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Sonntag, 15. Januar 2012, 19:36

Wechsel ins Gymnasium

Guten Abend zusammen.

Ich bin neu hier im Forum.

Ab nächsten Sommer werde ich zu grosser wahrscheinlichkeit ins Gymnasium wechseln. Momentan besuche ich eine Sekundarschule in einem Dorf, und hatte bis jetzt fast keine Probleme mit dem Mobbing. Aber nun müsste ich jeden Morgen in die Stadt gehen, um in die Schule zu gehen. Aber ich fürchte mich vor der neuen Situation.
1. Ich weiss nicht wie die Mentalität der Stadtleute ist. Ob sie toleranter als die Dorfleute sind, da die auf alles achten.
2. Wie es mit dem Sport ist, Sport war schon immer die Hölle für mich.
3. Da ich ein wenig feminin aussehe ( wirklich nur ein wenig, habe halt lange Haare, aber mein Körberbau ist sonst ganz normal) habe ich angst deswegen gehänselt zu werden.
Aber nach meinen Erfahrungen, sind die Stadtleute etwas toleranter bei längeren Haare, da im Dorf alles was länger als 10 cm ist, als assozial gilt.

4.Wie es in den Pausen läuft. Da ich mich am allermeisten von den Fremdenklassen fürchte.

Wie sind eure Erfahrungen? Gerade die die im Gymnasium waren. War es eine schlimme Zeit? Oder waren die Jugendliche ein wenig erwachsener?
Sind die Stadtleute toleranter?
Wie wird der Sport?

Ich bitte um eure Hilfe und Erfahrungen. Ich möchte gerne ins Gymnasium, aber verspüre eine grosse Angst. ?(

Kopfkino

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Sonntag, 15. Januar 2012, 20:18

Hallo

Also ich kann dir vielleicht mal ein bisschen von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Ich bin 6 Jahre in einem 400 Seelendorf in die Primarschule geganen und nun bin ich im 6. und letzen Jahr auf einem Gymnasium mit ca. 1000 Schülern. Es war für mich eine reisenumstellung. Aber es ist auch etwas "anonymer" man kennt niemals alle und das hat für mich jedenfalls auch Vorteile. Es ist nicht so, dass man in den Pausen draussen spielen geht. Wir stehen meistens vor dem Zimmer oder wechseln gerade das Zimmer. Oder wir verbringen die Pause in der Mensa. Ob die Stadtmenschen toleranter sind würde ich jetzt nicht so sagen, es kommt nicht auf Stadt oder Land an, ich glaube viel mehr auf einzelne Persönlichkeiten. Deshalb kann ich dir da keine Antwort geben. Im Sport läuft es bei uns auch anders ab als in der Primarschule, es geht halt um Leistung, Noten und nicht um Spiele zu spielen oder so. Jedoch ist es bei uns seh vielfältig, von Eiskunstlaufen über Hürdenlaufen bis zu Klettern, Basketball und Geräteturnen ist alles dabei.

Am besten machst du dir nicht zu viele Gedanken, den jeder erlebt es anders. Bei uns gibt es jeweils so Besuchstage, da können sich interessierte im Schulhau umsehen und sogar am Unterricht teilnehmen. Vielleicht gibt es bei euch sowas auch. Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Spass. Und wenn du noch Fragen hast, darfst du dich gerne melden.

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Montag, 16. Januar 2012, 16:19

Hallo Saram96,

Ich denke, dass es sehr schwer ist vorauszusagen, wie die Zeit auf dem Gymnasium wird. Für mich jedenfalls war es eine ziemlich unangenheme Zeit. Ich muss aber auch anfügen, dass ich damals die Diagnose AS noch nicht hatte. Leistungsmässig hatte ich zwar keine Probleme, das Zusammensein in der Klasse bereite mir aber schon Mühe.

Zu deinen Fragen kann ich sagen, dass Äusserlichkeiten nicht das Problem sind, die zu Hänseleien führen. Bei mir war es halt mehr das merkwürdige Sozialverhalten, das mich zum Aussenseiter machte. Sport war für mich nicht mehr als andere Fächer ein Problem, ich hatte einfach immer Mühe, wenn wir etwas in Gruppen machen mussten.
Ich jedenfalls fände es vielleicht gut, wenn Du (oder deine Eltern) die Lehrer im Vorfeld über dein AS informieren würdest, ich denke, dass macht vieles leichter.

Jedenfalls wünsche ich Dir jetzt schon viel Erfolg und alles Gute auf deinem Weg ins Gymnsaium!

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Freitag, 20. Januar 2012, 21:48

Hallo saram96

Meine Tochter hat den Wechsel gut geschafft, obwohl es sehr anstrengend ist, da sie auch über den Mittag nun nicht heimkommen kann und daher länger in dieser "reizvollen" Umgebung mit vielen anderen Menschen ist.

Ich wünsche Dir viel Glück und verständige Lehrkräfte und Mitschülerinnen

Kate
Wenn wir einem Menschen helfen wollen, müssen wir an ihn glauben. (Alb. Schweitzer)