen wird wenn du weisst, dass du es hast. Ich selber bin sehr froh, dass ich es weiss, denn früher habe ich mich ständig gefragt was mit mir los ist und warum ich anders bin. Zudem kannst du gezielt an dir in Begleitung eines Therapeuten arbeiten um mit dem AS umgehen zu können. Wichtig finde ich, dass der Therapeut oder die Therapeutin gut über das AS Bescheid weiss. Kurz zu meinen Erfahrungen: Ich war zwei mal bei zwei verschiedenen Therapeuten in einer Psychotherapie. Damals wusste ich nicht, dass ich das AS habe. Das macht zusammen fünf Jahre Therapie. Jetzt bin ich seit diesem Herbst bei einer Therapeutin die sich mit dem AS sehr gut auskennt. Ich war bis jetzt vier mal bei ihr und habe schon mehr gelernt und verstanden als vorher in der allgemeinen Therapie.

@Kathy92
Ich habe den gleichen Trick wie du um den Augenkontakt zu vermeiden: Ich schaue auf den Mund. Zudem kann ich oberflächlich kommunikativ sein, jedoch weiss ich dann schnell nicht mehr, was ich sagen soll.


dhqd

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Mittwoch, 21. Dezember 2011, 11:20

Hallo Zusammen

Besten Dank für eure ausführlichen Beiträge. Es ist super nett, das ihr Euch für das (mein) Anliegen Zeit genommen habt.
Werde meinen Therapeuten auf das Thema ADS ansprechen.

Was haltet ihr von den ganzen Tests? AS Test, EQ SQ-Tests und Augenpartietest?

Eigentlich habe ich manchmal sehr das Gefüh, dass ich mich bei Leuten die mir nicht "nahe" stehen extra bemühe in die Augen zu schauen. Da es immer hiess, wenn ich jemandem nicht in die Augen schaue beim sprechen, dass ich nicht interessiert bin oder ich lüge oder mir was unangenehm ist. Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich mich lediglich zwingen muss. Ausser mein Gegenüber kenne ich schon ein paar Jahre. Dann höre ich den Vorwurf häufig: "hör mir Mal zu" oder "ich rede mit Dir".

Als Kind kann ich mich erinnern, dass meine Eltern häufig sehr häufig sagten:"manchmal habe ich das Gefühl DU hörst mir gar nicht zu und bist wieder in deiner eigenen Welt".

Wenn meine Mutter auch heute noch was erzählt, dann studiere ich an was herum und höre sie schon, denke mir auch ab und zu zwischendurch, dass Sie gerade mit mir redet, doch ich kann oder möchte dann nicht reagieren. Somit kommt es auch häufig vor, dass ich was fertigdenke und dann nach 2-3 Minuten reagiere und z.Bsp. sage:
"Betreff deiner Aussage von vorher, denke ich xxxxx.....".

Häufig kommt es auch vor, dass ich jemanden unterbreche und sehr laut rede. Sehr energisch reagiere und frage mich häufig, wieso mich dann niemand zu Wort kommen lässt, denn es ist mir doch wichtig. Am aller häufigsten kommt es mir vor, als rede ich mit jemandem und der versteht mich nicht, so frage ich nach fast jedem Satz:"verstehst Du was ich meine?".....dies versuche ich aber zu unterdrücken, denn ich habe auch gelesen, dass ich so meinem Gegenüber das Gefühl gebe, dass ich denken könnte, dass sie oder er dumm sei. (Auch habe ich aus vielen Berichten entnommen, dass Menschen die einen Satz oder ein Wort als Füllwort oder Überbrückungswort wie "oder" "und" "äh" "bzw" und ähnliche verwenden, nicht intelligent seien oder nicht sehr intelligent auf andere wirken. Wobei ich nicht genau sagen kann, ob es das eine oder andere ist, wieso ich mich darum sehr bemühe nicht ständig zu fragen, ob mich jemand versteht. Ich denke niemand möchte dumm auf sein Gegenüber wirken oder sogar als dumm abgestempelt werden, nur weil man gewisse Wörter mehr verwendet ode Sätze wiederholt.)

Aufgefallen ist mir auch, dass ich häufig vööööööööllig vom Thema abschweife. Dass ich ein Thema aufschnappe und so viele Ideen und Thesen darüber habe, dass ich gar nicht weiss, wo ich beginnen soll oder aufhören soll, damit mir noch jemand folgen kann.

Bemerkt habe ich dies, anhand von Briefen, welche ich an Bekannte geschriebe habe. Meine Gefühle kann ich viel mehr zum Ausdruck bringen, wenn ich schreibe. Oder wahrscheinlich besser ordnen. Denn beim Schreiben und weiterem Durchlesen fällt mir dann auf, dass ich Hauptsatz, NS, NS, NS, NS und HS kombiniere. Streiche ich alle Nebensätze (NS) durch,habe ich bemerkt, dass mich jemand ganz klar versteht, was ich sagen möchte und komme so schnell auf einen Punkt und Nenner.

Was mir sehr zu schaffen macht ist viel mehr meine Depressionen-depressiven Phasen. Häufig ausgelöst,weil ich etwas nicht verstehe oder mich alleine fühle. Klar habe ich meine Famile, aber die verstehen mich nicht. Das Gefühl habe ich auf alle Fälle. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Eltern und meine kleine Schwester mich sehr wohl verstehen möchten. Häufig wenn ich einen Freund hatte, habe ich mich zu beginn völlig auf nur diesen Menschen eingelassen. Nach einer Zeit wurde es dem anderen zu viel, denn Gewohnheit wird anscheinend bei den meisten Menschen als etwas Negatives angesehen. So habe ich mich dann stehts bemüht mich zu zügeln oder dann so was Ausgefallenes zu machen, dass derjenige nicht "Nein" sagen konnte. Zuerst mit Liebe überhäuft und nichts konnte zu viel und genug sein und dann,.......wollte ich nur noch meine Ruhe. Der Mensch schien mich dann plötzlich nur noch zu nerven, egal was er machte oder sagte. Ich wollte ihn loswerden. Keine Nähe, denn dies war für mich auch immer eine Art berechnend. Dachte dann häufig, dass er mich nur aushält aus Mitleid, oder weil er etwas möchte von mir. Ich konnte auch plötzlich völlig austicken.

Das mit dem Ausrasten habe ich in den Griff bekommen, seid ich alleine wohne, doch die Depression ist so viel häufiger. Denn einen festen Freund habe ich seit 3 Jahren nicht mehr. Eine grosse Liebe habe ich, doch dieser ist blockiert oder kann nicht oder ....verstehe ich eben nicht, wie man einem Menschen sagen kann, dass er einem liebt, aber nicht mit einem einen Weg gehen möchte. Ist mir unerklärlich auch, wie man nachtragend sein kann. Wobei ich häufig nicht Mal merke, wenn ich jemanden verletze mit meiner scharfen Zunge. Ich empfinde es dann als völlig plausibel und diplomatisch.

Wie geht ihr damit um, dass ihr Freunde findet. Euch zwingt mit anderen was zu unternehmen oder auf Euch aufmerksam macht, dass ihr auch gerne gefragt werdet am Wochenende ob ihr mitkommen wollt.

Selten ruft mich jemand an und fragt mich spontan ob ich was machen möchte. Oder ich lerne Mal wieder jemanden kennen, der gerade auf dem "Selbstfindungspfad" ist und der mich braucht. ANSCHEINEND! denn ziemlich alle dieser Leute melden sich nicht mehr, wenn es Ihnen gut geht. Evtl. auch, weill Sie mich nur gebraucht haben und um nicht das Gefühl zu aben alleine im Boot zu sitzen? (ich kenne mich ja aus mit dem alleine Rudern.....und sehne mich nach jemandem der das Steuer auch mal in die Hände nimmt, damit ich nicht alles gleichzeitig machen muss und schneller ans Ziel komme).


Vieles stelle ich mir Bildlich vor. Geht es Euch auch so? Vielfach habe ich das Gefühl ich lebe in einer Blümchen oder Wiesenwelt und habe ich ein Problem, dann kehre ich erst Mal in diese Welt. Das äussern auch viele Leute "deine Mausewelt".

Könnte mir hier die Finger wund schreiben. Möchte aber nicht zu viele Sachen von mir Peis geben, da ich Euch auch noch gerne anhören würde.

Liebe Grüsse

Objekto

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Mittwoch, 21. Dezember 2011, 20:44

@schmetterling 88
ich habe die Oneline- Tests gemacht, man muss sie aber nicht Ernst nehmen.
Alles was du geschrieben hast trifft 100 % mich zu.
Mich versteht auch niemand und ich schreibe auch so komplettziert.
Aber den Satz, hast mich verstanden, hast du zugehört!
Höre ich fast jeden Tag, mehrmals. Mein Vater, sagt das bei jedem 2. Satz.
Nur das mit den Bilder ist bei mir nicht so, ich bin nur abwesen wenn jemand redet über ein Thema das mich nicht interessiert, dann bin ich in meine Traumwelt.
LG